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FUSSBALL: YB deckt FCL-Limiten auf

Der FC Luzern unterliegt sowohl spielerisch wie auch physisch überlegenen Young Boys mit 2:4. Immerhin verabschiedet er sich dank einer Leistungssteigerung mit Anstand in die Winterpause.
Daniel Wyrsch
Unterschiedliche Gefühlswelten: Die Berner bejubeln ein Tor, die FCL-Profis Jonas Omlin (vorne) und Reto Ziegler sind frustriert. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 17. Dezember 2017))

Unterschiedliche Gefühlswelten: Die Berner bejubeln ein Tor, die FCL-Profis Jonas Omlin (vorne) und Reto Ziegler sind frustriert. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 17. Dezember 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Das Heimspiel gegen Tabellenleader Young Boys ging für den FC Luzern symptomatisch für den Verlauf der ersten Halbsaison zu Ende. Stefan Knezevic verwarf die Hände, der Innenverteidiger konnte es nicht glauben, als ihm Schiedsrichter Fedayi San in der Nachspielzeit die gelb-rote Karte zeigte. Doch es war ein korrektes Verdikt. Der 21-Jährige musste bitteres Lehrgeld bezahlen, nachdem er in der 88. Minute unglücklich die erste Verwarnung für ein umstrittenes Handspiel gesehen hatte. Keine fünf Minuten später, Sekunden vor dem Abpfiff, foulte er den durchgebrochenen Jean-Pierre Nsame beim Stand von 2:4 vor dem Strafraum. Bemerkenswert ist, dass Knezevic trotz des Platzverweises beim Verlassen des Feldes vom sonst meist zurückhaltenden Publikum auf der Haupttribüne einen anerkennenden Applaus für seine Gesamtleistung bekam.

Diese Reaktion der Zuschauer zeigte: Die Luzerner machten in dieser Partie nicht alles falsch. Bezogen auf die total 19 Spiele bis zum Jahresabschluss könnte man sagen, dass auch erfreuliche Dinge passierten. Zum Beispiel, dass zahlreiche junge Spieler wie der eben genannte Knezevic zum Einsatz gekommen sind. Auf der anderen Seite zeigte gerade dieser Match gegen YB, wie unerfahren, wie technisch und vor allem auch physisch unterlegen der FCL im Vergleich mit dem Spitzenteam aus Bern ist.

Nur wenige FCL-Profis gewinnen Zweikämpfe

In der ersten Halbzeit, welche die Young Boys fast nach Belieben dominierten, vermochten von den Luzerner Feldspielern nur Knezevic, Simon Grether und teilweise Reto Ziegler in den Zweikämpfen mit den Bernern mitzuhalten. Die Gäste waren deutlich robuster. Nur eine Chance hatte der FCL, nämlich in der 6. Minute, als Ruben Vargas steil zu Shkelqim Demhasaj passte. Doch der Schweizer U21-Nationalspieler scheiterte im Abschluss am sicheren YB-Torhüter David von Ballmoos. Danach spielten und powerten die Berner, bis sie mit dem achten Eckball (Cornerverhältnis zu diesem Zeitpunkt: 8:0!) in der 33. Minute mit einem Kopfballtor von Sekou Sanogo 1:0 in Führung gingen. Vier Minuten später liess die FCL-Abwehr Roger Assalé 20 Meter vor dem Tor gewähren, als ob die Qualitäten des Ivorers nicht bekannt wären. Er nahm die Freiheiten dankend an, traf zum 2:0.

Gleich nach der Pause (48.) hatte Guillaume Hoarau im Luzerner Strafraum Raum und Zeit, um für Miralem Sulejmani aufzulegen. Der Serbe markierte das 3:0. Der Mist war geführt.

Dem direkt nach der Pause eingewechselten Basler Leihprofi Dereck Kutesa (20) gelang in der 51. Minute der Treffer zur 1:3-Resultatkosmetik aus Luzerner Sicht. In der 66. Minute spielten Hoarau und Sanogo die FCL-Defensive mit einem Doppelpass schachmatt, der Doppelpack des Ivorers Sanogo war die endgültige Entscheidung. Luzern-Captain Claudio Lustenberger meinte hernach zu den Löchern in der Defensive fast entschuldigend: «Wir haben es YB bei den Gegentoren zu leicht gemacht. Wenn man vier Treffer bekommt, kann man keine Punkte holen.»

YB-Captain Steve von Bergen foulte Kutesa (73.) im Strafraum, den fälligen Penalty verwertete Ziegler zum 2:4-Endstand. Die Berner überwintern damit auf Platz 1, der FCL drei Punkte vor Schlusslicht Sion als Vorletzter. Grether beschönigt nichts: «Die Tabelle lügt nie!»

Luzern - Young Boys 2:4 (0:2)

8980 Zuschauer. - SR San. - Tore: 33. Sanogo (Sulejmani) 0:1. 37. Assalé 0:1. 48. Sulejmani (Hoarau) 0:3. 51. Kutesa (Juric) 1:3. 66. Sanogo (Hoarau) 1:4. 74. Ziegler (Foulpenalty) 2:4.

Luzern: Omlin; Knezevic, Ziegler, Lustenberger; Grether, Schneuwly, Voca (63. Ugrinic), Schürpf (46. Kryeziu); Demhasaj, Vargas (46. Kutesa); Juric.

Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Benito; Moumi Ngamaleu (92. Fassnacht), Sow, Sanogo, Sulejmani (77. Schick); Assalé, Hoarau (69. Nsame).

Bemerkungen: Luzern ohne Schulz (gesperrt), Arnold, Schwegler, Custodio, Feka, Lucas (alle verletzt), Schindelholz (Trainingsrückstand) und Follonier (nicht im Aufgebot). Young Boys ohne Lotomba, Wüthrich, Seferi (alle verletzt), Joss (beide nicht im Aufgebot). 93. Gelb-rote Karte gegen Knezevic (Foul). Verwarnungen: 25. Schürpf (Foul), 57. Sanogo (Unsportlichkeit), 86. Assalé (Foul), 89. Knezevic (Foul).

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