GC empfängt FCL unter umgekehrten Vorzeichen

Luzern ist im heutigen Auswärtsspiel im Letzigrund dringend auf Punkte angewiesen. Die Grasshoppers könnten sich im Gegenzug mit einem Sieg noch stärker in der Spitzengruppe festsetzen.

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Luzern-Trainer Ryszard Komornicki nach der Niederlage in Lausanne. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Luzern-Trainer Ryszard Komornicki nach der Niederlage in Lausanne. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Die Gefühlslage beim FC Luzern vor dem Auswärtsspiel bei den Grasshoppers (19.45 Uhr, live auf luzernerzeitung.ch) ist düster: In neun Meisterschafts-Partien gab es nur einen «Dreier» zu bejubeln, im Duell der Habenichtse gegen Schlusslicht Servette. Die ganz kurze Anfangs-Euphorie nach dem Amtsantritt von Ryszard Komornicki mit Siegen gegen Genk und Servette hat längst der Rückkehr in die Realität Platz gemacht. Und diese sieht düster aus. Der Mannschaft fehlt ein echter Leader auf dem Platz, es hat zu viele Mitläufer und mit Stürmer Dimitar Rangelov einen Problemfall, der Chancen à discretion auslässt. Im traditionell emotionalen Umfeld der Swisspor-Arena ist etwas mehr als einen Monat nach dem Ende der Yakin-Ära keine Ruhe eingekehrt. Hinter vorgehaltener Hand wird auch die Arbeit von Sportchef Heinz Hermann kontrovers diskutiert.

Komornicki: «Wir brauchen Zeit»

Das 0:2 am 19. August in Luzern war gleichbedeutend mit dem Ende von Murat Yakins Tätigkeit am Fusse des Pilatus. Seither ist die Situation aber nicht substanziell besser geworden. Luzern ist sicher auch deswegen nicht Letzter, weil Servette noch deutlich schlechter gewesen ist. Komornicki hofft, dass heute schon die Wende einsetzt: «Wir brauchen Zeit und vor allem ein Erfolgserlebnis.» Fraglich ist Dario Lezcano.

Rückblende auf Mai 2012: Die Grasshoppers entgingen als Achtplatzierte der Relegation wohl nur wegen der unsäglichen «Romandie-Wirren», der FCL beendete mit Platz 2 in der Meisterschaft und der Cupfinal-Teilnahme gerade eine fast perfekte Spielzeit und hatte 28 Punkte mehr auf dem Konto als die Zürcher.

Wenn jemand damals prophezeit hätte, dass GC heute mit sieben Rängen und 14 Punkten Vorsprung auf die Luzerner ins Direktduell der 10. Runde steigt, wäre er zweifelsfrei als Fantast bezeichnet worden. Doch in den letzten Monaten haben die Zürcher eine enorm positive Entwicklung durchgemacht und sich nach zuletzt fünf Siegen - ohne Gegentor notabene - fix in der Spitzengruppe etabliert. Die wichtigste Neuverpflichtung ist heute allerdings fraglich: Veroljub Salatic plagen seit dem Derbysieg am Sonntag Muskelbeschwerden im Oberschenkel.

si

Hinweis:
Die United Supports haben einen Extrazug in den Letzigrund organisiert, Luzern ab 16.50 Uhr, Sursee ab 17.16, Zürich Altstetten an 18.34 Uhr. Rückfahrt ab Altstetten um 22.10 Uhr. Die Tickets kosten 22 bzw. 44 Franken ohne Halbtax. Reguläre Tickets sind gültig.