Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FUSSBALL: Stefan Knezevic ist ein Mann mit Biss und Emotionen

Wenn der FC Luzern am Sonntag (16 Uhr, SRF zwei) zu Hause den FC Thun empfängt, bestreitet Stefan Knezevic sein 20. Ligaspiel. Der zweikampfstarke Verteidiger stellt sich auf einen intensiven Match ein.
Daniel Wyrsch
Einsatzfreudig: Stefan Knezevic (links) gegen Basels Ricky van Wolfswinkel. (Bild: Keystone (Basel, 27. Januar 2018))

Einsatzfreudig: Stefan Knezevic (links) gegen Basels Ricky van Wolfswinkel. (Bild: Keystone (Basel, 27. Januar 2018))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Stefan Knezevic gehört zu dieser Generation junger Spieler, die den FC Luzern wieder sympathisch macht. Die «jungen Wilden» sind in der Zusammenarbeit mit dem Ex-U21-Trainer Gerardo Seoane das grösste Kapital, das der nach wie vor abstiegsbedrohte Verein besitzt.

Innenverteidiger Knezevic will durch Taten auf dem Platz auffallen. Daneben ist der 21-jährige Hochdorfer ein freundlicher und eher ruhiger Zeitgenosse, der Humor hat und auch mal herzhaft lachen kann.

Applaus nach Platzverweis von der Haupttribüne

Doch zum Spassmachen war es Knezevic nach dem letzten Match vor der Winterpause nicht zu Mute. Der 1,87 Meter grosse Abwehrmann hatte im Heimspiel gegen den Leader Young Boys (2:4-Niederlage) in den Schlussminuten zwei gelbe Karten geholt. Zuerst beklagte er sich über einen Freistosspfiff des Schiedsrichters zu lautstark (89.), ehe er in der 93. Minute nach einem Foul gegen den durchgebrochenen Jean-Pierre Nsame die Ampelkarte sah und das Feld verlassen musste. Danach geschah ­Bemerkenswertes: Trotz des Platzverweises bekam Knezevic beim Verlassen des Rasens vom sonst meist zurückhaltenden ­Publikum auf der Haupttribüne einen anerkennenden Applaus für seine Gesamtleistung.

Doch diese Anerkennung vermochte den Schweiz-Serben nicht so recht zu trösten. «Ich hatte mich sehr aufgeregt, denn mir war sofort klar, dass ich beim ersten Spiel des neuen Jahres gesperrt sein würde.» Auch in den ersten Ferientagen konnte Knezevic die unnötige gelb-rote Karte nicht sofort ad acta legen. «Es hat einige schlaflose Nächte gegeben», erzählt der Jungprofi.

Mit dem neuen Trainer Seo­ane, der Anfang Januar nach der Trennung von Markus Babbel das Team übernommen hat, besprach er die unangenehme Si­tuation. Der umsichtige Coach schaute voraus, verlangte von Knezevic, sich so vorzubereiten, als ob er im ersten Match parat sein müsste. An diese Vorgabe hielt sich der fleissige Profi. Darum war er im dritten Spiel nach der Winterpause, am letzten Sonntag beim FC Zürich (1:1), «in fittem Zustand, aggressiv und zweikampfstark zurückgekehrt», wie Seoane konstatiert hat.

Seoane will nicht elf Lämmchen auf dem Platz

Zu den Fehlern von Knezevic, die zur Sperre führten, sagt Seoane: «Stefan ist ein emotionaler Spieler. Eine Schwäche kann aber auch zur Stärke werden. Wir wollen sicher nicht elf Lämmchen auf dem Platz.» Wichtig sei nun, dass sich der Abwehrmann in emotionalen Momenten nicht aus dem taktischen Konzept bringen lasse. Der FCL-Trainer weiss aus der langen Zusammenarbeit im Nachwuchs, was er an Knezevic hat. Emotionen seien wichtig für Leute mit Führungsqualitäten, sagt Seoane und stellt fest: «Wir haben wenige Spieler wie Stefan im Kader, die wütend werden, wenn wir nicht gewinnen.» Der Coach findet: «Sein Biss tut dem Team gut.»

Auf das 20. Super-League-Spiel von Knezevic darf man gespannt sein. Der Seetaler erwartet Thuner, die zweikampfstark und aggressiv auftreten, wie er das immer tut. Die Intensität dürfte in diesem brisanten Duell gegen den Abstieg hoch sein.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.