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FUSSBALL: Was macht Granit Xhaka auf dem Pilatus?

Borussia Mönchengladbach tourt durch die Schweiz und spielt gegen den FCL. Doch was erhofft sich das Spitzenteam der Bundesliga aus dem Abstecher nach Luzern?
Daniel Wyrsch
Granit Xhaka und die Teamkollegen von Mönchengladbach unternahmen gestern vor dem Spiel gegen Luzern einen Ausflug auf den Pilatus. (Bild: Freshfocus/Christian Pfander)

Granit Xhaka und die Teamkollegen von Mönchengladbach unternahmen gestern vor dem Spiel gegen Luzern einen Ausflug auf den Pilatus. (Bild: Freshfocus/Christian Pfander)

Die Mannschaft der Gladbacher Borussia ist seit dem Pfingstmontag in der Schweiz. Gleichentags verfolgte der Bundesliga-Vierte der abgelaufenen Saison den Super-League-Match zwischen Luzern und Basel (4:0) in der Swissporarena. Gestern unternahmen Yann Sommer, Granit Xhaka und Co. mit der Bahn einen Ausflug auf den Pilatus. Am frühen Abend folgte eine Autogrammstunde der erwähnten Schweizer Nationalspieler mit den FCL-Kickern Markus Neumayr, Michael Frey und David Zibung.

Anschliessend empfingen die Luzerner die nächste Saison für die Champions-League-Qualifikation berechtigten Gladbacher zum Testspiel. Es war ein lebhafter Vergleich zweier Mannschaften, die jedoch beide nicht in Bestbesetzung angetreten waren (siehe Box).

Nach dem Abstecher in die Zentralschweiz werden die Deutschen heute in Zürich das Fifa-Museum besuchen und eine Medienkonferenz geben, bevor sie nach St. Gallen dislozieren, wo am Donnerstagabend ein weiteres Freundschaftsspiel sowie zusätzliche PR-Termine auf dem Programm stehen. Am Freitag fliegt die Mannschaft von Zürich zurück nach Düsseldorf.

Luzerns Kaja Rogulj (hinten) gegen Gladbachs Djibril Sow (Bild: Madeleine Duquenne/meienberger-photo)
Luzerns Clemens Fandrich (links) gegen Gladbachs Branimir Hrgota. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Das Luzerner Maskottchen Leu stupst das Gladbacher Fohlen Maskottchen Jünter an. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Luzerns Samed Yesil mit einem Schuss auf das Tor von Tobias Sippel (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Luzerns Yannick Schmid bremst Gladbachs Djibril Sow (Bild: Madeleine Duquenne/meienberger-photo)
Luzerns Chris Kablan (am Boden) gegen Gladbachs Nils Rütten (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Gladbach-Trainer André Schubert (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Luzerns Luka Sliskovic (links) gegen Gladbachs Mahmoud Dahoud. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Djibril Sow (Gladbach) (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Luzerns Clemens Fandrich (links) gegen Branimir Hrgota von Borussia Gladbach. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Roel Brouwers (Gladbach) (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Luzerns Frane Cirjak (rechts) gegen Gladbachs Nils Rütten (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Luzerns Jérôme Bühler (oben) gegen Gladbachs Djibril Sow (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Luzerns Frane Cirjak im Kopfballduell mit Gladbachs Nils Rütten. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Luzerns Chris Kablan (am Boden) gegen Gladbachs Nils Rütten. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
Luzern-Trainer Markus Babbel (rechts) nimmt Chris Kablan vom Platz. (Bild: Madeleine Duquenne/meienberger-photo)
Luzerns Idriz Voca gegen Tsiy William Ndenge von Gladbach. (Bild: Madeleine Duquenne/meienberger-photo)
Luzerns Yannick Schmid versucht Gladbachs Djibril Sow zu bremsen. (Bild: Madeleine Duquenne/meienberger-photo)
Das Gladbach-Maskottchen Jünter. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)
19 Bilder

FC Luzern – Borussia Mönchengladbach 1:6

Steigende Popularität

Den neutralen Beobachter erstaunt, dass ein Bundesliga-Spitzenteam wie Gladbach nach dem Saisonende ihre sogenannte «Fohlen»-Tour durch die kleine Schweiz führt. Borussia-Pressesprecher Markus Aretz entgegnet, dass die Schweiz für die Klubverantwortlichen «nicht als klein» gesehen wird. Ihre Vereinsphilosophie sei es, sich um die Fans vor der Haustüre zu kümmern. Vor zwei Jahren hätten sie nach dem Saisonschluss eine ähnliche Tour im Saarland gemacht.

Dank des langjährigen Ex-Trainers Lucien Favre und den aktuellen Spielern Granit Xhaka, Yann Sommer und Nico Elvedi sei Gladbach in der Schweiz bei den Fussballfans populärer und beliebter geworden. «Wir haben viele Anhänger und dazu einige Fanclubs in der Schweiz», erzählt Aretz. Die Heimspiele im Borussen-Park würden nicht nur Anhänger aus Mönchengladbach und Umgebung, sondern aus ganz Deutschland und auch aus dem benachbarten Ausland besuchen. «Mit der ‹Fohlen›-Tour gehen wir den umgekehrten Weg und kommen zu den Fans, in diesem Jahr zu unseren Supportern in der Schweiz.»

Tour wird gesponsert

Mitte Juli wird Gladbach heuer übrigens einen zweiten Aufenthalt in der Schweiz haben. Anlässlich des Uhrencups spielt der Klub in Biel und Grenchen, wo auch Galatasaray Istanbul, die Young Boys und der FC Zürich an diesem traditionellen Vorbereitungsturnier teilnehmen. Es sei eine ideale Gelegenheit, jetzt noch mehr Supporter dazuzugewinnen, findet Aretz.

Doch geht am Ende die finanzielle Rechnung für den Traditionsklub aus dem Rheinland mit der derzeitigen «Fohlen»-Tour wirklich auf? «Natürlich haben wir Firmen gesucht, die ein Sponsoring für die Tour übernehmen», sagt Aretz. Das sei aber in einem überblickbaren Rahmen geschehen. «Für uns ist die PR und die allgemeine Aufmerksamkeit bei diesem Schweiz-Besuch im Vordergrund gestanden.»

Bodenständiger als die Bayern

Die grossen Klubs wie Bayern München, Borussia Dortmund, Real Madrid, Barcelona oder Manchester United reisen seit Jahren nach Asien oder Nordamerika, um ihre weltbekannte Vereinsmarke bei einer zahlungskräftigen Klientel noch grösser zu machen. Aretz gibt zu: «China und die USA sind natürlich interessante Märkte. Aber eine solche Tour müsste genaustens vorbereitet und geplant sein.» Jeder Verein versuche, seinen Weg zu gehen, es sei schwierig zu wissen, welcher der richtige ist. Trotz sportlich erfolgreichen letzten Jahren scheint man in Gladbach die Bodenhaftung bewahrt zu haben. «Wir spielen in der Bundesliga seit einigen Saisons vorne mit, aber sind nicht grössenwahnsinnig geworden, uns mit dem FC Bayern zu vergleichen», stellt Aretz kategorisch fest.

Der Borussia-Medienchef freut sich über den Aufenthalt in der Schweiz. «Unsere Spieler sind gerne hier, es hat schöne Städte, und wir essen ganz bestimmt gut», meint Aretz mit Blick auf die hochstehende Gastronomie und Hotellerie, die sich ein wirtschaftlich funktionierender deutscher Topklub wie Mönchengladbach eben auch leisten kann.

Xhaka bekennt sich zur Schweiz

Granit Xhaka (24) nahm gestern nicht am Testmatch gegen Luzern, den die Deutschen mit 6:1 für sich entschieden, teil. Im Vorfeld der Begegnung sagte Xhaka, dass er auch künftig für die Schweizer Nationalmannschaft spiele. «Ich habe mich für die Schweiz entschieden, und dabei bleibt es auch», sagte der Schweiz-Kosovare gegenüber Radio Pilatus. Bekanntlich darf der Kosovo im Herbst erstmals an einer WM-Qualifikation teilnehmen.

Luzern - Mönchengladbach 1:6 (1:2)

Swissporarena. – 2000 Zuschauer. – SR Amhof.
Tore: 8. Brouwers 0:1. 16. Ritter 0:2. 38. Oliveira 1:2. 65. Ritter 1:3. 70. Rütten 1:4. 83. Herrmann 1:5. 88. Rütten 1:6.
Luzern: Bucchi (65. Enzler); Kablan (58. Ulrich), Schmid (46. Matri), Rogulj, Röthlisberger (58. Sidler); Cirjak (58. Goncalves), Fandrich (46. Bürgisser), Voca (58. Bühler), Oliveira (58. Hoxha); Yesil (65. Vargas), Sliskovic (65. Calic).
Gladbach: Sippel; Korb, Jantschke (58. Elvedi), Brouwers (58. Christensen), Rütten; Ritter, Dahoud (58. Schulz), Ndenge (58. Hofmann), Wendt (58. Nordtveit); Sow, Hrgota (58. Herrmann).

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