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FUSSBALL: «Sion ist nun für jeden Spieler attraktiv»

Der Zuger Vero ­Salatic (29) ist seit Februar beim FC Sion. Zum Saisonstart spielt der Cupsieger morgen (17.45) in Luzern. Salatic redet über Marco Schneuwly, das Wallis und Sions Ambitionen.
Vero Salatic sagt im Mittelfeld des FC Sion, wo es langgeht. Er ist überzeugt: «Wir sind die dritte Kraft hinter dem FCB und YB.» (Bild: Freshfocus/Christian Pfander)

Vero Salatic sagt im Mittelfeld des FC Sion, wo es langgeht. Er ist überzeugt: «Wir sind die dritte Kraft hinter dem FCB und YB.» (Bild: Freshfocus/Christian Pfander)

Interview Daniel Wyrsch

Vero Salatic, fünf Monate sind mittlerweile vergangen seit Ihrem Aufsehen erregenden Wechsel von GC zum FC Sion. Wie haben Sie sich inzwischen im Wallis eingelebt?

Vero Salatic: Es geht mir sehr gut. Dass wir mit Reto Ziegler, Elsad Zverotic, Pa Modou und mir gleich mehrere Spieler sind, die Deutsch sprechen, hat mir das Einleben sicher erleichtert.

Wie sieht es aus mit den Fortschritten mit der französischen Sprache?

Salatic: Die Trainingseinheiten führt Didier Tholot selbstverständlich in Französisch. Ich verstehe die Sprache auch ausserhalb des Fussballs immer besser und spreche sie auch.

Als Sie aus Zypern zu GC zurückkehrten, bauten Sie in Cham ein Haus. Lebt Ihre Familie dort?

Salatic: Ja, meine Frau und die Kinder sind in Cham geblieben, wir sind weiterhin im Kanton Zug zu Hause. In Sion wohne ich im Hotel.

Würden Sie die Zentralschweiz mit den Seen zu sehr vermissen, um ins Wallis zu ziehen?

Salatic: Es kommt immer darauf an, was man gerne hat. Das Wallis ist sehr schön, die Berge hier sind sehr schön, auch in Martigny und Sion gefällt es mir. Ausserdem ist Montreux und damit der Genfersee nicht weit entfernt.

Sportlich sind Sie nach einer guten Rückrunde und vor allem dem überragenden 3:0-Sieg im Cupfinal gegen den FCB im Wallis angekommen.

Salatic: Es war eindrücklich, der FC Basel hatte vielleicht eine Chance und sonst keinen Stich. Das spricht für uns, aber der Cupfinal ist schon eine kleine Ewigkeit her. Er bleibt ein besonderes Erfolgserlebnis, nur dürfen wir uns darauf nicht ausruhen. Am Samstag beginnt die neue Saison wieder bei null, ich bin sicher, in Luzern wird auf dem Platz was los sein.

Der 13. Cupsieg im 13. Final hat Sion-Präsident Christian Constantin Aufwind gegeben. Er will Meister werden und so nächstes Jahr direkt in die Champions League kommen. Gehört das Team Ihrer Meinung nach wirklich zu den Favoriten auf den Meistertitel?

Salatic: Die Mannschaft ist im Sommer nicht extrem verändert worden, wir haben nicht aufgerüstet. Das wäre der Fall gewesen, wenn wir beispielsweise zwei Topstürmer geholt hätten. Letzten Winter hatte sich Sion gut verstärkt, mit Zverotic und Ziegler sind Leute mit internationaler Erfahrung zu uns gekommen, die auch charakterlich gute Typen sind. Mit ihnen stimmt jetzt die Mischung aus Spielern von Extraklasse wie Konaté und Carlitos sowie den grossen, hoffnungsvollen Talenten Fernandes, Follonier und Sierro, den viele gar noch nicht kennen. Wir können etwas aufbauen, Trainer Tholot will hier langfristig schaffen wenn es geht. Meiner Meinung nach sind wir die dritte Kraft hinter dem FCB, der immer mit dem grössten Budget anrichten kann, sowie YB. Die Berner sind im Kommen, vor allem wenn jetzt Blerim Dzemaili dazustossen sollte.

Sie sagten, Sie erwarten ein heisses Startspiel in Luzern. Was halten Sie von der Mannschaft des FCL?

Salatic: Luzern ist eingespielt und hat mit Marco Schneuwly und Dario ­Lezcano zwei torgefährliche Stürmer, die sich für nichts zu schade sind und auch nach hinten arbeiten. Dazu kommt Jakob Jantscher als bester Assistgeber der Liga. Offensiv ist Luzern sehr stark.

In Luzern gibt zu reden, dass Constantin den besten FCL-Stürmer Marco Schneuwly nach Sion locken will. Sie haben mit Milos Malenovic den gleichen Berater wie Schneuwly. Haben Sie auch auf ihn Einfluss genommen?

Salatic: (schmunzelt) Ja, Milos ist unser gemeinsamer Berater. Aber es ist gar nicht nötig, dass ich Marco überzeugen muss. Sion ist inzwischen für jeden Fussballer attraktiv auch für Marco, nicht nur des langen Vertragsangebots wegen. Als ich im Winter nach Sion ging, meinten alle, ich hätte nicht dorthin wechseln sollen. Jetzt ist es so, dass jeder gerne ins Wallis kommen möchte.

Reto Ziegler hat nach dem Cupfinal gesagt, dass die Luzerner Sie zusätzlich angestachelt hätten. Nach Luzerns 3:0-Sieg über Sion im letzten Saisonspiel feierte der FCL überschwänglich Platz 5, der bei einem Basler Cupsieg das europäische Ticket bedeutet hätte. Wie erlebten Sie es?

Salatic: Bei uns ist es schon so rübergekommen, dass Luzern bereits mit der Europa League geplant hatte. Dieses Verhalten wirkte etwas arrogant. Es war für uns ein zusätzlicher Anreiz, weil das ­letzte Wort zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesprochen war. Aber es ist sicher auch so gewesen, dass die Luzerner sich über die gute Rückrunde freuten. Das ist eine Momentaufnahme und Vergangenheit. Ich kann die Leute in der Innerschweiz beruhigen, den Pokal nehmen wir am Samstag nicht mit nach Luzern. (lächelt)

Dafür schauen Sie nach, bevor der Sion-Mannschaftsbus das Tourbillon in Richtung Zentralschweiz verlässt, ob der Materialwart das richtige Dress eingepackt hat! Bekanntlich mussten Sie und Ihre Kollegen letztes Mal im Tenü der Luzerner U 21 antreten, weil Sion das farblich falsche Dress mitgenommen hatte.

Salatic: Im letzten Match in der Swissporarena ist wirklich einiges gegen uns gelaufen. Ich bin sicher, unser Materialwart nimmt diesmal beide Trikotsätze mit. Übrigens: Er ist ein toller Mann, ohne den bei uns vieles nicht funktionieren würde.

Super League

1. Runde. Samstag, 17.45: Luzern - Sion. 20.00: Zürich - Young Boys.

Sonntag, 13.45: Basel - Vaduz, Thun - Grasshoppers. 16.00 (SRF 2): St. Gallen - Lugano.

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