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FUSSBALL: «Sprechverbot» beim FC Luzern, wenn es um Rang 3 geht

Der FC Luzern kann heute (20 Uhr) mit einem Auswärtssieg beim FC St. Gallen alles klarmachen im Kampf um Platz 3. Davon zu reden, vermeiden beim FCL alle. Nichtsdestotrotz werden viele Fans aus der Innerschweiz im Kybunpark erwartet.
Daniel Wyrsch
Einsatz total: FCL-Verteidiger Claudio Lustenberger (in Blau) gegen Kevin Mbabu von den Young Boys. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Bern, 28. April 2018))

Einsatz total: FCL-Verteidiger Claudio Lustenberger (in Blau) gegen Kevin Mbabu von den Young Boys. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Bern, 28. April 2018))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Die Ausgangslage vor dem heutigen Spiel in St. Gallen könnte besser nicht sein. Vier Punkte beträgt der Vorsprung des drittplatzierten FC Luzern vor den an vierter Stelle stehenden Ostschweizern. Da anschliessend nur noch zwei Partien zu spielen sind, würde sich der FCL mit einem Sieg definitiv die Position als dritte Kraft im Land hinter Meister Young Boys und dem zuvor langjährigen Dominator FC Basel sichern.

Fragen zum greifbar nahen dritten Schlussrang beantworten die FCL-Protagonisten seit Tagen und Wochen ausweichend. «Wollen Sie eine Aussage dazu?», kontert Captain Claudio Lustenberger die Frage, ob Luzern Platz 3 drei Runden vor Schluss überhaupt noch zu nehmen ist. Es entsteht der Eindruck, dass den Blau-Weissen das Sprechen über die Tabellenlage verboten wurde – von Trainer Gerardo Seoane.

Seoane will Fokus und Spielstil beibehalten

Seoane blockt jegliche Versuche ab, die seine recht junge Mannschaft verunsichern könnte. Dass der FCL in der Tabelle für St. Gallen nicht mehr der Jäger, sondern der Gejagte ist, will der bislang sehr erfolgreiche Coach (14 Spiele, 29 Punkte) so nicht kommentieren. Seoane stellt klar: «Wir werden uns sicher keine Rolle zuteilen, setzen den bisherigen Weg fort.»

Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern. Seit Seoane Anfang Januar Luzern vom entlassenen Markus Babbel übernommen hat, ist aus dem abstiegsgefährdeten Team auf Rang 9 ein Kandidat für die Europa League geworden. Der Fokus wurde stets auf die Leistung im nächsten Match gelegt. «Behalten wir den Spielstil bei, bin ich zuversichtlich für die letzten drei Partien», so Seoane.

Selbst der verletzte Tomi Juric (Rückenbeschwerden) und die muskulär leicht angeschlagenen Pascal Schürpf und Ruben Vargas bringen Seoane nicht aus der Fassung. Da er schon mehrmals Absenzen mit Erfolg kompensieren konnte, bleibt er positiv gestimmt. Zuletzt gegen Lugano fehlten die gesperrten Christian Schneuwly und Simon Grether sowie der bereits verletzt gewesene Juric. Trotzdem errang der FCL einen 2:0-Heimsieg.

Für Aussenverteidiger Lustenberger hat der Erfolg viel mit dem Zusammenhalt zu tun. «Der Kitt im Team ist sehr wichtig. Gut ist, dass sich jeder für den anderen freut.» Verschwunden sei der Neid, der eine Equipe zerfressen kann. Der Captain ist nach wie vor der Meinung, dass hinter YB und Basel alle Teams von ähn­licher Qualität sind. Um so wichtiger sei es, dass man stets alles in die Waagschale werfen könne.

Das ist auch heute im Kybunpark das oberste Ziel gegen die St. Galler, welche die letzten vier Partien allesamt verloren haben, deren Trainerwechsel von Giorgio Contini zu Interimscoach Boro Kuzmanovic in zwei Spielen nichts Zählbares gebracht hat. Lustenberger sagt stolz: «In St. Gallen werden uns viele Fans unterstützen.» Er verspricht, «dass wir ihnen die bestmögliche Leistung zeigen wollen». Wenn dabei gar ein Sieg zur Sicherung des dritten Platzes herauskommen würde, dann dürften Lustenberger und seine Mitspieler erstmals offen über die Tabellenlage des FCL sprechen.

Hinweis

Den Matchbericht zu St. Gallen – Luzern und die FCL-Noten finden Sie heute nach Spielschluss auf www.luzernerzeitung.ch

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