FUSSBALL: Wechselt Marco Schneuwly in die Bundesliga?

Marco Schneuwly (30) ist für den FC Luzern die Lebensversicherung: 16 Ligatore hat er schon erzielt. Wie lange er noch für den FCL stürmt, ist allerdings völlig offen.

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FCL-Topskorer Marco Schneuwly am vergangenen Sonntag: Hier hat er Aarau-Goalie Joël Mall umspielt und erzielt das 2:0. (Bild: EQ/Marc Schumacher)

FCL-Topskorer Marco Schneuwly am vergangenen Sonntag: Hier hat er Aarau-Goalie Joël Mall umspielt und erzielt das 2:0. (Bild: EQ/Marc Schumacher)

daniel wyrsch

Marco Schneuwly freute sich am Sonntag über seine zwei Tore und zwei Assists zum Luzerner 6:2-Kantersieg auswärts gegen den FC Aarau. «Im Moment geht fast jeder Schuss rein», meinte der gebürtige Wünnewiler aus dem Kanton Freiburg. Seine Rekordmarke (13 Treffer beim FC Thun) hat er beim FC Luzern mit 16 Toren schon fünf Runden vor dem Saisonende deutlich übertroffen. Er belegt damit zusammen mit dem Young-Boys-Franzosen Guillaume Hoarau Platz 2 in der Torschützenliste der Super League.

Berater kümmert sich um Angebote

Mit dieser hervorragenden Bilanz, zu der ausserdem sechs Assists gehören, ist Schneuwly in den Fokus deutscher Klubs gerückt. Vom Interesse des Karlsruher SC, der weiterhin auf den Aufstieg in die Bundesliga hofft, wird gemunkelt. Das schon länger erstklassige Mainz mit dem Schweizer Trainer Martin Schmidt und andere Bundesligisten sollen den 30-jährigen Stürmer im Visier haben. Schneuwly möchte dazu nichts sagen, im Moment wolle er sich voll und ganz auf den FCL konzentrieren. Sein Berater kümmere sich um Angebote.

Marco Schneuwly sagt: «Ich habe noch einen Vertrag in Luzern, der zwei Jahre weiterläuft. Ich fühle mich super hier.» Das heisst aber nicht, dass er abgeneigt wäre, ein lukratives Angebot anzunehmen.

Schneuwly ohne Ausstiegsklausel

Eine Tendenz, ob er Luzern verlasse oder bleibe, gebe es nicht. Aber Schneuwly sagt auch: «Im Fussball kann es schnell gehen.»

Anders als der Österreicher Jakob Jantscher (26), der ebenfalls einen Vertrag bis 2017 mit dem FC Luzern hat, besitzt Schneuwly keine Ausstiegsklausel. Darum sagt der erfolgreichste Torschütze der Innerschweizer: «Der FCL muss mit einem Transfer einverstanden sein, der Klub hat das letzte Wort.» Anders gesagt: Das Angebot muss so gut sein, dass Sportchef Rolf Fringer und FCL-Präsident Ruedi Stäger nicht Nein sagen können. Geht es bei Jakob Jantscher um festgeschriebene 1,5 Millionen Franken, dürfte die Schmerzgrenze für Marco Schneuwly bei rund 1 Million liegen.

Fringer sagt, ohne über Zahlen zu sprechen: «Der FC Luzern und der Spieler beide müssten etwas davon haben.»

Luzerns Sportchef tut generell alles dafür, «dass wir unsere Topspieler behalten können». Einfach dürfte es aber nicht werden.