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GAUGLER WIRD WOHL SPORTLICHER LEITER: Selbst Puljic fällt aus der Startformation

Der Konkurrenz- kampf beim FC Luzern ist noch nie so gross gewesen: Gerade noch waren Puljic und Kryeziu Leistungsträger, nun müssen sie zu Jantscher auf die Bank.
Daniel Wyrsch
Eigentlich ein Teamleader, aber im Moment nur auf der Ersatzbank: FCL-Innenverteidiger Tomislav Puljic. (Bild Philipp Schmidli)

Eigentlich ein Teamleader, aber im Moment nur auf der Ersatzbank: FCL-Innenverteidiger Tomislav Puljic. (Bild Philipp Schmidli)

Daniel Wyrsch

Jakob Jantscher hat Gesellschaft bekommen: Am letzten Samstag beim 5:1-Heimsieg über Vaduz sassen neben dem österreichischen Nationalspieler Tomislav Puljic und Hekuran Kryeziu auf der Ersatzbank. Während Offensivmann Jantscher wie in den letzten vier Pflichtspielen immerhin zu einem Teileinsatz kam, mussten Innenverteidiger Puljic (33) und Mittelfeldspieler Kryeziu (23) bis zum Abpfiff draussen bleiben. Eine bittere Pille für die beiden Profis, die während der Vorrunde zu den Luzerner Leistungsträgern zählten.

Umso angenehmer ist dagegen die Situation vor dem Auswärtsspiel bei den Grasshoppers (Samstag, 20.00) für FCL-Trainer Markus Babbel: «Es herrscht echter Konkurrenzkampf, bei uns kann sich keiner ausruhen.» Noch nie in der 115-jährigen Klubgeschichte konnte ein Coach auf ein so grosses und ausgeglichenes Kader zählen. Die beachtliche Qualität der Spieler macht es Babbel einfacher, den völlig misslungenen Rückrundenauftakt mit sechs Pflichtspielniederlagen vergessen zu machen. Aus den letzten drei Partien resultierten die ersten sieben Punkte im Jahr 2016. Punktezuwachs ist aber auch im Duell gegen das drittplatzierte GC gefordert.

«Applaus-Dusche» für Hyka

Doch zuerst zurück zu den neuen Edelreservisten: Was waren die Gründe, warum kamen Tomislav Puljic und Hekuran Kryeziu gegen Vaduz nicht zum Einsatz? Babbel erklärte es zum einen mit dem Spielverlauf. «Wir konnten in der Offensive problemlos wechseln.» Der zweifache Penaltytorschütze Markus Neumayr verspürte leichte muskuläre Probleme und signalisierte, dass er präventiv ausgewechselt werden möchte. Dem stark aufspielenden 5:1-Endstand-schützen Jahmir Hyka wollte der Trainer «den verdienten Applaus bei der Auswechslung geben». Und im Fall von Jérôme Thiesson befürchtete Babbel, «dass ihn der Schiedsrichter bei einer Lappalie mit Gelb-Rot vom Platz schicken könnte, darum wechselte ich ihn vor Neumayr und Hyka aus».

Babbel glaubt ans Duo Sarr/Affolter

Danach äusserte sich Babbel zu den einzelnen Personalien: «Tomislav Puljic hatte gerade ein bisschen Pech, weil die Genesung seines Muskelfaserrisses etwas länger dauerte. Sally Sarr und François Affolter haben es in seiner Abwesenheit einfach richtig gut gemacht.» Der Deutsche verlangt das Verständnis seiner Profis: «Die Spieler müssen sich auch einmal in meine Lage versetzen. Die zwei machen es gut – und ich soll einen rausnehmen! Wie soll ich das überhaupt erklären? So nach dem Motto: ‹Hey, ihr habt super gespielt, mit euch beiden haben wir vier Punkte aus den letzten zwei Spielen geholt, aber jetzt spielt einer von euch zweien nicht.›» Das komme nicht in Frage, solange die Leistungen stimmen. Puljic, dessen Vertrag erst kürzlich um ein Jahr bis Sommer 2017 verlängert worden ist, bleibt aller Voraussicht im Letzigrund auf der Ersatzbank sitzen.

Auch im Fall von Kryeziu stellte Babbel fest, dass zuletzt nicht alles für den Spieler gelaufen ist: «Bei Kryeziu ist ebenfalls ein bisschen Pech dabei. Wegen Krankheit und Verletzung geriet er in einen Rückstand. Mit Markus Neumayr sowie den Jungen Nicolas Haas und Remo Arnold, der in Thun ein hervorragendes Spiel ablieferte, hat er ebenfalls mehrere Konkurrenten.» Die Ausgangslage von Kryeziu ist für das Spiel bei GC aber nicht die schlechteste: Da Babbel in Zürich kaum derart offensiv aufstellt wie gegen Vaduz, besitzt der physisch wie technisch gute Spieler eine Chance, in die Startformation zurückzukehren.

Vorteile für Hyka und Schneuwly

Babbel äusserte sich auch zu Edeljoker Jantscher: «Jakob hatte extreme Schwierigkeiten, in die zweite Saisonhälfte zu kommen. Er ist seiner Form hinterhergelaufen.» Die Konkurrenzsituation für den Grazer, der an die EM fahren will, ist derzeit gross.

Und Hyka? «Er bewegt sich seit Wochen auf einem konstant hohen Niveau, aber auch Christian Schneuwly spielt auf dieser Position sehr klug», sagte Babbel. Er verlangt von den Reservisten, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Stattdessen sollen sie sich im Training das Selbstvertrauen holen, um dann Leistung zu bringen, wenn im Spiel die Chance kommt. «Nur so wird es funktionieren», machte der Luzern-Trainer eine eindeutige Ansage.

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