FUSSBALL: Starker FCL löst Europa-League-Ticket

Mit einer beeindruckenden Leistung besiegte der FC Luzern Thun mit 3:0. Winter, Wiss und Mikari schossen die Tore. Damit sichert sich der FCL einen Platz in der Europa-League.

Sara Häusermann
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Adrian Winter bejubelt sein Tor zum 1:0. (Bild: Philipp Schmidli)

Adrian Winter bejubelt sein Tor zum 1:0. (Bild: Philipp Schmidli)

Das Stadion feiert seine Mannschaft, das Stadion feiert den abtretenden Michel Renggli, das Stadion feiert den Einzug in die Europa-League. Wunderbare blau-weisse Bilder nach dem Schlusspfiff. Gleich mit 3:0 schlägt ein bärenstarker FC Luzern den Gast aus Thun. Dabei hatte Thun die wesentlich bessere Ausgangslage. Bereits ein Unentschieden hätte dem FCT gereicht um nächste Saison wieder europäisch spielen zu können. Doch der FC Luzern wirkte von der ersten Sekunde an wild entschlossen, gegen die Thuner einen Sieg einzufahren. Den entscheidenden Sieg.

Luzerns Yassin Mikari (mitte) feiert mit Adrian Winter (links) das 3:0. (Bild: Philipp Schmidli)
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Luzerns Dimitar Rangelov verabschiedet sich von den Fans. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Tomislav Puljic verabschiedet sich von den Fans. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Michel Renggli feiert mit zwei seiner Kinder sein Karriereende. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Trainer Carlos Bernegger feiert mit seinen Kindern nach Spielende. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Dimitar Rangelov verabschiedet sich von den Fans. (Bild: Philipp Schmidli)
Mannschaftsbetreuer Peter Fleischli wird zum Abschied von Yassin Mikari geküsst. (Bild: Philipp Schmidli)
Die FCL-Spieler bedanken sich bei den Fans für die Unterstützung. (Bild: Keystone)
Auf die Knie: Spieler verabschieden sich von den Fans. (Bild: Keystone)
Der Luzerner Sportchef Alex Frei ist offensichtlich zufrieden. (Bild: Keystone)
Luzerns Jahmir Hyka feiert nach Spielende. (Bild: Philipp Schmidli)
Die Mannschaft feiert das 3:0. (Bild: Philipp Schmidli)
Bild: Keystone
Bild: Philipp Schmidli
Luzerns Adrian Winter (rechts) gegen Thuns Dennis Hediger. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Yassin Mikari (links) gegen Thuns Enrico Schirinzi. (Bild: Philipp Schmidli)
Die Luzerner Alain Wiss, links, und Florian Stahel steigen hoch. Der Verteidiger Stahel verlässt den FCL nach dieser Saison. (Bild: Keystone)
Luzerns Remo Freuler (mitte) gegen Thuns Dennis Hediger. (Bild: Philipp Schmidli)
Adrian Winter jubelt nach seinem Treffer zum 1:0. (Bild: Keystone)
Yassin Mikari trifft zum 3:0. (Bild: Keystone)
Yassin Mikari, hinten, und Torschütze Alain Wiss bejubeln ihre gelungene Kombination zum 2:0. (Bild: Keystone)
Adrian Winter trifft zum 1:0. (Bild: Keystone)
Alain Wiss vom FC Luzern köpfelt ein zum Stand von 2:0. (Bild: Keystone)
Die Luzerner Yassin Mikari, Mitte links, und Torschütze Alain Wiss, Mitte rechts, jubeln nach dem 2:0. (Bild: Keystone)
Alain Wiss kämpft gegen Sekou Junior Sanogo, hinten, und Andres Wittwer. (Bild: Keystone)
Adrian Winter vom FCL gegen Michael Siegfried, links, und Benjamin Lüthi. (Bild: Keystone)
Marco Schneuwly vom FC Thun, der nächste Saison für den FC Luzern Tore schiessen soll, nimmt schon mal auf der Tribüne Platz. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
Gölä vor dem Spiel mit dem Bike auf dem Feld. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Dimitar Rangelov (mitte) wird von Sportchef Alex Frei (links) und Präsident Rudolf Stäger (rechts) verabschiedet. (Bild: Philipp Schmidli)
Tomislav Puljic, links, wird von Luzern-Präsident Rudolf Stäger und Sportchef Alex Frei vor dem Spiel verabschiedet. (Bild: Keystone)

Luzerns Yassin Mikari (mitte) feiert mit Adrian Winter (links) das 3:0. (Bild: Philipp Schmidli)

Zwei Tore schon vor der Pause

Der FC Luzern machte von Beginn weg das Spiel - ohne jedoch überlegen zu wirken. Die Mannschaften waren sich, der Tabellenlage entsprechend, ebenbürtig. Die grössten Chancen in der Startphase gehörten aber dennoch dem FC Thun. Sadik scheiterte an Zibung und Schneuwly etwas später an der FCL-Verteidigung. Zählbares brachten die Thuner allerdings nicht zustande. Dafür aber der FCL: Lustenberger, symbolisch für die ganze Mannschaft, kämpft und rackert. Erobert sich so einen Ball tief in der Thuner Hälfte zurück. Neziraj schnappt sich das Leder und legt mit grosser Übersicht nach rechts aussen, wo Winter angebraust kommt und das Leder ins Thuner Tor hämmert.

Nur drei Minuten später bebte das Stadion erneut. Der FCL jubelte über das 2:0. Und die Entstehung dieses Treffers war ganz grosses Kino. Mit einem guten langen Ball auf Mikari hebelt Sarr in einem Konter beinahe die gesamte Thuner Abwehr aus. Mikari bringt den Ball schliesslich scharf und hoch zur Mitte. Dort kommt Alain Wiss wortwörtlich angeflogen und köpft ein zum 2:0. Und das noch vor dem Pausenpfiff. Für den FC Luzern lief es wie am Schnürchen.

Konzentriert, kämpferisch - und erfolgreich

Die Luzerner machten nach der Halbzeitpause genau so weiter, wie sie davor aufgehört hatten. Der FCL überzeugte in jeglicher Hinsicht. Hinten stand man konzentriert, im Mittelfeld gewann man viele Zweikämpfe und in der Spitze erarbeitete man sich immer wieder gute Chancen. Inzwischen wurde es auch auf dem Platz emotional. Es wurde munter gewechselt und der Schiedsrichter zückte einige gelbe Karten. Schliesslich sogar Rot - und zwar für Thuns Sanogo. Er hatte Stahel rüde niedergestochen und sah dafür verdient die direkt rote Karte.

Der FCL besann sich in dieser Phase auf sein eigenes Spiel. Dies mit Erfolg. In der 80. Minute schlug es erneut ein hinter Faivre. Winter hatte sich einen verloren Ball wieder zurückerkämpft. Im letzten Moment sah er Mikari, der in der Mitte völlig frei stand. Dorthin spielte er den Ball und Mikari machte ganz cool das 3:0 für den FC Luzern. Damit war die Sache gegessen. Die Fans im Stadion feierten den Einzug in die Europa-League.

Emotionale Abschiede

Nicht nur im Bezug auf den Match ging es an diesem Matchtag emotional zu und her. Schon vor dem Spiel waren einige den Tränen nahe. Wüthrich, Puljic und Rangelov wurden verabschiedet. Dimitar Rangelov wurde von den Fans so gefeiert, dass er seine Tränen kaum mehr verbergen konnte. In der 88. Minute dann ähnliche Szenen. Carlos Bernegger ermöglichte seinem Captain Michel Renggli einen gebührenden Abschied. Als er das Spielfeld verlassen muss steht das ganze Stadion auf und applaudiert. Hühnerhautatmosphäre, die auch Michel Renggli sichtlich nahe ging.

Somit geht für den FCL eine turbulente Saison zu Ende. In Luzern kann man sich nach diesem 3:0-Sieg gegen Thun auf die Europa-League freuen. Pausiert wird nicht lange. Bereits am 12. Juni beginnt für die Mannschaft wieder der Trainingsbetrieb, am 17. und 24. Juli finden die Europa-League-Spiele statt.

FC Luzern  - FC Thun 3:0 (2:0)

swissporarena. - 11'838 Zuschauer. - Schiedsrichter Alain Bieri.

FC Luzern: Zibung; Sarr, Stahel, Affolter, Lustenberger; Renggli (88. Kryeziu); Winter, Wiss (83. Bozanic), Freuler, Mikari; Neziraj (59. Thiesson).

FC Thun:Faivre; Lüthi (56. Nikci), Schenkel, Siegfried, Schirinzi; Hediger, Sanogo; Ch. Schneuwly (56. Ferreira), Zuffi (70. Cassio), Wittwer; Sadik.

Tore:39. 1:0 Winter (Neziraj), 43. 2:0 Wiss (Mikari, Sarr), 80. Mikari (Winter, Affolter).

Verwarnungen:65. Wiss und Schirinzi (Unsportlichkeit), 70. Siegfried (Notbremse), 84. Sadik (Foul), 89. Nikci (Foul).

Ausschluss: 66. Sanogo (Foul).

Bemerkungen: Luzern ohne Rangelov, Puljic, Hyka, Hochstrasser, Slikovic, Lezcano (alle verletzt) und Wüthrich (nicht im Aufgebot); Verabschiedung vor dem Spiel von Peter Fleischli (Teambetreuer), Christian Brand (U21 Trainer), Dimitar Rangelov, Florian Stahel und Michel Renggli, Thun ohne M. Schneuwly (gesperrt).