FUSSBALL: Vorfreude bei Bernegger auf die neue Saison

Am Sonntag beginnt die neue Super League Saison für den FC Luzern. Carlos Bernegger macht den FCL-Fans Mut, dass die neue Saison gut verlaufen wird.

Maximilian Reiterer
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Carlos Bernegger, neuer Trainer des FC Luzern, an der Medienkonferenz am Montag in der Swissporarena. (Bild: Keystone)

Carlos Bernegger, neuer Trainer des FC Luzern, an der Medienkonferenz am Montag in der Swissporarena. (Bild: Keystone)

Angesagt war die gestrige Pressekonferenz um 12 Uhr. Erschienen ist Carlos Bernegger dann etwa um 12.10 Uhr. Der Grund für seine Verspätung wird ihm aber wohl von allen Anwesenden verziehen: Videoanalyse. Das Spiel gegen St. Johnstone wurde von Bernegger nochmals genauestens angeschaut:«Ich habe das ganze Spiel noch einmal geschaut.» Bernegger bereitet sich vor. Der Coach weiss, dass die nächste Runde fast Pflicht ist, betonte jedoch, dass er sich auf das Spiel in Schottland freue.

Die Neuzugänge lobte er ausnahmslos. «Rogulj, Doubai und die anderen Neuen sind bereits gut integriert. Rogulj spielt gute Pässe, er baut das Spiel auf. Auch Schneuwly bindet vorne die Verteidiger. Die Spieler müssen sich noch mehr kennenlernen.» Das braucht natürlich Zeit. Das weiss auch Bernegger.

Besonderes Lob für Freuler

Von einem Spieler zeigte sich Bernegger besonders begeistert. «Freuler zuzuschauen ist ein Genuss. Es freut mich ihn spielen zu sehen. Ich denke, dass Doubai und Freuler gute Partner sind. Aber wie das ganze Team müssen die Beiden zusammenwachsen.»
Freuler hat eine gute Ausbildung in der Region Zürich genossen. Von Winterthur ging es für ihn nach GC und von GC wieder nach Winterthur. Ausserdem ist er ein fester Bestandteil der Schweizer U21-Nationalmannschaft.
Der Luzerner Coach nahm Freuler aber gleichzeitig auch in die Pflicht. «Er muss noch mehr Torgefahr ausstrahlen. Er muss auch Verantwortung übernehmen. Er muss zum Beispiel auch Captain sein wollen. Er hat diese Qualitäten.»

Bernegger meinte auch, dass er die Kritik an François Affolterverstehe. Jedoch nahm er ihn sofort wieder in Schutz. «Affolter hat sich nach seinem Fehler, der zum 0:1 geführt hat, sofort wieder gesteigert. Es ist auch keine leichte Situation für ihn.»
In der Innenverteidigung des FCL hat ein Umbruch stattgefunden. Publikumsliebling Tomislav Puljic verliess den Verein nach vier Jahren. Auch sein Partner Florian Stahel verliess den FCL. Ihn zog es ins «Ländle» zum FC Vaduz. Die Nachfolge von Puljic als Abwehrchef soll sein Landsmann Kaja Rogulj antreten. Stahel wurde bereits letzten Winter indirekt ersetzt, als Affolter verpflichtet wurde.

Ein unberechenbarer Gegner zum Start

Am Sonntag trifft der FCL zum Saisonstart auf den FC Sion. Laut Bernegger sei dieser Klub unberechenbar: «Sion hat gute Angreifer: Leo, Vidosic, Carlitos. Das sind alles gute Spieler. Sion ist ein unangenehmer Gegner.» Positiv äusserte er sich auch, dass man drei Tage nach dem Europa League Spiel bereits die nächste Herausforderung vor sich hat. «So bleibt keine Möglichkeit zu stark über das Spiel nachzudenken.»
Bernegger kann fast auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Nur Neuzugang Jakob Jantscher fehlt noch. Der Österreicher steigt erst ab Montag in das Mannschaftstraining ein. Jantscher leidet unter einer Verhärtung der Muskulatur.