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FUSSBALL: Ungleiches Duell zweier Angreifer

Der FC Luzern tritt heute (16.00, SRF zwei) ambitioniert wie lange nicht mehr beim FC Basel an. Luzerns FCB-Leihstürmer Cedric Itten schwärmt vom neuen Team, während FCB-Offensivmann Renato Steffen nach wie vor an die Qualitäten des Meisters glaubt.
Daniel Wyrsch, Basel
Cedric Itten (links) ist Luzerns unermüdlicher Kämpfer, Renato Steffen ist Basels spektakulärer Schütze. (Bild: Andy Müller/Freshfocus)

Cedric Itten (links) ist Luzerns unermüdlicher Kämpfer, Renato Steffen ist Basels spektakulärer Schütze. (Bild: Andy Müller/Freshfocus)

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Cedric Itten (20) ist begeistert von der verjüngten Luzerner Mannschaft. «Wir sind bissig, holen uns die Bälle viel schneller als letzte Saison zurück.» Sein zweites Leihjahr beim FCL hat für den Baselbieter mit verlängertem Vertrag beim FCB bis 2020 gut angefangen. Zwar schied er mit Luzern gegen Osijek in der Qualifikation zur Europa League aus, doch im Rückspiel gegen die Kroaten gelang Itten eine Vorlage zum 2:1-Sieg. Einen Assist steuerte er ebenso zum 1:0-Auftaktsieg in der Liga gegen Lugano bei. Die präzisen Flanken des Schweizer U21-Internationalen verwertete Australiens A-Nationalspieler Tomi Juric (26) mit dem Kopf.

Itten schwärmt vom Sturmduo mit Juric, der in seinen ersten zwei Pflichtspielen der Saison alle drei Tore erzielte. «Tomi und ich ergänzen uns sehr gut.» Seit der FCL-Goalgetter der letzten drei Jahre, Marco Schneuwly (47 Ligatore), nach Sion gewechselt hat, blühen Juric und Itten auf.

Itten ist weder ein Filigrantechniker noch ein Knipser, aber die Verantwortlichen wissen, was sie am 1,89 Meter grossen Stürmer haben. «Er ist ein unermüdlicher Kämpfer, der dem Team hilft und jedes Training nutzt, sich zu verbessern», lobt FCL-Co-Trainer Patrick Rahmen den Jungprofi. Physisch sei er viel weiter als in der ersten Saison hier, sagt der Spieler. Luft nach oben hat Itten vor allem im Abschluss, in 29 Ligapartien für Luzern hat er lediglich dreimal getroffen.

Deplatzierte Frage zum Fehlschuss des FCL-Baslers

Beim letzten Auftritt in Basel vergab Itten eine Riesenchance zum 2:2, am Ende verlor der FCL 1:3. Die Frage eines Journalisten, ob er absichtlich übers Tor schoss, ist deplatziert. «Ich spiele für Luzern, setze mich voll für das Team ein.» Als ob er länger hier bleiben möchte, schiebt Itten nach: «Die Stadt am See, der Verein mit dem Stadion, hier gefällt es mir sehr.» Die FCL-Fans können sicher sein, Itten wird mit seinen Mitspielern alles unternehmen, um Basel im «Joggeli» couragiert zu fordern.

Auf der anderen Seite steht der FC Basel, der mit der Hypothek einer 0:2-Startniederlage gegen YB ins erste Heimspiel steigt. FCB-Angreifer Renato Steffen (25) ist ein anderer Typ als der ruhige Teamplayer Itten. Der agile 1,70-Meter-Mann Steffen ist als spektakulärer Schütze und als Provokateur bekannt. Er stellt klar: «Ich glaube nicht, dass uns die Startniederlage aus der Bahn werfen wird. Wir wissen, welche Qualitäten unser Team hat.» Der zweifache FCB-Meisterspieler sagt: «Zu Hause müssen wir etwas zeigen, die Fans erwarten eine Reaktion von uns.»

Steffen will aggressiver auftreten als zuletzt in Bern

Der erfahrene Profi zollt Respekt gegenüber dem FCL, der mit dem Auftaktsieg Moral tankte. «Ich erwarte ein hartes Stück Arbeit gegen Luzern.» Der feurige Rechtsaussen verrät, wie er die Innerschweizer in die Knie zwingen will: «Wenn wir unsere Qualitäten mit einer gewissen Aggressivität ins Spiel bringen, dann bin ich zuversichtlich, dass es gut kommt.» Itten, Juric und Co. müssen sich also auf kämpferische «Bebbi» einstellen.

Von Aufregung beim FCB will Steffen trotz Fehlstart unter völlig neuer Vereinsführung bis hin zu Neo-Trainer Raphael Wicky nichts wissen: «Ich spüre keine Nervosität in unserem Team.» Fokussiert weiterzuschaffen, sei das Rezept, selbst wenn sie eine weitere Niederlage hinnehmen müssten. «Ich glaube, wir sind auf einem sehr guten Weg, sobald die Automatismen greifen, wird ein anderer FC Basel auf dem Platz stehen», sagt der Aargauer mit leichtem Basler Akzent.

Nachlassenden Hunger und Biss stellt Steffen beim FCB nach acht Titeln in Serie nicht fest: «Erfolg macht in einer gewissen Art und Weise ein wenig süchtig. Wenn du einen Titel hast, willst du zwei und so weiter.»

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