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FUSSBALL: Winter ist beim FCZ gut aufgehoben

Adrian Winter hat mit dem FC Zürich ein erfolgreiches Comeback in der Super League gefeiert. Morgen (16 Uhr) will er mit den Zürchern die schwarze Heimserie gegen den FC Luzern beenden.
Daniel Wyrsch
Cooler und doch sensibler FCZ-Profi mit Luzerner Vergangenheit: Adrian Winter. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zürich, 20. Mai 2017))

Cooler und doch sensibler FCZ-Profi mit Luzerner Vergangenheit: Adrian Winter. (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zürich, 20. Mai 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Adrian Winter (31) hat beim FC Zürich einen positiven Herbst erlebt. Dem Verein ist das Comeback in der höchsten Liga gelungen. Sehr erfolgreich war der FCZ in den letzten Partien. «Wir haben eine hervorragende Woche mit drei Siegen in sieben Tagen hinter uns», bilanzierte Winter nach dem 3:1-Sieg am Sonntag in St. Gallen. Er selber steuerte mit dem 2:0 einen spektakulären Treffer dazu bei, im 17. Ligaspiel gelang ihm endlich das erste Tor. Zuvor war der Ex-FCL-Profi bei den Siegen des Zürcher Stadtklubs im Cup-Viertelfinal gegen Thun (4:3) und Lausanne (2:0) als belebendes Element eingewechselt worden. Obwohl Winter nicht immer zur Startelf gehörte, zählt er zu den vier in allen Partien eingesetzten FCZ-Spielern.

Zürich steht hinter den Young Boys und Basel an dritter Stelle der Tabelle und bestreitet in der Rückrunde den Cup-Halbfinal gegen den Stadtrivalen Grasshoppers. «Für uns ist die Vorrunde sehr gut verlaufen», freut sich Winter. Nun sei das Ziel, ebenso die beiden ausstehenden Spiele vor der Winterpause – morgen zu Hause gegen Luzern und am nächsten Sonntag in Lausanne -erfolgreich zu gestalten.

Dwamena in der Startelf für den gesperrten Frey

Da mit Michael Frey ein anderer ehemaliger Luzerner nach der vierten Verwarnung eine Spielsperre gegen den FCL absitzen muss, dürfte der Ghanaer Raphael Dwamena auf der Position des Mittelstürmers gesetzt sein. Dwamena hatte in St. Gallen als Einwechselspieler das siegsichernde 3:1 erzielt. Das war sein erstes Tor seit über anderthalb Monaten. «Er hat eine schwierige Zeit hinter sich», sprach Winter den geplatzten Transfer von Dwamena Ende August zum Premier-League-Klub Brighton an. Aus medizinischen Gründen verzichteten die Südengländer auf den Stürmer aus Ghana. Die FCZ-Ärzte checkten Dwamena nach der Rückkehr aber noch ­einmal gründlich und gaben schliesslich grünes Licht für die Fortsetzung der Karriere. «Die beste Medizin sind für ihn Tore», zeigte Winter Empathie für den neun Jahre jüngeren Mitspieler.

Turbulente Karrierejahre hat auch der gebürtige Thalwiler erlebt. Via Red Star Zürich, Wil und St. Gallen kam Winter im Sommer 2011 zum FC Luzern. Verpflichtet hatte ihn noch Rolf Fringer, doch der Trainer in der gerade eröffneten Swisspor-Arena hiess dann Murat Yakin. Dessen Umschaltspiel kam dem schnellen Winter entgegen, zusammen mit Nelson Ferreira bildete er eine gefürchtete Flügelzange. Besonders spektakulär wurden Basel und der FCZ je bei 3:1-Heimsiegen im vollen FCL-Stadion ausgekontert. Winter gehörte zu den Besten im Team, das 2012 mit Platz 2 und einem erst im Penaltyschiessen verlorenen Cup­final gegen den FCB die zweitbeste Saison der 116-jährigen FCL-Vereinsgeschichte spielte. Winter verliess den FCL Mitte 2015 nach total 132 Super-League-Spielen, 16 Toren und 26 Assists. Das Vertrauen von Markus Babbel konnte er nie für sich gewinnen.

Fans von Orlando City möchten Winter zurück

2015 und 2016 folgten 22 Partien in der Major League Soccer (MLS) bei Orlando City. 5 Treffer und 3 Assists gelangen ihm beim Klub aus Florida. Der langhaarige Spieler muss an der Seite des einstigen brasilianischen Weltfussballers Kakà einen nachhaltigen Eindruck bei den Fans hinterlassen haben. Denn als sein Freund Scott Sutter dieser Tage via Instagram verkündete, dass er Winter zurück ins City Stadium holen möchte, reagierten die Anhänger Orlandos begeistert. Winters direkter Zug zum Tor und sein Kämpferherz wurden in den Kommentaren gelobt, doch der heutige Orlando-Verteidiger und frühere YB- und FCZ-Profi Sutter wird den Zürcher vor 2019 kaum aus dem Letzigrund locken können. So lange dauert Winters Vertrag noch beim FCZ, wo er seit der letztjährigen Challenge-League-Saison wieder unter seinem Mentor Uli Forte arbeiten kann. Bereits in der Anfangsphase seiner Karriere setzte Forte bei Red Star, Wil und St. Gallen immer wieder auf ihn. Das ist auch jetzt in Zürich nicht anders, ausser dass Winter beim FCZ gegen eine weitaus grössere Konkurrenz um den Platz kämpfen muss.

Dennoch ist Adrian Winter bei Forte gut aufgehoben. Der Italoschweizer weiss, wie er den sensiblen Rechtsaussen behandeln muss, damit er ihm mit energischen Flügelläufen, Flanken und Torschüssen das Vertrauen zurückzahlt. Der FCL, der die letzten sechs Spiele auswärts gegen Zürich gewann, ist auf jeden Fall gewarnt vor seinem Ex-Spieler. Captain und Linksverteidiger Claudio Lustenberger wird es morgen mit Winter zu tun bekommen: «Adi müssen wir auf jeden Fall auf dem Radar haben.»

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