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FUSSBALL: Stefan Knezevic tritt ins FCL-Rampenlicht

Stefan Knezevic (20) hat erst zwölf Pflichtspiele für den FC Luzern bestritten. Der ruhige Verteidiger gehörte gegen Osijek zu den Auffälligen im Team – und brennt aufs Startspiel heute (16.00) gegen den FC Lugano.
Daniel Wyrsch
Auch ein Mann fürs Grobe: Stefan Knezevic (am Boden) grätscht hier gegen Benedikt Mioc beim Europa-League-Qualifikationsspiel gegen Osijek. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 20. Juli 2017))

Auch ein Mann fürs Grobe: Stefan Knezevic (am Boden) grätscht hier gegen Benedikt Mioc beim Europa-League-Qualifikationsspiel gegen Osijek. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 20. Juli 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Stefan Knezevic mag nicht grosse Töne spucken. Der 20-Jährige macht am Freitag einen zurückhaltenden Eindruck auf dem Podium im Medienraum. Verständlich, das ist sein erstes Meeting vor versammelter Journaille.

Dabei trat der junge Innenverteidiger am Abend davor erstmals so richtig ins Rampenlicht. Das Rückspiel der 2. Qualifikationsrunde zur Europa League gegen den NK Osijek (2:1) in der Swisspor-Arena war erst sein zwölfter Pflichtmatch für die Profis des FC Luzern. Knezevic war der Chef der vollständig aus einheimischen Spielern bestehenden Abwehr vor Goalie Jonas Omlin (23). Neben ihm im Zentrum spielte Yannick Schmid (22), aussen die Routiniers Christian Schwegler (33) und Claudio Lustenberger (30).

Abstimmungsprobleme in der Verteidigung abstellen

Alle fünf Luzerner erfüllten ihre defensiven Aufgaben bis zur 72. Minute, ehe die Kroaten aus Osijek bei einem Konter ein FCL-Abstimmungsproblem zum entscheidenden Auswärtstor nützten. Während Knezevic und Schmid mit Schwegler vorrückten und auf Abseits spielten, eilte Lustenberger zurück und hob für drei Osijek-Angreifer die Offsideposition auf. Mittelstürmer Muzafer Ejupi traf schliesslich zum 1:2-Endstand aus Sicht der Gäste.

So einfach dürfen sich die Luzerner heute zum Meisterschaftsstart vom FC Lugano nicht ausspielen lassen. Berechtigt ist offensichtlich die Frage, ob die jungen Innenverteidiger bei U21-Coach Gerardo Seoane generell weiter vorgerückt im Raum spielen als im Super-League-Team. Knezevic: «In der ersten Mannschaft spielen wir nicht auf Abseits, aber mit der U21 schon.»

Stefan Knezevic gibt überlegte Antworten. Angesprochen auf die Schläge, die er gegen die Kroaten und besonders vom Osijek-Kosovaren Eros Grezda einstecken musste, sagt der Mann mit elterlichen Wurzeln in Serbien: «Solche Scharmützel gehören zum Fussball, gerade wenn die Stimmung aufgeladen ist wie zu Hause gegen Osijek.» Er stellt klar: «Für mich zählt die Nationalität oder Religion der Spieler nicht.» Anders als FCL-Trainer Markus Babbel, der erneut den frühen Zeitpunkt des Hinspiels in Osijek nach zweieinhalbwöchiger Vorbereitung als Alibi für die dortige 0:2-Niederlage ins Feld führte, verspricht Knezevic vor dem heutigen Heimspiel gegen Lugano: «Drei Tage Wettkampfpause zwischen den Spielen genügen mir, ich bin noch jung und 100 Prozent fit am Sonntag.»

Knezevic verteidigt heute wohl mit Debütant Schulz

Knezevic macht sich auch keine Gedanken, mit wem er gegen Lugano die Innenverteidigung bildet. Er und Schmid machten spielerisch eine gute Figur gegen Osijek. Doch Babbel wird aller Voraussicht heute anstelle von Schmid den ebenfalls erst 22-jährigen Neuzugang Marvin Schulz von Borussia Mönchengladbach in die Startelf beordern. Der Schweiz-Serbe aus dem Seetal hat noch nie mit dem gegen Osijek nicht spielberechtigten Deutschen verteidigt. «Das ist egal, der Trainer macht die Aufstellung», sagt Knezevic.

Den Kopf zerbricht sich der Jungprofi, der als 17-Jähriger mit dem SC Buochs sensationell die Young Boys im Cup eliminierte, auch nicht über den Verband. Noch kein Aufgebot für die U-Nationalteams erhielt er. «Ich würde für die Schweiz spielen. Doch die Trainer laden die Spieler ein.»

Gleich gelassen gibt sich Knezevic, wenn es um die wachsende Konkurrenz beim FCL geht. Er weiss, dass Lucas Alves und der Zuzug aus Thun, Nicolas Schindelholz, bald einsatzfähig sind. Er nimmt die Worte von Babbel zur Kenntnis, wonach er um seinen Platz im Team weiter hartnäckig zu kämpfen hat. «Konkurrenzkampf ist nur leistungsfördernd.»

Stefan Knezevic ist sich bewusst, wenn er eine Zukunft als Profifussballer haben will, dann muss er stets sein Bestes geben. Ob zu Hause oder auswärts gegen Osijek, ob heute gegen Lugano oder nächste Woche in Basel.

Für Luzern ist zu hoffen, dass alle Spieler diese konstante Leistungsbereitschaft in dieser Saison an den Tag legen.

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