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FUSSBALL: Stäger: «Neuer Sportchef muss passen»

Nach dem Abgang von Alex Frei ist FCL-Präsident Ruedi Stäger nun mit Hochdruck daran, einen neuen Sportchef zu finden. Für den neuen Mann gibt es ein klares Anforderungsprofil.
FCL-Präsident Ruedi Stäger will bei der Suche nach dem neuen Sportchef keinen Fehler machen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

FCL-Präsident Ruedi Stäger will bei der Suche nach dem neuen Sportchef keinen Fehler machen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Ein aufwühlender Samstag liegt hinter dem FC Luzern und seinen Fans. Zuerst die 0:3-Heimniederlage gegen den FC Basel und anschliessend die Bekanntgabe von der Trennung Alex Freis. Geblieben ist der letzte Tabellenplatz für die Winterpause. Immerhin sind die Abstände zu den nachfolgenden Klubs nicht gross: Zwei Punkte Rückstand sind es auf Sion (9.), drei auf Aarau (8.), fünf zu Vaduz (7.) sowie sechs zu GC (6.). FCL-Präsident Ruedi Stäger ist überzeugt, mit Trainer Markus Babbel im Frühjahr den Klassenerhalt zu schaffen.

Der aus der Finanzwelt stammende Klubchef ist mit 60 Prozent beim FCL angestellt. Derzeit hat Stäger allerdings auch die Aufgaben von Alex Frei zu bewältigen. Wie ersetzt er den Sportchef? Stäger: «Vieles ist mit Alex vorbesprochen und einige Sachen sind aufgegleist. Ausserdem kann ich auf ein gutes Team zählen, wir suchen zusammen nach Lösungen.»

Alex Freis Leute bleiben

Bei dieser Gelegenheit erklärt Stäger auch, dass er weiterhin auf die von Frei geholten Andy Egli (Nachwuchschef), Remo Gaugler (Chef-Scout und Assistenztrainer), Benjamin Huggel (U 16-Trainer) und Christian Schmidt (Konditionstrainer) zählt. Über das Gerücht im Zürcher «Tagesanzeiger», wonach Egli nach dem Abgang von Frei ebenfalls den FCL verlässt, sagt Stäger: «Es würde mich erstaunen, wenn Andy Egli oder ein anderer aufgibt. Wir haben keinen Scherbenhaufen, sondern die richtigen Leute auf verschiedenen Positionen.» Die Kontinuität müsse gewährleistet bleiben, die eingeschlagene Philosophie würden sie fortsetzen wollen.

Vertrauen in Trainer Babbel

Dazu gehört auch der Cheftrainer Markus Babbel. Obwohl der Deutsche mit acht Punkten aus sieben Spielen sowie dem Cup-Aus im Achtelfinal gegen Aarau eine durchzogene Bilanz aufweist, ist es für Stäger selbstverständlich, an Babbel festzuhalten. «Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Mannschaft bei einem überzeugenden Start relativ schnell hinten rauskommen. Die individuellen Fehler müssen wir abstellen, dann wird das Team im Frühling ein anderes Gesicht zeigen. Auch die Fachleute sagen das.» Neue arrivierte Spieler hole der FCL wohl nur, wenn es in der Winterpause Abgänge gibt. Sicher ist, dass die beiden eigenen Nachwuchsleute Nicolas Haas und Omar Thali ab Anfang Januar zu den Profis stossen.

Stäger selber muss nun den Mann für die wichtigste Position neben sich im Verein suchen. Er arbeitet unter Hochdruck daran, aber der Zeitdruck dürfe ihn nicht zu einem Entscheid zwingen. Spätestens zum Rückrundenstart Anfang Februar 2015 will er den neuen Sportchef präsentieren. «Der neue Mann muss passen, ich will keinen Fehler machen», betont Stäger.

Namensliste und Kriterien

Stäger sagt, er habe noch mit keinem Kandidaten gesprochen. Er erstelle die Longlist und das Anforderungsprofil sei klar. «Reden will ich mit denen, die möglichst viele Kriterien erfüllen.» Die detaillierten Kriterien will er nicht bekanntgeben. Mit Frei hat Stäger übrigens gemäss eigenen Angaben hervorragend harmoniert. Sie seien in den letzten Wochen im intensiven Austausch zu dem gemeinsamen Entscheid gekommen, die Zusammenarbeit zu beenden. «Darauf hatten die Medienberichte keinen Einfluss.» Wenn er den neuen Sportchef noch vor dem Rückrundenstart präsentieren könne, wäre dies ein wichtiges Zeichen.

Andermatt und Hakan Yakin?

Über Namen wollte Stäger nicht sprechen. Doch vieles deutet darauf hin, dass Martin Andermatt (53) ein vielversprechender Kandidat sein könnte. Der frühere Bundesliga-Trainer von Eintracht Frankfurt und Ulm ist ein Zentralschweizer und lebt im Kanton Zug. Derzeit ist er Cheftrainer bei Zug 94 in der 1. Liga, er trainierte früher YB, Aarau und Bellinzona in der Super League. Schon bei der Suche des Nachfolgers für Trainer Carlos Bernegger war er fast bis zum Schluss im Rennen. Gemäss Gerüchten würde Andermatt den früheren FCL-Regisseur Hakan Yakin in den Trainerstaff mitnehmen. Dank dem Spielerberater Donato Blasucci könnte auch ein Spielertausch Moreno Costanzo von YB mit FCL-Spieler Adrian Winter im Januar möglich sein.

Kaenzig sagt definitiv ab

Während Ilja Kaenzig am Sonntagvormittag mitteilte, «dass ich es definitiv nicht mache», sind Dragan Rapic, Rolf Fringer und Andres Gerber weiterhin Namen, die auf der Shortlist von Stäger sein müssten. Gerade Gerber hat am Sonntag mit dem FC Thun beim 2:1-Heimsieg über den FC Zürich wieder ein Ausrufezeichen gesetzt. Allerdings hat der Berner bei Thun noch einen gültigen Vertrag bis 2016.

Daniel Wyrsch

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