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FUSSBALL: Stimmung ist grosse GC-Stärke

GC überrascht positiv: Im Schnitt hat der Tabellenzweite über drei Tore pro Match erzielt. Vor dem Spiel beim FCL erzählt Pierluigi Tami, der heute 54 wird, was sein Team so stark macht.
Interview Daniel Wyrsch, Niederhasli
Guter Tabellenplatz, gute Stimmung im Team: Pierluigi Tami ging gestern bester Laune vom Trainingsplatz in Niederhasli. (Bild: freshfocus/Claudia Minder)

Guter Tabellenplatz, gute Stimmung im Team: Pierluigi Tami ging gestern bester Laune vom Trainingsplatz in Niederhasli. (Bild: freshfocus/Claudia Minder)

Interview Daniel Wyrsch, Niederhasli

Pierluigi Tami, Sie haben vorher stets lächelnd den GC-Spielern Munas Dabbur und Caio zugeschaut, wie sie zusammen Fussballtennis spielten. Die Spieler sind locker drauf, Sie als Trainer verkörpern gute Laune – offenbar ist alles in bester Ordnung bei Ihrem Team. Ist das Ihr aktueller Trumpf?
Pierluigi Tami:
Allgemein ist die momentane Stimmung eine grosse Stärke dieser Mannschaft. In jedem Training herrscht diese tolle Atmosphäre. Klar, heute war es eine Einheit mit viel Spass, den die Spieler beim Fussballtennis verspüren. Es war das erste Training nach der Nationalmannschaftspause, bei dem alle dabei gewesen sind. In den letzten Tagen mussten wir mit zehn Spielern trainieren, weil so viele in A- und U-Nationalmannschaften im Einsatz standen. Mit diesem spielerischen Training wollte ich, dass wir stimmungsmässig sofort wieder zusammenfinden. Am Samstag machen wir das Abschlusstraining – und dann sind wir bereit für das Spiel in Luzern.

Besteht die Gefahr, dass durch den fast zweiwöchigen Wettkampfunterbruch der hervorragende Rhythmus von GC etwas verloren gehen könnte?
Tami:
Ich hoffe nicht, aber klar haben wir jetzt völlig verschiedene Situationen: Es gibt Spieler, die in der Länderspielpause zwei Pflichtspiele bestritten haben, ­andere kamen nicht zum Einsatz und trainierten zudem nicht viel. Ausserdem sind Shani Tarashaj und ein, zwei andere Spieler leicht grippekrank – aber bis Sonntag sollten sie einsatzbereit sein. Ich wünsche mir, dass wir sofort den richtigen Rhythmus finden und das gleiche Niveau wie vor dem Unterbruch zeigen.

Die Ausbeute der GC-Offensive ist für Super-League-Verhältnisse überragend: Tarashaj hat sechs Tore erzielt, Caio und Dabbur je fünf, und Yoric Ravet schoss auch schon vier Treffer. Hat es Sie auch etwas überrascht, dass GC in sieben Spielen 24 Mal getroffen hat?
Tami:
Natürlich haben die Offensivspieler viele Tore geschossen. Aber für mich hat das auch mit dem Zusammenspiel des gesamten Teams zu tun. Ausserdem können wir feststellen, bislang sehr effizient zu sein. Wir brauchen nicht zehn Chancen für ein Tor, die Entschlossenheit im Sechzehner ist gross.

Personell ist der Hauptunterschied zu Ihrer ersten Saison bei GC, dass es jetzt mit Kim Källström einen aussergewöhnlichen, sehr erfahrenen Umschaltspieler im Mittelfeld gibt – und mit Shani Tarashaj ein klubeigener 20-jähriger Spieler hinter den Spitzen brandgefährlich aufspielt.
Tami:
Es gibt viele Veränderungen und Unterschiede, denn 15 Spieler sind weggegangen. Es ist eine ganz neue Mannschaft. Die Stürmer Dabbur, Caio und Ravet sind fast die einzigen Spieler, die geblieben sind. Wir haben ein bisschen unser System gewechselt. Die Mannschaft spielt derzeit wie eine Mannschaft – nicht nur offensiv, sondern nun auch defensiv. Im vorletzten Spiel gegen St. Gallen bekamen wir kein Tor (2:0) und zuletzt gegen YB (3:2) fielen die beiden Gegentore nach stehenden Bällen, als wir die Konzentration etwas verloren hatten. Ich finde, wir sind nun auch defensiv gut organisiert.

Trotzdem hat GC von den Teams auf den Tabellenplätzen eins bis sieben mit 14 Gegentoren statistisch die deutlich anfälligste Abwehr.
Tami:
Zahlenmässig ist das korrekt, doch die Entwicklung zeigt, dass wir uns in der Defensivarbeit verbessert haben. Obwohl man diese Steigerung noch in Zahlen bestätigen muss, bin ich überzeugt, dass wir mittlerweile hinten solid spielen.

Was erwarten Sie von GC am Sonntag (13.45 Uhr) in Luzern?
Tami:
Ich bin gespannt, wie wir uns gegen dieses starke Team schlagen. Nicht zu vergessen ist, dass die Luzerner die letzen beiden Spiele ebenfalls gewonnen haben.

Allerdings spielten die Luzerner im letzten Match in Lugano nicht besonders gut. Sie benötigten viel Glück.
Tami:
Aber sie siegten. Vielleicht haben die Luzerner gegen St. Gallen unverdient verloren, Glück und Pech haben sich also in diesen zwei Partien ausgeglichen. Ich bin sicher, Luzern ist eine gute Prüfung für uns. Besonders auswärts. Letzte Saison haben wir in Luzern unser wohl schlechtestes Spiel der Rückrunde gespielt – 0:2. Das Team von damals ist jedoch nicht mit der jetzigen Mannschaft zu vergleichen. Zudem sind wir jünger geworden.

Sie sagten zu Saisonbeginn, dass Sie lieber 5:3 als 1:0 gewinnen. Auch FCL-Trainer Markus Babbel sucht mit seiner Mannschaft gerne den Abschluss. Dürfen die Matchbesucher am Sonntag in Luzern ein Spektakel erwarten?
Tami:
Wenn zwei offensive Mannschaften gegeneinander spielen, ist das Resultat normalerweise ein 0:0. Unsere Philosophie ist, offensiv zu spielen und Tore zu schiessen. Wir gehen nach Luzern, um drei Punkte zu holen. Aber selbstverständlich müssen wir einen grossen Respekt haben, denn uns gegenüber steht eine sehr starke Mannschaft. Vor allem vorne hat sie zwei wichtige Spieler mit Dario Lezcano und Marco Schneuwly. Sehr gute Leute. Man kann sagen, die zwei besten Stürmer, die in der Schweiz spielen.

Wobei Schneuwly seit seinem Tor zum Auftakt gegen Sion nicht mehr traf.
Tami:
Ich habe nicht vergessen, dass Schneuwly vor unserem letzten Spiel in Luzern nicht in Form gewesen war. Dann hat er die beiden Tore zum 2:0-Sieg gegen uns erzielt. Schneuwly muss man wie Lezcano immer auf der Rechnung haben.

Wie man auch immer mit Caio, Dabbur und Tarashaj rechnen muss. Torgefährliche Stürmer tun der Liga gut.
Tami:
Es geht zwar nicht immer, aber wir müssen versuchen, den Zuschauern ­viele Torszenen und Emotionen zu zeigen.

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