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FUSSBALL: Vertragsende: Reto Zieglers Zukunft ist ungewiss

FCL-Abwehrchef Reto Ziegler hat nur noch einen Vertrag bis Ende Jahr – sein Weg ist offen. Wie es mit ihm weitergeht, wird nächste Woche analysiert.
Daniel Wyrsch
FCL-Verteidiger Reto Ziegler (rechts) setzt sich gegen den FCZ-Stürmer Stephen Odey durch. (Bild: Walter Bieri/Keystone (Zürich, 10. Dezember 2017))

FCL-Verteidiger Reto Ziegler (rechts) setzt sich gegen den FCZ-Stürmer Stephen Odey durch. (Bild: Walter Bieri/Keystone (Zürich, 10. Dezember 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Reto Ziegler (31) stand am Sonntag nach dem 2:1-Sieg beim FC Zürich vor den Journalisten. Obwohl der Genfer mit seinen 1,83 Metern bloss durchschnittlich gross ist, wirkte er mächtig. Der Abwehrchef des FC Luzern ist athletisch – und vor allem besitzt er eine gewinnende Aura.

Ziegler genoss den Moment des Erfolges. Er schürte Hoffnungen für den letzten Match vor der Winterpause, das Heimspiel der 19. Runde vom nächsten Sonntag (16 Uhr) gegen den Tabellenersten Young Boys. «Wir haben auch gegen YB eine Chance, wenn wir so kompakt und aggressiv auftreten wie gegen den FCZ», sagte er. «Wir sind eine richtige Mannschaft, die zusammenhält.» Und er lobte die neue Taktik: «Das jetzige System funktioniert, jeder hat seinen defensiven Job, den er erfüllen muss.»

Neun Tage vorher waren die Zeichen noch auf Sturm gestanden. Die Luzerner waren Tabellenletzte, ehe der ebenfalls kriselnde FC Sion nach Luzern kam. Ein Eigentor von Burim Kukeli und das von Ziegler mit grosser Überzeugung erzielte Penaltytor führten zum 2:1-Sieg. Für Ziegler muss dieser erste Treffer für den FCL etwas Besonderes gewesen sein. Nicht zuletzt, weil er ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein erfolgreich war. Mit den Händen bildete er ein Herz und zeigte dieses in Richtung Kameras.

Wem hat das Herz gegolten? Dem FCL wohl kaum, denn Ziegler ist erst seit Ende September in der Zentralschweiz. Vom FC Sion und seinem Präsidenten war er im Sommer enttäuscht worden. Chris­tian Constantin war nicht mehr bereit, einem verdienstvollen Spieler, den er als verletzungsanfällig taxierte, einen längeren Vertrag zu denselben Konditionen zu geben. Ziegler wäre gerne geblieben, Sion bedeutet ihm viel. Er hat sich nach dem Finaltriumph 2015 den 13. Cup-Stern tätowieren lassen. Also galt das Herz wohl ein bisschen seinem Ex-Verein, den er mit dem Penalty ans Tabellenende schoss – vor allem aber seiner Frau, die er im Wallis kennen gelernt hat.

Zieglers Anfangszeit beim FCL war schwierig. Gleich im ersten Match in Thun (0:2) erlitt er einen Nasenbeinbruch und eine Gehirnerschütterung. Acht Ligaspiele hat er nun bestritten, gegen Zürich feierte er den dritten Sieg.

Rückkehr ins Nationalteam strebt Ziegler weiterhin an

Das Comeback in der Nationalmannschaft ist nach wie vor sein Ziel, die WM in Russland hat der 35-fache Internationale noch nicht abgeschrieben. Luzern ist kein Sprungbrett für die A-Auswahl. Im Sommer waren Betis ­Sevilla, Celtic Glasgow und türkische Vereine mit seinem Berater in Kontakt. Der Temporärvertrag mit dem FCL endet am 31. Dezember. «Ich weiss noch nicht, wie es weitergeht», sagt der Routinier. Sportkoordinator Remo Meyer bestätigt, dass der FCL nächste Woche mit Reto Ziegler zum «ehrlichen Austausch» zusammensitzt. Eine Leistungsanalyse steht an.

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