FUSSBALL: Tomi Juric präsentiert sich am Confed-Cup

Während der Rückrunde wurde immer offensichtlicher, dass FCL-Trainer Markus Babbel nicht mehr auf das Sturmduo Marco Schneuwly/Tomi Juric setzt. Der Australier schoss schliesslich mehr Tore im zweiten Teil der Saison als Schneuwly.

Daniel Wyrsch
Merken
Drucken
Teilen
FCL-Stürmer Tomi Juric (vorne) erzielte in der Rückrunde fünf Tore. (Bild: Andy Mueller/Freshfocus (Lugano, 2. Juni 2017))

FCL-Stürmer Tomi Juric (vorne) erzielte in der Rückrunde fünf Tore. (Bild: Andy Mueller/Freshfocus (Lugano, 2. Juni 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Marco Schneuwly (32) und Tomi Juric (25) sind beide echte Strafraumstürmer. Das hatte man beim FC Luzern schon zu Beginn der am Freitag zu Ende gegangenen Saison gewusst. Trotzdem versuchte Trainer Markus Babbel, die beiden immer wieder im Duo angreifen zu lassen. Meistens ohne Erfolg.

Den letzten grossen Auftritt in der Zweckgemeinschaft hatten Schneuwly und Juric Anfang April im Cup-Halbfinal in Sion. Doch weder Schneuwly noch Juric vermochte seine Topchancen zu nutzen. Nach einem 0:0 über 120 Minuten schied Luzern im Penaltyschiessen aus. Wochen zuvor hatte Juric beim 1:1 in St. Gallen getroffen. Kaum jemandem war aufgefallen, dass der Freiburger das Tor des australisch-kroatischen Doppelbürgers nicht bejubelt hatte. Schneuwly verriet damit seine Unzufriedenheit.

Später sickerte durch, dass der frühere YB- und Thun-Profi und sein Bruder Christian von den Gesprächen mit dem FCL über das Angebot für eine vorzeitige Vertragsverlängerung ab 2018 enttäuscht waren. Massiv weniger Lohn bietet Luzern den beiden an. Für den 32-jährigen Marco Schneuwly wahrscheinlich das Zeichen, ein Angebot von Lugano oder GC anzunehmen. Für den FCL hat er in drei Saisons 47 Ligatore geschossen, damit war er die Lebensversicherung.

Juric würde eine Millionenablöse in die leere FCL-Kasse spülen

Mit Juric (5 Tore) hat in der Rückrunde erstmals ein FCL-Teamkollege mehr Treffer in einer Halbsaison erzielt als Schneuwly (4). Doch beide könnten im Sommer weg sein. Babbel ist klar: Wenn sich Juric am Confed-Cup in Russland (ab 17. Juni) gut präsentiert, «dann verlässt er uns». Australiens Gruppengegner sind Deutschland, Chile und Kamerun. Immerhin würde Juric dem FCL eine Millionenablöse bringen. Schon im Winter wäre Reading bereit gewesen, 2,5 Millionen Franken für ihn zu zahlen.