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FUSSBALL: Tomislav Puljic stärkt seine Position als Teamleader

Tomislav Puljic (32) hat ein verrücktes Jahr hinter sich: Zuerst überraschte seine Rückkehr nach Luzern, dann verletzte er sich schwer – und nun ist er der neue Captain.
FCL-Innenverteidiger Tomislav Puljic. (Bild: Keystone/Dominik Baur)

FCL-Innenverteidiger Tomislav Puljic. (Bild: Keystone/Dominik Baur)

Daniel Wyrsch

Der Fussball schreibt verrückte Geschichten. Tomislav Puljic ist der neue FCL-Captain, nachdem der bisherige Amtsträger Claudio Lustenberger (28) von Trainer Markus Babbel auf die Ersatzbank verbannt wurde. Dabei hatte Puljic im Sommer 2014 keinen Job mehr in Luzern. Vom damaligen FCL-Sportchef Alex Frei (36) wurde er aussortiert. Nach einem halben Jahr in der Heimat Kroatien holte Freis Nachfolger Rolf Fringer (58) im Januar Puljic zurück. Ein Schritt, der sich für die am Tabellenende stehenden Luzerner sofort bezahlt machte. Der 1,92 Meter grosse Innenverteidiger kehrte nämlich topfit zurück. Schon im ersten Rückrundenspiel traf er mit dem Kopf zum späten 1:1-Endstand gegen die Young Boys. Puljic brachte mit seiner Präsenz und Einsatzbereitschaft auch den Mitspielern die Sicherheit in der Defensive zurück. Der Auftakt mit dem neuen und alten Abwehrchef gelang, so war der Grundstein für die überragende Luzerner Rückrunde (von Platz 10 auf 5) gelegt.

Puljic vollendete zudem das familiäre Glück: Ehefrau Ana gebar auch das dritte Kind in Luzern. Auf dem Platz aber hatte er erstmals Pech mit einer langwierigen Sprunggelenk-Verletzung, die er auf dem Thuner Kunstrasen erlitt. Vier Monaten Wettkampfpause bedurfte der Wiederaufbau bis zu seinem zweiten Comeback im Jahr 2015.

Die Wertschätzung von Babbel

14 Spiele sind es nun in der Vorrunde geworden. Die letzten 13 Ligapartien stand Puljic wieder wie gewohnt in der Startelf. Mit der Spielpraxis kam die Topverfassung zurück. Nach der einzigen Niederlage aus den letzten vier Pflichtspielen stellte Babbel in Basel, wo Puljic gesperrt war, fest: «Puljic hat uns natürlich gefehlt. Er ist in einer sehr guten Form, seine Absenz hat uns wehgetan. » Mit seinem Lob ging der Deutsche noch weiter: «Ich habe das Gefühl, dass die Spieler mit ihm an der Seite einen Tick mehr Sicherheit haben.» Eine grössere Wertschätzung des Trainers kann es für einen Profi fast nicht geben. Es gibt sicher elegantere, filigranere Verteidiger als den kräftigen Hünen aus der kroatischen Hafenstadt Zadar. Aber Puljic hat eine «Wasserverdrängung», die man beim FCL wahrscheinlich erst einmal zuvor – beim ehemaligen Innenverteidiger René van Eck – gesehen hat.

Er steht für den Zusammenhalt

Nicht zu unterschätzen ist auch, dass Puljic in der Gruppe ein hohes Ansehen geniesst. Der bald 33-Jährige sorgt für den enorm wichtigen Kitt in der Mannschaft. Er verbindet konstante Leistungen auf dem Platz mit Leaderqualitäten auch ausserhalb. Puljic geniesst nun die Ferien mit der Familie während der Festtage. Am 4. Januar beginnt die Vorbereitung auf die Rückrunde, in der für den FCL vieles möglich ist. Das Team ist Vierter und steht im Cup-Halbfinal gegen Lugano.

Torhüter: David Zibung, Note 4,5

Strahlte meist Sicherheit aus, über weite Strecken ein Rückhalt. Allerdings war der Goalie oft auf Schüsse aus der Distanz anfällig.

18 Spiele, 18-mal in Startelf, 1620 Minuten. 0 Tore/0 Assists. 1 gehaltener Penalty.

(Bild: Philipp Schmidli)

Verteidigung: Sally Sarr, Note 4,5

Der Franzose ist der FCL-Pechvogel der Vorrunde gewesen: Nach vier Runden erlitt er einen Wadenbeinbruch. Er will im Frühling zurück in die Stammelf.

4 Spiele, 4-mal in Startelf, 331 Minuten. 0 Tore/0 Assists.

(Bild: Philipp Schmidli)

Sebastian Schachten, Note 4,5

Mit einer Muskelverletzung zum FCL gekommen, hat er sich zusehends gesteigert. Ein erfahrener Profi, der sich im Verein auch persönlich sehr einbringt.

11 Spiele, 9-mal in Startelf, 751 Minuten. 1 Tor/2 Assists.

(Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)

François Affolter, Note 4

Lange hatte er recht solide agiert. Mit zurückkehrender Konkurrenz im Nacken wurde er wieder fehleranfällig. In der Abwehr ist das ein Handicap.

18 Spiele, 17-mal in Startelf, 1530 Minuten. 1 Tor/0 Assists.

(Bild: Philipp Schmidli)

Claudio Lustenberger, Note 3,5

Zuerst machte ihm die Sommerhitze Probleme, nur langsam kam er in die Gänge. Am Schluss setzte Trainer Babbel den Captain mehrmals auf die Bank.

16 Spiele, 11-mal in Startelf, 1070 Minuten. 0 Tore/0 Assists.

(Bild: Keystone / Laurent Gilliéron)

Kaja Rogulj, Note 4,5

Der Kroate hat kürzlich das Comeback gegeben. Nach sieben Monaten Pause und einer Rückenoperation spielt er schon wieder sehr zuverlässig.

3 Spiele, 3-mal in Startelf, 270 Minuten. 0 Tore/0 Assists

(Bild: Manuela Jans-Koch / Neue LZ)

Jérôme Thiesson, Note 5

Der Zürcher machte mit 28 erstaunliche spielerische Fortschritte. Im System mit den nach vorne stossenden Aussenverteidigern kommt er zur Geltung.

18 Spiele, 18-mal in Startelf, 1620 Minuten. 1 Tor/2 Assists.

(Bild: Keystone / Valeriano Di Domenico)

Tomislav Puljic, Note 5

Der Abwehrchef schaffte es nach seiner ersten gravierenden Verletzung in der Karriere zurück. Defensiv ist er eine Bank, allein seine Präsenz ist wichtig fürs Team.

14 Spiele, 13-mal in Startelf, 1198 Minuten. 0 Tore/0 Assists.

(Bild: Keystone / Dominik Baur)

Mittelfeld: Migjen Basha, Note 3,5

Der Schweiz-Rückkehrer aus der Serie A konnte bisher nicht überzeugen. Mit Albanien kann er an die EM, beim FCL hat er Steigerungspotenzial.

7 Spiele, 4-mal in Startelf, 297 Minuten. 0 Tore/0 Assists.

(Bild: Philipp Schmidli)

Clemens Fandrich, Note 3,5

Der Neuling aus der 2. Bundesliga benötigte eine ziemlich lange Angewöhnungszeit. Im Cup in St. Gallen und Aarau gelangen ihm die besten Spiele.

16 Spiele, 10-mal in Startelf, 866 Minuten. 0 Tore/0 Assists.

(Bild: Philipp Schmidli)

Hekuran Kryeziu, Note 4,5

Zurück aus Vaduz, schaffte er mit 22 den Durchbruch. Schade, ging er oft ungestüm in die Zweikämpfe und bestrafte sich mit total 10 Verwarnungen.

15 Spiele, 15-mal in Startelf, 1120 Minuten. 1 Tor/1 Assist.

(Bild: Philipp Schmidli)

Remo Freuler, Note 5

Der zentrale Mittelfeldspieler war zwar nicht mehr so torgefährlich wie im Frühling, aber dafür sehr zuverlässig, ballsicher und zweikampfstark.

18 Spiele, 18-mal in Startelf, 1620 Minuten. 1 Tor/4 Assists.

(Bild: Keystone / Alexandra Wey)

Nicolas Haas, Note 4

Der Newcomer des Frühlings stagnierte im Herbst. Er muss nun alles dafür tun, dass Trainer Babbel nicht darum herumkommt, ihn künftig mehr einzusetzen.

10 Spiele, 2-mal in Startelf, 266 Minuten. 0 Tore/0 Assists.

(Bild: Philipp Schmidli)

Remo Arnold, Note 4

Bei seinem Debüt gegen Zürich (1:0) beeindruckte der 18-Jährige im defensiven Mittelfeld. Zuletzt verletzt, muss er sich wieder ins Team kämpfen.

3 Spiele, 3-mal in Startelf, 270 Minuten. 0 Tore/0 Assists.

(Bild: Keystone / Walter Bieri)

Jahmir Hyka, Note 4,5

Der Filigrantechniker zeigte zu Beginn gute Leistungen und am Schluss starke gegen YB und in Aarau (Cup). Mit Konstanz wäre er ein Leistungsträger.

17 Spiele, 7-mal in Startelf, 753 Minuten. 1 Tor/2 Assists.

(Bild: Keystone / Valeriano Di Domenico)

Jakob Jantscher, Note 4,5

Der Grazer holte mit Österreich das EMTicket. Beim FCL war er nicht mehr so stark wie in der letzten Saison. Für ihn spricht, dass er stets bissig spielte.

17 Spiele, 12-mal in Startelf, 1201 Minuten. 1 Tor/3 Asissts.

(Bild: Philipp Schmidli)

Sturm: Marco Schneuwly, Note 5

Zuerst verdrehte ihm Sion den Kopf, dann fing er sich mit dem neuen Vertrag. Am Schluss wieder in der Form der letzten Saison. Total 6 Liga- und 5 Cuptore.

18 Spiele, 18-mal in Startelf, 1466 Minuten. 6 Tore/6 Assists.

(Bild: Philipp Schmidli)
Wechselt zum FC Ingolstadt: Dario Lezcano (25). (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

João Oliveira, Note 4

Der Flügelstürmer spielte nur wenig, aber wenn, dann war er mit seiner Dynamik und Gradlinigkeit ein Versprechen. Nun muss er sich weiter aufdrängen.

4 Spiele, 4-mal in Startelf, 84 Minuten. 0 Tore/1 Assist.

(Bild: Philipp Schmidli)

Samed Yesil, Note 4

Die Liverpool-Leihgabe kam mit Fitness- Problemen in Luzern an. Darum wurde er nur wenig eingesetzt. Es liegt nun an ihm, Trainer Babbel zu überzeugen.

8 Spiele, 3-mal in Startelf, 307 Minuten. 1 Tor/2 Assists.

(Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)
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Halbzeitbilanz: Die Noten der FCL-Spieler

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