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FUSSBALL: Warum jetzt auch Christian Schneuwly torgefährlich ist

Christian Schneuwly zählt stets zu den Besten, seit Gerardo Seoane die Verantwortung beim FC Luzern trägt. Der neue Trainer hat seine Spieler entschlossener und mutiger gemacht.
Lässt sich feiern: Christian Schneuwly (rechts) nach dem 2:1-Siegtreffer gegen die Grasshoppers. (Bild: Walter Bieri/Keystone (Zürich, 11. Februar 2018))

Lässt sich feiern: Christian Schneuwly (rechts) nach dem 2:1-Siegtreffer gegen die Grasshoppers. (Bild: Walter Bieri/Keystone (Zürich, 11. Februar 2018))

Seit zwei Jahren und zwei Monaten ist Christian Schneuwly (30) beim FC Luzern tätig. Der Offensivspieler ist noch nie so aufgefallen wie in den ersten vier Spielen unter dem neuen Coach Gerardo Seoane. Dabei hat der FCL zehn wertvolle Punkte im Kampf gegen den Abstieg gewonnen und ist ungeschlagen geblieben.

Schneuwly gehört mit den Mittelfeldspielern Hekuran Kryeziu (25) und Idriz Voca (20) sowie Stürmer Tomi Juric (26) zu den grössten Gewinnern seit dem Trainerwechsel von Markus Babbel zu Seoane.

Plötzlich ein ähnlicher Vollstrecker wie sein Bruder

Christian Schneuwly ist auf einmal ähnlich torgefährlich wie sein älterer Bruder Marco (32). Der heutige Sion-Mittelstürmer und FCL-Gegner vom nächsten Sonntag schoss in drei Saisons für Luzern 47 Ligatore. In den ersten vier Partien mit Seoane an der Seitenlinie hat der jüngere der Schneuwly-Brüder drei Treffer erzielt. Nur im letzten Match am Sonntag gegen Thun (2:1) traf er für einmal nur die Latte und blieb ohne Torerfolg. Christian Schneuwly erklärt den Schuss ans Aluminium: «Der Ball sprang vorher leicht auf und ging mir etwas an den Rist, trotzdem habe ich ihn nicht so schlecht getroffen.»

Allerdings hadert Schneuwly nicht mit dem Schuss an die Torumrandung: «So lange wir gewinnen, geht keine Welt unter. Der Sieg gegen den Direktkonkurrenten Thun war wichtig.»

Doch warum ist aus dem Flankenspezialisten innerhalb von wenigen Wochen ein kaltblütiger Vollstrecker geworden? «Im Training machen wir viele Offensivübungen. Und der Trainer will, dass wir mutig sind und schiessen.» Dort liegt einer der einfachen Hauptgründe, weshalb die Innerschweizer unter Seoane derzeit so effizient sind.

Der Coach erklärt die frisch erlangte Torgefährlichkeit von Schneuwly mit folgenden Worten: «Ein abschlussstarker Spieler benötigt eine gute Technik, um mit einer oder zwei Berührungen zu treffen.» Dazu brauche er Entschlossenheit, um in den Sechzehner einzudringen – dorthin, wo es bekanntlich wehtut. So lief Schneuwly gegen Zürich goldrichtig, wodurch er den Abpraller von Goalie Andris Vanins sofort einschiessen konnte.

Die Szene erinnert an den Doppelpack von Pascal Schürpf (28) gegen Thun. Auch er staubte nach zwei ähnlichen Goaliefehlern von Djordje Nikolic ab.

Gegen Lausanne und GC schoss Schneuwly aus der Distanz. Diese Tore sind auch etwas mit dem herausgeforderten Wettkampfglück zu erklären. Ein Schuss wurde abgelenkt, der andere war schlicht ein Traumtor.

Der wichtigste Erfolgsfaktor ist der Teamgeist

Übrigens: Schneuwly wehrt sich, wenn behauptet wird, dass er bis dato ungefährlich gewesen sei: «In Thun schoss ich mal in einer Saison 8 Tore und gab 8 Assists.» Richtig: Das war 2012. Beim FCL aber hat er in 71 Ligaspielen alles in allem 7 Tore geschossen und 21 Assists gegeben.

Wie erklärt er den bisherigen Erfolg unter Seoane? «Wie Gerry bereits gesagt hat: Die Solidarität ist enorm hoch – das ist nicht nur eine Floskel», betont Schneuwly. «Jeder hilft dem anderen. Man spürt, wir sind eine Mannschaft.»

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

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