Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FUSSBALL: Serienmeister Basel ist unter Druck

Basel hat zuletzt acht Meistertitel in Serie geholt. Davon, erneut Meister zu werden, ist er aber weit entfernt. Heute beim FC Luzern (16.00) muss er siegen. Dabei hofft er auf den Champions-League-Effekt.
Raphael Gutzwiller, Basel
Basel-Trainer Raphael Wicky möchte den Schwung aus der Champions League mitnehmen. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Basel, 13. Februar 2018))

Basel-Trainer Raphael Wicky möchte den Schwung aus der Champions League mitnehmen. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Basel, 13. Februar 2018))

Raphael Gutzwiller, Basel

raphael.gutzwiller@luzernerzeitung.ch

Spannend war es in den letzten acht Jahren in der Schweizer Liga nie. Zu gut war der FC Basel. Er verkam zum grossen Dominator, der sich acht Mal in Folge zum Meister krönte – meist deutlich bevor die Saison zu Ende ging.

Doch in dieser Saison ist alles anders beim FCB: neue Vereinsführung, neuer Trainer und national plötzlich ein ernsthafter Konkurrent. Die Young Boys spielen konstant wie noch nie und liegen 14 Punkte vor dem FC Basel. Zwar haben die Berner zwei Spiele mehr bestritten, der Vorsprung ist dennoch beachtlich. Der Druck beim FCB ist gross. Ein Titel ist Pflicht. Nachdem man aus dem Schweizer Cup gegen YB ausgeschieden ist und international nicht mehr dabei ist, ist ein Titel nur noch in der Meisterschaft möglich. Der Druck vor dem heutigen Spiel in Luzern (16.00) ist riesig. «Wir probieren, uns selber nicht zu grossen Druck aufzuerlegen und nicht auf die Tabelle zu schauen. Wir müssen Spiel für Spiel nehmen. Was YB macht, können wir nicht beeinflussen», sagt FCB-Trainer Raphael Wicky.

Erst ein Meisterschaftssieg im Jahr 2018

In dieser Woche sorgte der FCB im Champions-League-Achtelfinal für einen Achtungserfolg, als er das grosse Manchester City mit 2:1 besiegte. Weil der FCB zu Hause aber mit 0:4 verloren hatte, schied man dennoch aus. «In der Kabine war keine Partystimmung», stellte Wicky fest. Das sei etwa beim 5:0-Heimsieg in der Gruppenphase gegen Benfica Lissabon noch anders gewesen. Dennoch hofft Wicky genau auf den gleichen Effekt wie damals. Nach dem 5:0-Sieg startete der FCB eine Serie in der Meisterschaft, blieb zehn Spiele in Folge ungeschlagen. «Wir wollen auch jetzt wieder den Schwung aus der Champions League in die Meisterschaft mitnehmen.»

Denn der FCB muss reagieren. Was der Noch-Meister im Jahr 2018 in der heimischen Meisterschaft zeigte, war enttäuschend. Gegen Lugano und St. Gallen verlor der FCB, nur gegen Thun konnte er gewinnen. Die Spiele gegen Zürich (Stromausfall) und Lausanne (nicht bespielbarer Platz) mussten abgesagt werden. Dass es leistungsmässig noch Luft nach oben gab, lag auch an den erneut vielen Transfers im Winter. Der FCB vollzog nicht weniger als zehn Spielertransfers. Gewichtige Spieler wie Manuel Akanji (Dortmund) oder Renato Steffen (Wolfsburg) verliessen Basel, die Schweizer Nationalspieler Valentin Stocker, Fabian Frei und Léo Lacroix kamen. Die Neuen haben aber nur mit vielen Fehlern (Lacroix), Schwalben (Stocker) oder wenig Einfluss (Frei) von sich reden gemacht. «Es hat viele Wechsel gegeben – auf dem Platz und in der Hierarchie», sagt Wicky. «Dass das eine gewisse Zeit braucht, ist logisch.»

Der Oberwalliser Trainer ist davon überzeugt, dass sein Team nicht nur international überzeugen kann, wenn es das Spiel des Gegners zerstören kann, sondern auch fähig ist, das Spiel selber zu gestalten. «Im Herbst haben wir gezeigt, dass wir in der Meisterschaft gute Leistungen zeigen können. Und wir haben auch in Manchester guten Fussball gespielt und nicht nur zerstört.»

Wicky vor Luzern-Spiel: «Wir sind gewarnt»

Wicky ist anzumerken, dass er sich der schwierigen Aufgabe, noch Meister werden zu müssen, bewusst ist. Er zeigt auch einen gewissen Respekt vor dem Spiel in Luzern: «Natürlich haben wir die positive Entwicklung beim FC Luzern mitgekriegt. Der FCL hat unter Seoane eine Serie gestartet. Dabei war die Mannschaft sehr solidarisch und hat sich die Punkte erkämpft. Wir sind gewarnt.»

Dennoch: Das Selbstverständnis des FC Basel ist es, in Luzern deutlich zu gewinnen, und im Mai auf dem Barfüsserplatz den Meistertitel zu feiern. Daran hat man sich gewöhnt. Und die Tradition will man trotz vieler Wechsel nicht brechen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.