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FUSSBALL: Stahel: «Wir sind alle unzufrieden»

Der FC Luzern trifft morgen (17.45) auswärts auf den FC Vaduz und Ex-Captain Florian Stahel (30). Dieser hofft nach zwei 0:4-Pleiten wieder auf kompakte Liechtensteiner.
Vaduz-Verteidiger Florian Stahel (vorne), hier gegen Aaraus Petar Sliskovic, fordert mehr Kompaktheit in der Abwehr. (Bild: Keystone)

Vaduz-Verteidiger Florian Stahel (vorne), hier gegen Aaraus Petar Sliskovic, fordert mehr Kompaktheit in der Abwehr. (Bild: Keystone)

Daniel Wyrsch

Florian Stahel (30) gehörte ab Sommer 2011 zu den Leistungsträgern beim FC Luzern, zu dem er als dreifacher Meister von seinem Stammklub FC Zürich gewechselt hatte. In der Liga wurde der Innenverteidiger mit dem FCL 2012 Zweiter, als Captain führte er die Innerschweizer in den Cupfinal im Berner Stade de Suisse. Die weiteren zwei Jahre in Luzern verliefen für ihn wie für den Klub turbulent. Ende der letzten Saison wollte der damalige FCL-Sportchef Alex Frei nicht mit Stahel verlängern. Später, nach massiven Problemen in der Innenverteidigung, bereute Frei seinen Entscheid. Stahel hätte er behalten sollen, gab Frei zu.

Drei Niederlagen, 1:11-Tore

Stahel ist seit Anfang dieser Saison Abwehrchef beim Aufsteiger FC Vaduz. Er hat einen Vertrag bis 2016. Die Liechtensteiner sind auf gutem Weg, den Klassenerhalt in der Super League zu schaffen. Vier Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung auf das Schlusslicht FC Aarau sechs Punkte. Trotzdem: Die Vaduzer haben die letzten drei Spiele mit einem Gesamtskore von 1:11 verloren. Gegen den FCL muss sich das Team von Giorgio Contini klar steigern.

Florian Stahel, herzliche Gratulation zum 5:0-Sieg im Liechtensteiner Cupfinal gegen Drittligist Triesenberg.

Florian Stahel: Danke, dieser Pokal ist wichtig für uns Spieler und den Klub, denn damit sind wir in der Qualifikation zur Europa League dabei. Wir gewannen souverän, auch wenn wir nicht brillierten.

Als Aufsteiger ohne grosse finanzielle Mittel war es für Vaduz lange eine gute Saison, bis vor kurzem hat Vaduz im Schnitt einen Punkt pro Spiel geholt. Doch zuletzt sind einige Probleme aufgetaucht. Warum steckt Ihr Team im Abwärtstrend?

Stahel: Die letzten drei Partien waren schwierig, wir mussten elf Gegentore hinnehmen, das ist zu viel unabhängig von den drei Niederlagen. Thun schoss gegen uns drei Treffer aus stehenden Bällen, weil wir zu wenig nahe bei den Gegenspielern standen. In Sion sind wir am Schluss mit einem Mann weniger eingebrochen, das dritte und vierte Gegentor wäre zu verhindern gewesen.

Vaduz unterlag zuletzt zu Hause gegen Basel mit 1:3, aber schmerzhafter waren die von Ihnen erwähnten folgenden 0:4-Niederlagen in Thun und Sion. Kommt jetzt zum Vorschein, dass die Breite im Kader fehlt?

Stahel: Nein, wir sind 25 Mann, alle Spieler sind unzufrieden mit den letzten Leistungen. Ein Ziel haben wir mit dem Cupsieg erreicht, das zweite gesteckte Saisonziel ist der Ligaerhalt. Im Finish der letzten vier Spiele wollen wir den Klassenerhalt sichern. Obwohl uns der gesperrte Philipp Muntwiler am Samstag im defensiven Mittelfeld fehlt, hoffen wir, gegen Luzern unsere Kompaktheit in der Abwehr wieder zu finden.

Ohne Sie, weil Sie gesperrt waren, verlor Vaduz vor zwei Monaten unverdient 0:2 in Luzern. Jetzt herrscht eine ganz andere Ausgangslage vor dem Match in Vaduz: Der FCL ist alle Abstiegssorgen los, er hat eine starke Phase mit fünf Spielen, 13 Punkten und 16 geschossenen Toren hinter sich und er schielt nach Europa. Ist der Respekt gross vor diesem Gegner?

Stahel: Wir haben vor jedem Gegner Respekt. Die Luzerner haben wir auf Video studiert, es ist die gleiche Mannschaft wie in der Vorrunde. Die Resultate haben wir zur Kenntnis genommen. Mit einer soliden, kämpferischen Leistung wollen wir gegen Luzern punkten.

Trotzdem: Das Beispiel der Luzerner zeigt einmal mehr, wie entscheidend der mentale Bereich ist.

Stahel: Wenn man vor Selbstvertrauen strotzt, geht manchmal vieles einfacher im Fussball.

Dem Ziel Ligaerhalt könnte Vaduz mit einem Heimsieg über den FCL einen grossen Schritt näherkommen. Oder lädt der Sechs-Punkte-Vorsprung gegenüber dem letztplatzierten FC Aarau Vaduz eher zum Sammeln von Zähler um Zähler ein?

Stahel: Wir gehen in jeden Match rein, um drei Punkte zu gewinnen. Je nach Spielverlauf ist dies möglich, oder man ist am Ende froh, wenn es ein Unentschieden gibt. Doch prinzipiell spielen wir auf Sieg auch gegen meinen Ex-Klub Luzern.

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