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FUSSBALL: Uli Forte fordert von YB Taten

Für die Young Boys ist das Heimspiel am Samstag (17.45 Uhr) gegen den FC Luzern eminent wichtig. Den ambitionierten Bernern droht der Fehlstart.
Fordert von seiner Mannschaft für den Heimmatch gegen Luzern eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Auftaktspiel: YB-Trainer Uli Forte. (Bild: Keystone/Marcel Bieri)

Fordert von seiner Mannschaft für den Heimmatch gegen Luzern eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Auftaktspiel: YB-Trainer Uli Forte. (Bild: Keystone/Marcel Bieri)

Daniel Wyrsch

Weder in Bern noch in Luzern sind die Verantwortlichen und Spieler derzeit in aufgeräumter Stimmung. Dafür sind die Young Boys und der FC Luzern leistungsmässig zu wenig gut aus den Startblöcken in die neue Saison gekommen. YB musste sich mit einem 1:1 beim stärker aufspielenden FC Zürich bescheiden, der FCL errang gar erst in der Nachspielzeit ein glückliches 2:2 gegen den überlegenen FC Sion und verhinderte damit eine Heimniederlage.

Mit Hoarau fehlt der Goalgetter

Weil die Berner vor der Saison rund 5 Millionen Franken nach Lissabon überwiesen, um mit Miralem Sulejmani und Loris Benito zwei Spieler von der Ersatzbank Benficas freizukaufen, war der Dämpfer zum Auftakt für sie gewichtiger als der für den nächsten Gegner aus Luzern (Samstag, 17.45 Uhr, Stade de Suisse). Schliesslich haben die Innerschweizer keinen teuren oder namhaften Transfer gemacht. Deshalb steht YB-Trainer Uli Forte (41) gegen den FCL schon jetzt etwas unter Druck. Selbstverständlich erwartet aber auch er eine Leistungssteigerung von seiner Mannschaft: «Wir wollen entschlossener ans Werk gehen.»

Während Sulejmani gegen den FCZ blass blieb, musste Benito verletzt passen. Ob er gegen den FCL zum Einsatz kommt, ist noch offen. Auf jeden Fall nicht dabei sein wird Guillaume Hoarau (31), weil er gegen Zürich eine Muskelzerrung an den Adduktoren erlitten hat. Der Ausfall des Franzosen wiegt für YB mindestens so schwer, wie wenn Marco Schneuwly (30) in Luzerns Reihen Forfait erklären müsste. Hoarau ist mit 18 Toren und 5 Assists aus 29 Ligaspielen der mit Abstand beste YB-Goalgetter (zum Vergleich Schneuwlys FCL-Bilanz: 18 Tore und 9 Assists in 36 Ligapartien). Forte über das Fehlen von Hoarau: «Jeder weiss, wie wichtig er für uns ist. Aber es bringt nichts zu lamentieren. Wir haben als Alternative andere Angreifer, die Tore schiessen können.» Er dürfte dabei vor allem an Alexander Gerndt und Renato Steffen denken.

Jantschers Ohrfeige für YB

Nicht wie erhofft ins Stade de Suisse lotsen konnten die Young Boys die Luzerner Nummer 10, Jakob Jantscher (26). Der österreichische Nationalspieler bevorzugt es (vorerst), beim FCL zu bleiben. Obwohl YB bereit gewesen wäre, die als Ausstiegsklausel im Vertrag festgeschriebene Ablösesumme von 1,7 Millionen Franken in die Zentralschweiz zu überweisen und dem Offensivspieler deutlich mehr Gehalt zu bezahlen. Doch Jantscher will nur weg, wenn er zu einem Verein aus einer Topliga – am liebsten zu einem Bundesligisten – wechseln kann. Forte mag die Absage von Jantscher gar nicht erst kommentieren. Für YB ist das Desinteresse des Grazers aber eine Ohrfeige.

Allerdings haben die Berner gegenwärtig genug zu tun mit den Profis, die beim Klub unter Vertrag stehen. Eine weitere Niederlage wie im letzten Heimspiel gegen Luzern (0:1) während der Schlussphase der letzten Saison ist für den grosszügig von den milliardenschweren Brüdern Andy und Hansueli Rihs alimentierten Klub verboten. Denn in der Bundeshauptstadt wissen sie, wie viel ein Fehlstart kaputt machen kann. Vor einem Jahr lagen sie nach vier Runden bereits neun Punkte hinter Basel. Bei einem ähnlich schwachen Auftakt diesmal gingen die Diskussionen um den Trainer wohl wieder los.

Das Saisonziel von YB: ein Titel

Forte befindet sich in seiner dritten Saison bei YB, im nächsten Sommer läuft sein Vertrag aus. Nach klubeigenen Vorgaben muss der Traditionsverein 30 Jahre nach der letzten Meisterschaft und 29 Jahre nach dem letzten Cupsieg endlich wieder einen Titel holen. Wie geht der frühere Krienser Profi mit dieser Zielsetzung um? Forte: «Wir wurden zuletzt Dritter, dann Zweiter. Dass man dann nicht sagen kann, nun sei der fünfte Platz das Ziel, liegt auf der Hand.» Das Ziel, in dieser Saison einen Titel zu gewinnen, sei es im Cup oder in der Meisterschaft, habe YB vor dem Start definiert. «Es bringt nichts, nun ständig davon zu reden. Wir müssen Taten sprechen lassen», sagt Forte.

FC Luzern: Grünes Licht für Lustenberger und Aliti

dw. Der FC Luzern hat gestern Nachmittag recht kurz trainiert – nur eine Stunde. Wieder dabei waren die zwei Abwesenden aus dem mit 1:4 verlorenen Testspiel gegen Borussia Dortmund: Captain Claudio Lustenberger hat vom Arzt grünes Licht erhalten, trotz einer Hornhautentzündung mit Kontaktlinsen zu trainieren und zu spielen. Danach muss er zur Erholung der Augen eine Brille tragen. Gegen YB am Samstag in Bern steht Lustenbergers Einsatz also nichts mehr im Weg.

Haas-Debüt im U-21-Nationalteam

Nicolas Haas (19) durfte sein Können am Mittwochabend in Heinz Mosers neuformierter U-21-Nationalmannschaft zeigen. Während den ersten 45 Minuten spielte er im Testmatch gegen Winterthur, das der Challenge-League-Klub mit 2:1 (0:0) gewann.

Die Langzeitverletzten Tomislav Pu-ljic und Sebastian Schachten sind nun endlich beschwerdefrei. Sie müssen jedoch noch drei bis fünf Wochen physisch aufgebaut werden. «Wir machen das mit Geduld», meint FCL-Trainer Markus Babbel, «wir wollen von den beiden ja noch was haben.» Verteidiger Fidan Aliti hat indes wieder mit der Mannschaft trainiert. Der 21-Jährige und sein eigener Mitspieler Dario Lezcano waren gegen Dortmund mit den Köpfen zusammengeprallt. Aliti schied in der 77. Minute mit Verdacht auf Gehirnerschütterung aus. Ersatz war beim FCL keiner mehr vorhanden. So spielten die überwiegend jungen Luzerner zu zehnt zu Ende.

Babbel mit FCL-Profis unzufrieden

Gegen die Startruppe um die Weltmeister Mats Hummels und Roman Weidenfeller sowie Ilkay Gündogan, Henrikh Mikhitarjan und Pierre-Emerick Aubameyang konnten sie den 1:4-Rückstand halten. Babbel freute sich speziell über diese letzte Viertelstunde in Unterzahl. «Bei den jungen Spielern hat man in der zweiten Halbzeit ein Feuer lodern sehen – die wollten. Auch wenn ihnen nicht alle Aktionen gelungen sind, das Engagement hat mir sehr gefallen.»

Monieren musste Babbel dagegen wie schon beim 2:2 gegen Sion die Einstellung mehrerer gestandener Profis in den ersten 45 Minuten. «Unzufrieden war ich nicht, weil wir 1:4 verloren – das kann man gegen ein Topteam wie Dortmund. Mir hat der Enthusiasmus und das Feuer gefehlt.»

Babbel gibt zu, sich genervt zu haben, «dass wir es den Dortmundern lange so einfach gemacht haben». Trotzdem war es für den im Stolz etwas getroffenen langjährigen Bayern-Spieler «ein extrem wichtiges Spiel, um zu zeigen, dass es gegen eine Mannschaft, in der die einzelnen Spieler ein paar Euro oder Franken mehr kosten, schnell in eine Richtung gehen kann». Die Erkenntnis daraus ist für Luzerns Profis ernüchternd: Sie müssen sich echt zuammenreissen, sonst zerlegen sie solche Mannschaften nach Belieben.

Klar ist: Gegen YB muss der FCL sofort mit 100 Prozent dagegenhalten.

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