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FUSSBALL: Tomi Juric: «Ich brauche noch Anlaufzeit»

Stürmer Tomi Juric ersetzt beim FC Luzern Michael Frey, der zu den Young Boys zurückgekehrt ist. Der 24-Jährige Juric ist der Empfehlung eines Ex-Luzerners gefolgt.
Daniel Wyrsch
Tomi Juric lief am Samstag gegen Schalke 04 zum ersten Mal im Trikot des FC Luzern auf. (Bild: Freshfocus/Martin Meienberger)

Tomi Juric lief am Samstag gegen Schalke 04 zum ersten Mal im Trikot des FC Luzern auf. (Bild: Freshfocus/Martin Meienberger)

Daniel Wyrsch

Tomi Juric musste sich in den letzten Wochen in Geduld üben. Die Arbeitserlaubnis des australisch-kroatischen Doppelbürgers liess auf sich warten. Nun sollte für den neuen Stürmer des FC Luzern endlich alles geregelt sein. Letzten Samstag beim 4:2-Sieg im Testspiel gegen Schalke 04 durfte Juric, der am Freitag seinen 25. Geburtstag feiert, endlich spielen. «Das war mein erster Match nach zwei Monaten», erzählt Juric. Seinen FCL-Einstand gab er in den letzten 30 Minuten. Dabei kam der 1,90 Meter lange Mittelstürmer zu drei grossen Chancen. «Ich will keine Ausreden suchen, weshalb ich keine Möglichkeit verwertete. Aber ich bin sicher, dass vieles von selber kommt, wenn ich im Spielrhythmus bin.»

Erste Gespräche vor einem Jahr

Juric hatte schon vor einem Jahr lose Gespräche mit Luzern geführt. «Ich denke, es war damals noch nicht der richtige Zeitpunkt, hierher zu wechseln. Jetzt dagegen ist der perfekte Moment.»

Letzten Sommer ging er dann zu Roda Kerkrade. Der Aufsteiger der holländischen Ehrendivision kämpfte verbissen gegen den sofortigen Abstieg aus dem Oberhaus. «Ich wollte dem Klub helfen, sich oben zu etablieren.» Das Ziel wurde schliesslich erreicht, in 20 Pflichtspielen schoss Juric sieben Tore und gab zwei Assists. Dennoch war er froh, bot ihm Luzern eine neue Herausforderung. «Ich musste feststellen, dass meine Karriere etwas ins Stocken geraten war.»

Der 15-fache australische Nationalspieler wuchs in Sydney auf. Er schwärmt von seiner Heimat: «Ein wunderschöner Ort.» In der Stadt mit den tollen Stränden und Buchten lernte er Fussball spielen. Knapp 16-jährig zog er nach Zagreb in die Heimat seiner kroatischen Eltern. Er bestritt je eine Saison bei Croatia Sesvete und für Lokomotiva Zagreb. Den langjährigen FCL-Innenverteidiger Tomislav Puljic (33), der ebenfalls eine Vergangenheit bei Lokomotiva hat, lernte Juric erst in Luzern kennen. «Tomislav war schon eine Saison weg, als ich dorthin kam.»

Bozanic schwärmte von Luzern

Nach einer dritten Saison in Kroatien für Inter Zapresic entschied sich Juric im Februar 2013, nach Australien zurückzukehren. Zunächst stand er wenige Monate bei Adelaide United unter Vertrag, ehe er bei den Western Sydney Wanderers seine bisher längste und torreichste Station als Profi erlebte. In zwei Saisons absolvierte er 33 Ligaspiele, in denen ihm zwölf Treffer gelangen.

Den Ex-Luzerner Oliver Bozanic (27) kennt Juric aus der Nationalmannschaft. «Er gab mir einige gute Ratschläge und Informationen über Luzern.» Auch Hinweise über Negatives? Nein, es sollen alles gute Dinge gewesen sein, wie Juric versichert. Er zählt auf: «Er sagte mir, dass die Region schön, der Klub gut geführt sei, alle im Team hart arbeiten und die Atmosphäre ausgezeichnet sei.»

Als seine grösste Stärke im Fussball sieht er die Einstellung. «Ich gebe immer 100 Prozent. Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste.» Der robust wirkende Juric geht zudem lange Wege und sucht den direkten Weg Richtung Tor. FCL-Sportkoordinator Remo Gaugler findet Parallelen zwischen Ex-FCL-Stürmer Michael Frey und Tomi Juric. «Nur ein Punkt ist anders: Tomi geht viel öfter in den Strafraum.»

Bei Schmidt gut aufgehoben

Ganz wichtig sei ihm, bald seine körperliche Bestverfassung zu erreichen, sagt Juric. «In den letzten Jahren war das nicht immer der Fall.» Bei Konditionstrainer Christian Schmidt («ein positiv Verrückter») und dem gesamten Staff fühlt er sich bestens aufgehoben.

Juric weiss, dass er beim Startspiel am Samstag (17.45) in Lugano kaum von Anfang an spielt. «Ich brauche noch etwas Anlaufzeit.» Er ist nicht der Meinung, dass er hinter Marco Schneuwly und Cedric Itten (von Basel) die Nummer 3 der Luzern-Stürmer sei. «Im Fussball weisst du nie, wer die Nummer 1, 2 oder 3 ist. Man muss bereit sein, wenn die Chance kommt.» Da hat er Recht: Die Hierarchie kann sich schnell verändern.

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