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FUSSBALL: Sie leben ihren Traum in San José

Seit ein paar Wochen spielen die ehemaligen FCL-Spieler Jahmir Hyka und François Affolter für die San José Earthquakes in Kalifornien. Fünf Runden vor Schluss ist die Qualifikation für die Playoffs noch möglich.
Marc Wälti, San José
Wollen ihren Beitrag zum Erfolg des Klubs leisten: Jahmir Hyka (links) und François Affolter im Avaya Stadion der San José Earthquakes. (Bild: Marc Wälti (San José, 13. September 2017))

Wollen ihren Beitrag zum Erfolg des Klubs leisten: Jahmir Hyka (links) und François Affolter im Avaya Stadion der San José Earthquakes. (Bild: Marc Wälti (San José, 13. September 2017))

Marc Wälti, San José

sport@luzernerzeitung.ch

Als Jahmir Hyka und François Affolter im Februar letztmals zusammen im Hergiswiler Restaurant Nabucco assen, ahnten sie noch nicht, dass sich ihre Wege ein halbes Jahr später wieder kreuzen werden. Hyka war damals nach fünfeinhalb Jahren beim FC Luzern auf dem Weg zu seinem neuen Klub, den San José Earthquakes (auf deutsch Erdbeben). Affolter hatte hingegen noch einen laufenden Vertrag, und nur wenig deutete auf einen baldigen Wechsel hin. Doch seit Mitte Juli bilden die beiden zusammen mit dem General Manager Jesse Fioranelli die grösste Schweizer Fraktion innerhalb der Major League Soccer (MLS).

Die Verpflichtung der beiden ehemaligen Spieler des FC Luzern steht ganz im Zeichen der neuen Philosophie des Klubs. Nachdem der sportliche Erfolg in der jüngsten Vergangenheit ausgeblieben ist und San José auch mit ausländischen Spielern kein glückliches Händchen bewiesen hat, setzen die Kalifornier diese Saison auf europäisches Know-how. Der neue General Manager Fioranelli wuchs in St. Gallen auf und stand zuletzt in Diensten der AS Roma. Um die «Quakes» erstmals seit vier Jahren wieder in die Playoffs zu führen, baut er auf europäische Spieler, die noch im besten Fussballalter sind – wie Hyka (29) und Affolter (26).

Obwohl sich die bisherige Bilanz mit elf Siegen, sechs Unentschieden und zwölf Niederlagen die Waage hält, zeigt der Trend nach oben. In den vergangenen Jahren hatte sich die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Rennen um die Playoffs verabschiedet. Nun hat sie es mit drei Heimspielen in den verbleibenden fünf Spielen in den eigenen Händen.

Die Reiserei ist gewöhnungsbedürftig

In der ersten Saisonhälfte mussten sich die neuen Spieler aus Europa zuerst mit den mehrheitlich aus Lateinamerika stammenden Mitspielern finden. Hinzu kam die gewöhnungsbedürftige Reiserei mit mehrstündigen Flügen in andere Zeit- und Klimazonen. Und dann hat die Liga auch ihren eigenen Charakter, wie Flügelflitzer Jahmir Hyka feststellt: «Der Fussball hier ist weniger taktisch, dafür wird umso mehr gelaufen.» Hyka konnte bisher in den USA überzeugen, auch wenn er zuletzt wegen einer Abwesenheit mit der albanischen Nationalmannschaft nicht mehr in der Startaufstellung stand. «Mit meiner Leistung bin ich zufrieden. Ich habe sehr viel gespielt und konnte der Mannschaft auch immer wieder helfen, Punkte zu gewinnen.» Fehlt er einmal wie vor zehn Tagen gegen Toronto (0:4-Niederlage), werden seine spielerischen Impulse schmerzlich vermisst.

Immer besser in Fahrt kommt François Affolter, der erst Mitte Juli in der drittgrössten Stadt Kaliforniens eintraf. Wegen einer Oberschenkelzerrung bestritt er bisher nur fünf Spiele. Aufgefallen ist dem Bieler, dass hier mehr Tore fallen und dass nach einem Rückstand der Widerstand rascher gebrochen ist. «Am Glauben, dass man ein Spiel bis zuletzt kehren kann, müssen wir noch arbeiten. Ich denke, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann.» Am vergangenen Samstag stabilisierte Affolter die Verteidigung massgeblich und trug seinen Teil zum wichtigen 1:0-Sieg gegen Houston Dynamo bei.

Sie geniessen das mediterrane Klima

Für Hyka und Affolter ist mit dem Wechsel nach San José ein Traum in Erfüllung gegangen. «Ich habe immer gesagt: einmal in den USA leben und hier Fussball spielen, das wär’s», erinnert sich Hyka. Und obwohl er sich in der Innerschweiz wie zu Hause fühlte, spürte er auch, dass der Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen war. Gerne blickt auch Affolter zurück, obwohl man ihm im Sommer mitteilte, dass er nach dreieinhalb Jahren in Luzern nicht mehr gebraucht werde: «Es war eine tolle Zeit, mit einigen Hochs und Tiefs. Ich bereue es nicht, beim FCL gespielt zu haben.» Affolter verfolgt den FCL immer noch und freut sich über den guten Saisonstart.

Das mediterrane Klima und die Offenheit der Menschen in Kalifornien haben es Hyka und Affolter besonders angetan. Im Unterschied aber zu Hergiswil, wo die beiden zu FCL-Zeiten wohnten, fehlt ihnen noch ein neues Stammlokal, wie es das «Nabucco» war.

Major League Soccer

Eastern Conference: 1. Toronto 29/62 2. New York City 29/51 29. 3. Chicago Fire 29/48. 4. Columbus Crew 30/44. 5. Atlanta United 27/43. 6. New York Red Bulls 28/42. 7. Montreal Impact 28/36. 8. New England Revolution 29/35. 9. Orlando City 29/35. 10. Philadelphia Union 29/33. 11 D. C. United 29/28.

Western Conference: 1. Vancouver Whitecaps 28/45. 2. Portland Timbers 30/44. 3. Sporting Kansas City 28/ 44. 4. Seattle Sounders 29/44. 5. San José Earthquakes 29/39. 6. Real Salt Lake 30/38. 7. Houston Dynamo 28/38. 8. Dallas 28/38. 9. Minnesota United 28/29. 10. LA Galaxy 28/27. 11. Colorado Rapids 28/26.

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