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FUSSBALL: Vielleicht landet FCL-Youngster Haas in der 2. Bundesliga

Seit Monaten verhandelt der FC Luzern mit Mittelfeldspieler Nicolas Haas (21), damit das Talent dem Verein erhalten bleibt. Mit ihm und Hekuran Kryeziu könnte der FCL seine beiden erfahrensten Eigengewächse verlieren.
Verabschiedet sich Nicolas Haas bereits, oder bleibt er? (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 6. November 2016))

Verabschiedet sich Nicolas Haas bereits, oder bleibt er? (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 6. November 2016))

Nicolas Haas ist eines der bekanntesten Gesichter der jungen FCL-Generation. Der 21-Jährige aus Mauensee gilt als äusserst fleissiger Mittelfeldspieler. Einer, der eine Menge Entwicklungspotenzial besitzt. U21-Nationaltrainer Heinz Moser hatte den Luzerner im Herbst zum Captain ernannt. Für Insider wäre der stets vorbildlich auftretende Profi prädestiniert, in Zukunft beim FC Luzern Captain zu sein.

Doch von Monat zu Monat wird unklarer, ob Haas seinem Ausbildungsverein über den Sommer hinaus treu bleibt. Schon seit der Winterpause verhandelt der zentrale Aufbauer über die Berater José und Manuel Noguera mit den Innerschweizern, bei denen sein Vertrag nach dieser Saison ausläuft. Von FCL-Seite wird immer wieder die sinngemäss gleiche Antwort gegeben wie gestern, als uns Medienchef Max Fischer mitgeteilt hat: «Die beiden Parteien sind intensiv am Verhandeln. Es müssen beide ­einig sein, damit unterschrieben werden kann. Beim einen Spieler geht’s schneller, beim andern dauert es. Sobald es konkret ist, werden wir kommunizieren.»

Ausbildungsentschädigung würde Luzern bleiben

Die ungeklärte Situation wird dadurch verstärkt, dass mit Hekuran Kryeziu (24) ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler seit Ende Januar den Wunsch äussert, im Sommer zu einem ausländischen Klub zu wechseln. Im Gegensatz zu Haas (49 Super-League-Spiele) hat der schweizerisch-kosovarische Doppelbürger Kryeziu (121 Super-League-Partien) einen Kontrakt bis 2018. Klappt der Transfer, würde der FCL wohl gegen 1 Million Franken für ihn kassieren.

Dagegen würde für Haas nur eine Ausbildungsentschädigung von ungefähr 300 000 Franken fällig. Für Luzern wäre das eine unbefriedigende Situation. Das Handgeld könnten der Spieler und seine Berater einstreichen.

FCL-Trainer Markus Babbel findet keinen Gefallen an der Hinhaltetaktik von Haas und dessen Agenten. Der Bayer grantelt: «Falls Nicolas nicht weiss, was er bei uns hat, dann sollte er gehen. Er müsste sich aber fragen, ob er bei einem grösseren Klub so oft spielen könnte wie hier.»

Durchgesickert ist allerdings, dass Haas wohl eher nicht zum FC Basel oder zu den Young Boys wechseln wird, sondern zu einem von der Stadiongrösse her ähnlichen Verein. Dieser spielt aber in einer deutlich attraktiveren Liga als der FCL. Es handelt sich um den FC Ingolstadt, der gegenwärtig gegen den Abstieg aus der Bundesliga kämpft. Für Haas soll der Übertritt zum bayerischen Klub vor allem zum konkreten Thema werden, wenn die «Schanzer» nächste Saison wieder zweitklassig wären. Aber auch für andere Mannschaften aus der 2. Bundesliga wäre der kämpferische, ballhungrige Spieler ein interessanter Mann.

Nicolas Haas hat sich gegenüber unserer Zeitung bislang ­weder zu den Verhandlungen mit dem FCL noch zu einem möglichen Auslandtransfer geäussert.

Mit Lezcano spielt bereits ein Noguera-Profi in Ingolstadt

Für einen Transfer zu Ingolstadt spricht, dass die Nogueras mit Stürmer Dario Lezcano (26) bereits einen früheren FCL-Teamkollegen von Haas dort platziert haben. Mit dem Ex-YB-Verteidiger Florent Hadergjonaj (22) steht ausserdem ein anderer Profi aus der Schweiz im Team.

Wenn Haas morgen (19.45) zu Hause gegen Basel zum 50. Mal in der höchsten Liga antritt, besteht weiterhin die Hoffnung, dass er beim FCL verlängert. Bei Remo Arnold (20) hatten die gleichen Berater lange gebraucht, bis sie mit dem Klub einig waren und dem Spieler grünes Licht zum ­Signieren des Vertrages gaben.

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

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