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FUSSBALL: Unsägliches Hin und Her im Fall Lezcano

Rekurs oder doch kein Rekurs? Der FCL wollte gestern bis Mitternacht nicht bekannt geben, ob er gegen die acht Lezcano- Spielsperren rekurriert.
Schiedsrichter Fedayi San zeigt im Spiel gegen GC am 13. September dem Luzerner Dario Lezcano die rote Karte. (Bild Philipp Schmidli)

Schiedsrichter Fedayi San zeigt im Spiel gegen GC am 13. September dem Luzerner Dario Lezcano die rote Karte. (Bild Philipp Schmidli)

daniel wyrsch

Der FC Luzern machte gestern weiterhin auf Geheimniskrämerei um einen längst gefällten Entscheid. Der Medienverantwortliche Max Fischer (58) wurde in diesem unsäglichen Hin und Her zum alleinigen Chef ernannt, um den Beschluss des FCL zu kommunizieren. Ob der FCL nun gegen die acht Spielsperren von Stürmer Dario Leczano (25) rekurriert oder nicht, hatte damit beim Verein aus der Swissporarena fast schon die Bedeutung einer Staatsaffäre. Präsident Ruedi Stäger war nicht erreichbar, Sportchef Rolf Fringer durfte nichts sagen. Trainer Markus Babbel gab wie auch Lezcano keine Antwort. Fischer versuchte am frühen Abend per E-Mail weiszumachen: «Wir sind noch nicht so weit, die Frist läuft aber erst um 24 Uhr ab. Das heisst: Die Swiss Football League und der FCL kommunizieren erst am Mittwoch.» Kurz vor 18 Uhr begründete der FCL-Kommunikationschef, die SFL wünsche aus juristischen Gründen, dass der Verein und der Spieler ihr erst um Mitternacht bei Ablauf der Frist den Entschluss überbringt.

Für den Verband eine Formsache

SFL-Kommunikationschef Philippe Guggisberg sagte aber: «Der Rekurs kann bereits am ersten Tag nach Bekanntwerden des Strafmasses deponiert werden.» Auf die Frage, ob der Rekurs des FCL im Fall Lezcano schon bei der SFL eingetroffen sei, antwortete Guggisberg: «Da er noch nicht auf unserer Homepage veröffentlicht worden ist, ist der Rekurs des FC Luzern noch nicht spruchreif.» Das klang doch sehr danach, als ob alles nur noch eine Formsache war. Guggisberg erklärte zudem, es sei üblich, dass der Verein zusammen mit dem sanktionierten Spieler rekurriere. Meistens würden sie gemeinsam vom gleichen Rechtsanwalt vertreten, «denn substanziell müsse begründet werden, wieso man rekurriert». Heisst: Ohne die juristische Hilfe eines Rechtsberaters ist die Chance auf eine Strafreduktion praktisch aussichtslos. Ausserdem erklärte Guggisberg: «Der Spieler muss den Rekurs mit unterzeichnen.»

Vielleicht spielt Lezcano schon bald

Speziell ist übrigens auch, dass Lezcanos Berater Giacomo Petralito gestern zuerst überzeugt war, dass der neunfache Saisontorschütze sicher Rekurs einlegt, um eine Stunde später zu sagen: «Ich hoffe, er macht das.» Seine plötzlichen Zweifel begründete Petralito mit den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Venezuela (8. Oktober) und Argentinien (13. Oktober), für die Lezcano erstmals von Paraguays Nationaltrainer Ramon Diaz aufgeboten worden ist. «Für Dario ist das bevorstehende Länderspiel-Debüt sehr wichtig. Er denkt schon oft an diese Partien mit Paraguay.»

Dabei ist es nicht ausgeschlossen, dass Lezcano noch zuvor für den FCL zum Einsatz kommt. Guggisberg machte den interessanten Hinweis, dass der Rekurs möglicherweise doch eine aufschiebende Wirkung haben könnte. In diesem Fall wäre Lezcano wieder spielberechtigt, bis die Rekurskommission entschieden hat. Guggisberg: «Bei acht Spielsperren ist es schon vorstellbar, dass die Luzerner rekurrieren. Bei vier Spielsperren wäre es aussichtslos gewesen.»

Basel-Rekurs gegen Xhaka-Sperre

Der FC Basel beispielsweise legte gestern gegen Taulant Xhakas Sperre Rekurs ein. Der albanische Nationalspieler ­hatte im Spiel gegen YB (3:4) auf eine Provokation des Berners Renato Steffen mit einer Tätlichkeit reagiert. Weil er sich zudem eine vierte Verwarnung einhandelte, sperrte ihn die Liga für vier ­Runden.

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