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FUSSBALL: Wenig Freude am klaren FCL-Sieg

Die NLA-Frauen des FC Luzern schlagen Yverdon mit 4:1 und bleiben in Tuchfühlung mit der Tabellenspitze. Géraldine Reuteler entscheidet das Spiel mit einem Hattrick und einem Assist.
Stephan Santschi
Dreifache Torschützin für Luzern: Géraldine Reuteler (am Ball). (Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 1. November 2017))

Dreifache Torschützin für Luzern: Géraldine Reuteler (am Ball). (Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 1. November 2017))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Glenn Meier hatte vor dem Spiel gewarnt: «Kein Team ist bisher schlechter belohnt worden als die Westschweizerinnen. Sie rackern gemeinsam um jeden Meter auf dem Rasen – mit Herz, Leidenschaft und Teamspirit.» Und der Trainer der Luzerner NLA-Frauen schloss: «Wenn wir diese Punkte bereits fix eingeplant haben, werden wir nach 90 Minuten dumm dastehen. Für meine Spielerinnen wird es eine Reifeprüfung.»

Eine Reifeprüfung, die der FC Luzern bestanden hat. Gegen Yverdon, den Zweitletzten in der Tabelle, resultierte gestern auf der Hubelmatt ein 4:1-Sieg. Der Gegner war zwar tatsächlich einer der unangenehmen Sorte. Sinnbildlich hierfür stand Stürmerin Chloé Nicaty, die mit ihrer Schnelligkeit immer wieder für unruhige Momente sorgte. Das bessere Team, das bildeten aber klar die Gastgeberinnen. Von Beginn weg waren sie um einen gepflegten Spielaufbau bemüht, setzten Yverdon bei dessen Ballbesitz unter Druck und suchten nach Eroberung des Spielobjekts den direkten Weg vor das gegnerische Tor. Allerdings haperte es zunächst an der Genauigkeit des letzten Passes, und auch dem Torabschluss widmete man sich nicht mit der nötigen Konsequenz. Vieles lief im Angriff über die bisherige Topskorerin Irina Brütsch, die in sechs Partien fünf Tore erzielt hatte. An diesem Abend sollte aber nicht ihr, sondern ihrer Sturmpartnerin die Hauptrolle zustehen.

Unzufriedenheit von Trainer Glenn Meier

Ihr Name: Géraldine Reuteler. Die 18-Jährige führte ihre Farben mit einem Hattrick zum Erfolg. In der 39. Minute verwertete sie einen Eckball von Chantal Wyser per Kopf zum 1:0, kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte sie von halbrechter Position eiskalt mit einem Schuss ins lange Eck auf 2:0, und in der 74. Minute schloss sie ihren Rush via Innenpfosten zum 3:0 ab. Yverdon übernahm danach zwar das Spieldiktat, der FCL beschränkte sich auf das Verwalten und das Auslösen des einen oder anderen Konters. Letztlich gelang den Gästen in der 86. Minute durch Qendresa Krasniqi aber nur eine kleine Resultatkosmetik. In der Nachspielzeit wurde auch diese bereits wieder zur Makulatur, weil Reuteler nochmals einen obendrauf setzte: Ihren Querpass brauchte Brütsch nur noch ins leere Tor einzuschieben (93.).

So schön sich das Ergebnis las, so wenig war Trainer Glenn Meier mit dem Auftritt zufrieden. «Das war die schlechteste Leistung der Saison, und zwar mit Abstand. Ich bin froh, dass Géral­dine mit ihrer individuellen Klasse den Unterschied ausgemacht hat», sagte er nach Spielschluss. Was ihm missfallen hat? «Alles, von A bis Z. Die Passqualität, der Spielaufbau – wir hatten fast keine Ballstafetten in unserem Spiel. Wobei das ja unsere Stärke wäre.» In der Halbzeitpause habe er nicht gewusst, wo er bei der Fehleraufarbeitung anfangen sollte. Er vergleiche den Auftritt eben mit den bisherigen in dieser Saison, und diese verläuft bisher überraschend gut. Nach sieben Runden grüsst der FCL von Platz drei – mit einem Punkt Rückstand auf Leader Zürich. «Noch sind wir aber kein Topteam», mahnte Meier, «wir müssen in jedem Spiel 100 Prozent abrufen.»

Frauen, NLA

8. Runde: FC Luzern – Yverdon 4:1. Aarau – FC Zürich 1:5. Young Boys – FC Basel 1:1. Grasshoppers – Lugano 1:2.

9. Runde. 11. November, 17.00: Basel – FC Zürich. – 18.00: FC Luzern – Aarau. Lugano – Young Boys. Yverdon – Grasshoppers.

FC Luzern – Yverdon 4:1 (1:0)

Hubelmatt. – 100 Zuschauer. – SR Gobbi. – Tore: 39. Reuteler 1:0. 47. Reuteler 2:0. 74. Reuteler 3:0. 86. Krasniqi 3:1. 93. Brütsch 4:1. – Luzern: Honegger; Stapelfeldt (74. Ruf), Lötscher, Egli (36. Haller), Remund; Sager, Wyser, Graf, Branco (46. Scheiber); Reuteler, Brütsch. – Yverdon: Zurkinden; Nkamo (55. L. Fallet), Tamburini, Riat, Annaheim, Pajovic; Schneuwly (65. Müller), A. Fallet, Staffoni; Nicaty (79. Antunes), Krasniqi.

1. Zürich 7/17 5. GC Zürich 8/11
2. Basel 8/17 6. Young Boys 8/8
3. Luzern 7/16 7. Yverdon 8/4
4. Lugano 8/14 8. Aarau 8/0

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