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FUSSBALL: Vom Problemklub zum FCL

Der FC Luzern hat mit dem Kroaten Frane Cirjak (20) einen talentierten Jungprofi verpflichtet. Er passt zur schnell voranschreitenden Verjüngung der Mannschaft.
Daniel Wyrsch
Zunächst soll er vor allem in der U 21 oder bei Testspielen wie hier gegen Dortmund am Ball sein: Frane Cirjak. (Bild: EQ/Marc Schumacher)

Zunächst soll er vor allem in der U 21 oder bei Testspielen wie hier gegen Dortmund am Ball sein: Frane Cirjak. (Bild: EQ/Marc Schumacher)

Daniel Wyrsch

Frane Cirjak (20) ist kein Nobody mehr beim FC Luzern. Mit seinem sehenswerten Tor zum 1:4-Endstand im Testspiel gegen Borussia Dortmund hat er vor über einer Woche bereits eine Duftmarke gesetzt. Es hatte Klasse, wie sich der zentrale Mittelfeldspieler im Strafraum gegen die prominenten Innenverteidiger Mats Hummels und Neven Subotic sowie Goalie Roman Weidenfeller durchsetzte. Und auch vorgestern im Testmatch gegen Schötz steuerte er zum 3:0-Sieg einen Treffer bei – und zwar ein Tor, für das es eine gute Technik braucht. FCL-Sportchef Rolf Fringer: «Frane Cirjak bringt Torgefahr mit, er hat einen guten linken Fuss und ist ein kreativer, leichtfüssiger Spieler.»

Luzerns Cheftrainer Markus Babbel freut sich ebenfalls, dass der Nachwuchsmann aus Kroatien einen Dreijahresvertrag bis Sommer 2018 unterschrieben hat. «Offensive Linksfüssler sind immer gesucht, Frane bringt einiges mit, muss aber taktisch und im Defensivverhalten noch vieles lernen.»

Nun vor allem in der U 21 am Ball

Eine Sache, die Fringer genauso sieht: «Mit Cirjak kommt kein fertiger Spieler zu uns. Er benötigt Eingewöhnungszeit und muss auch körperlich Fortschritte machen.» Darum ist geplant, dass der Kroate in den nächsten Monaten vor allem in der U 21 und in Testspielen der ersten Mannschaft eingesetzt wird. In den kommenden ein, zwei Jahren könne er zum Leistungsträger reifen, so der Sportchef. Gemäss Fringer passt Cirjak in die Philosophie des Vereins, junge Spieler an die Super-League-Mannschaft heranzuführen und schliesslich einzubauen. Er ist inzwischen der achte Jungprofi neben Hekuran Kryeziu (22), Nico Brandenburger (20), Yannick Schmid (20), Nicolas Haas (19), João Oliveira (19), Olivier Kleiner (19) und Remo Arnold (18), der diesen Weg geht.

Haas, Kryeziu und Oliveira sind in den ersten beiden Meisterschaftsspielen gegen Sion (2:2) und YB (1:1) bereits zum Einsatz gekommen. «Es ist wichtig, dass die Jungen Spielpraxis erhalten. Diese Vorgabe setzt Markus Babbel bislang gut um», stellt Fringer fest. Im Moment macht es ganz den Anschein, dass die Verjüngung des Fanionteams schneller voranschreitet als erwartet. Denn in den letzten Jahren war der FCL nicht gerade dafür bekannt gewesen, Jungen den Weg in die Super League zu ebnen. Einzige Ausnahme ist Remo Freuler (23). Als 21-Jähriger von Challenge-Ligist Winterthur gekommen, hat er in Luzern den Durchbruch geschafft.

Cirjak kommt ablösefrei aus Zadar

Cirjak kommt ebenfalls von einem Verein aus der zweithöchsten Liga in die Zentralschweiz. Allerdings wurde der NK Zadar aus der höchsten Division Kroatiens zwangsrelegiert, weil der Verein in finanzielle Schwierigkeiten geraten war und die Gehälter nicht mehr bezahlen konnte. Auch Cirjak war ein Opfer des Missmanagements. «Aufgrund der Probleme im Verein wurde sein Vertrag aufgelöst», bestätigt Fringer. Deshalb muss der FCL keine Ablösesumme und wahrscheinlich auch keine Ausbildungsentschädigung bezahlen.

Cirjak trainiert seit Beginn der Vorbereitung mit den Luzernern, er wohnt bereits seit sieben Wochen in einem Zimmer der Akademie beim Stadion. Bis zur Vertragsunterzeichnung hat es länger gedauert, weil Abklärungen mit den Verbänden gemacht und die Bewilligungen der Behörden eingeholt werden mussten. Ein inzwischen völlig normaler Vorgang bei internationalen Transfers von jungen Spielern.

Obwohl Tomislav Puljic (32) wie Cirjak aus der Hafenstadt Zadar kommt, hat der bald wiedergenesene FCL- Innenverteidiger nichts mit dem Transfer seines Landsmanns zu tun. Beim jungen Kroaten half wie einst bei Puljics erster Verpflichtung vom FCL der frühere Trainer Hans Kodric (69) aus Zug. Puljic hat Cirjak aber selbstverständlich bei der Integration im Team geholfen. Inzwischen fühlt sich Cirjak, der neben Kroatisch auch fliessend Englisch spricht und schon ganz gut Deutsch versteht, «sehr wohl in Luzern. Ich bin in der Mannschaft und im Klub bestens aufgenommen worden.» Der FCL und er sind überzeugt davon, «dass ich hier den nächsten Schritt machen kann».

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