Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FUSSBALL: «So schlecht ist die FCL-Abwehr nicht»

Der FC Zürich kommt am Sonntag zum FC Luzern (13.45, Swissporarena) und mit ihm der beste Torschütze der Liga: Mario Gavranovic (24) sagt: «Das wird eine ganz schwierige Aufgabe.»
Interview Turi Bucher, Zürich
Mit 11 Treffern Torschützenleader der Super League: Mario Gavranovic vom FC Zürich. (Bild: Keystone / Ennio Leanza)

Mit 11 Treffern Torschützenleader der Super League: Mario Gavranovic vom FC Zürich. (Bild: Keystone / Ennio Leanza)

Mario Gavranovic, wieso schiessen Sie eigentlich nicht für den FC Luzern Tore?

Mario Gavranovic: Wieso fragen Sie das?

Nun, Sie haben immerhin schon einmal ein Tor für den FCL erzielt ...

Gavranovic: Ach so, jetzt verstehe ich. Ja, 2008 habe ich ein Testspiel für den FC Luzern absolviert. Wenn ich mich richtig erinnere, war es gegen Liverpool, und das Tor war ein Kopfballtreffer.

Wieso haben Sie damals nicht von Lugano nach Luzern gewechselt?

Gavranovic: Es hat einfach nicht geklappt. Ich habe dann als 18-Jähriger nach Yverdon gewechselt, blieb eine weitere Saison in der Challenge League.

Der FC Zürich ist zurzeit total in Form, der FC Luzern scheint total verunsichert. Freuen Sie sich, am Sonntag in Luzern spielen zu können?

Gavranovic: Im Moment sind wir sicher eine gefährliche Mannschaft für jeden Gegner, haben viel Respekt verdient. Wir zeigen guten Fussball, können jeden Gegner in Schwierigkeiten bringen. Wir haben Spass und zeigen das auch.

Spass hat man beim FCL jetzt, wenn ausgerechnet der FC Zürich mit sechs Siegen in Serie im Gepäck kommt, nicht gerade.

Gavranovic: Wir haben zwar das Selbstvertrauen, in Luzern einen weiteren Sieg anzustreben. Aber wir sind auch so vernünftig zu wissen, dass es nicht eine einfache, sondern eine ganz schwierige Aufgabe wird.

Der FC Luzern hat zuletzt vor allem in der Verteidigung massive Probleme offenbart, diverse Abwehrspieler zeigen Formschwäche. Wie hoch gewinnt der FCZ am Sonntag gegen den FCL?

Gavranovic: Ich habe von den Problemen gehört, aber ich denke, die FCL-Abwehr ist nicht so schlecht, wie sie im Moment dargestellt wird. Und ich weiss ganz genau, dass es für mich noch nie einfach war, in Luzern Tore zu schiessen.

Nach dieser bisher blendenden FCZ-Rückrunde wird bereits davon gesprochen, dass Sie diese Saison mit Zürich noch Meister werden können. Fünf Punkte Rückstand auf Basel sind gar nicht so viel, oder?

Gavranovic: Das ist nicht viel, das stimmt. Aber glauben Sie mir, wir denken nicht an den Meistertitel. Wenn wir weiterhin diese guten Leistungen zeigen, dann können wir noch gefährlich werden.

Sie haben kürzlich gesagt, dass beim FCZ sofort reagiert werden müsse, wenn die Siegesserie demnächst einmal reisse. Wie haben Sie das gemeint?

Gavranovic: Dahinter steckt nichts Negatives. Ich meinte damit, dass auch wieder einmal schwierigere Zeiten auf uns zukommen werden und wir dann Charakter und Teamgeist zeigen müssen, wieder näher zusammenrücken müssen.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem schwächelnden FCZ der Vorrunde und dem überragenden FCZ der Rückrunde?

Gavranovic: Es ist nicht so schwierig, das zu erklären. Wir spielen seit der Winterpause mit einer Dreier-Abwehrkette und zwei Stürmern. Zuvor haben wir mit vier Verteidigern und einem Stürmer gespielt. Jetzt können wir viel mehr Druck auf den Gegner machen. Wir haben in der Hinrunde auswärts zwar auch gegen starke Teams wie Basel oder YB gewonnen, dafür dann aber beispielsweise daheim gegen Aarau verloren. Wir waren zu wenig konstant.

Sie wurden im vergangenen Oktober FCZ-intern gesperrt, weil Sie Ihre Rolle als Ersatzspieler nicht akzeptierten und während eines Spiels gegenüber dem Assistenztrainer handgreiflich wurden. Nun haben Sie vor rund zwei Wochen dem «Tages-Anzeiger» erzählt, Sie hätten sich zu null Prozent geändert. Wie darf man das verstehen? Könnte Ihnen diese Geschichte wieder passieren?

Gavranovic: Es stimmt, ich habe mich nicht geändert, ich bin charakterlich immer noch derselbe, meine Ansichten über den Fussball sind immer noch dieselben. Ich gehe immer noch mit der gleichen Einstellung ins Training und in die Spiele. Das habe ich damit gemeint.

Was haben Sie aus dem Vorfall gelernt?

Gavranovic: Dass ich meine Emotionen im Griff haben muss.

Stichwort WM. Haben Sie Ihre Tasche schon gepackt?

Gavranovic: Nein, die steht noch nicht bereit. Wir haben noch eine Saison zu Ende zu spielen, meine volle Konzentration gilt dem FCZ.

Können Sie sich vorstellen, an der WM in Brasilien zusammen mit Josip Drmic im Angriff zu spielen?

Gavranovic: Ja, das kann ich. Wir haben schliesslich auch beim FC Zürich ein Jahr lang zusammen gespielt. Allerdings hat der Nationalcoach zuletzt immer nur mit einem echten Stürmer spielen lassen, und ich denke nicht, dass er sein System so kurz vor der WM noch ändern wird. Wie auch immer: Wenn an der WM der Moment kommt, dass man mich braucht, dann bin ich bereit.

Nochmals zurück zum bevorstehenden Spiel gegen den FC Luzern. Sie wurden während der internen Sperre ins U-21-Team verbannt und haben dann in der 1. Liga gleich zwei Tore gegen den SC Kriens erzielt. Und nun am Sonntag zwei Tore gegen den FCL?

Gavranovic: Das wäre sehr schön. Zwei Tore gegen den FC Luzern würden uns den drei Punkten erheblich näherbringen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.