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GC - LUZERN 4:2: Luzerner stürzen noch tiefer ins Elend

Schlechter Start für den neuen Luzern-Trainer Roberto Morinini: Seine Mann­schaft unterlag den Grasshoppers nach einer glücklichen 1:0-Pausen­führung mit 2:4. Insbesondere die Luzerner Abwehr hinterliess nach Diarras Auswechslung einen desolaten Eindruck.
Luzern weiterhin am Boden: Luzerns Paquito neben GCs Vero Salatic. Bild Philipp Schmidli/Neue LZ

Luzern weiterhin am Boden: Luzerns Paquito neben GCs Vero Salatic. Bild Philipp Schmidli/Neue LZ

Es war eine Begegnung mit zwei Gesichtern: Die ersten 45 Minuten auf dem Zürcher Letzigrund bot gähnende Langeweile mit einem abschliessenden Penaltytor von Davide Chiumiento.

Ganz anders die zweite Halbzeit: Nach Diarras Auswechslung (56.) und dem Platzverweis von Luzerns Alain Wiss nach dessen zweiten gelben Karte (59.) gings so richtig los mit dem flotten Toreschiessen.

Torfestival nach einer Stunde
Innerhalb von acht Minuten fielen auf dem Zürcher Letzigrund vier Tore vom 0:1 zum 3:2. Erst legte Salatic wunderschön zurück auf Cabanas, der souverän in die rechte Torecke zum verdienten 1:1-Ausgleich traf (61.). Nur eine Minute später kam Luzerns Rückkehrer Jean-Michel Tchouga mittels Kopfball nach einem Corner zu seinem ersten Saisontor. Doch dann wars auch schon vorbei mit der Luzerner Herrlichkeit.

Wieder nur vier Minuten später köpfelte der stets gefährliche Bobadilla einen Freistoss von Cabanas aus offsideverdächtiger Position am verdutzten Zibung vorbei zum 2:2 ins Tor. Und wieder vergingen nur drei Minuten zum nächsten GC-Treffer: Seoane befreite nur ungenügend zu Callà, dessen genaue Flanke Sabanovic mit dem Kopf an den Innenpfosten setzte. Den auf der Linie rollenden Ball brauchte Mikari nur noch zur 3:2-Führung ins Tor zu schieben (69.).

Luzerns Zerfallerscheinungen in der Abwehr
Die Partie war spätestens nach Bobadillas zweitem Treffer in der 83. Minute entschieden. Sabanovic und Mikari bereiteten das Tor mit Leichtigkeit vor und liessen die Luzerner Abwehr ganz schlecht aussehen. Die Luzerner Hintermannschaft zeigte bereits in den Minuten zuvor Zerfalls­erschei­nungen. Mit etwas mehr Konzentration hätten die Grasshoppers leicht noch zwei, drei Tore mehr erzielen können.

Ein Gesicht der Luzerner Mannschaft, ein System, war insbesondere nach der Auswechslung des bis dahin stark spielenden Diarra (nach seiner Verletzung noch nicht über 90 Minuten fit) und dem Platzverweis von Wiss nicht zu erkennen. Die Spieler wechselten die Positionen praktisch nach jedem Angriff, eine klare Zuordnung war in der letzten halben Stunde nicht zu erkennen.

Roberto Morininis Überraschungen
Mit viel Spannung erwarteten die Zuschauer und Journalisten den ersten Auftritt des FC Luzern unter dem neuen Trainer Roberto Morinini. Sie wunderten sich dann spätestens bei der Aufstellung bei Spielbeginn: Statt Ravasi stürmte Paquito neben Tchouga, der wie erwartet zum ersten Mal von Beginn weg spielte. Ferreira und Mesbah blieben auf der Bank, dafür spielten Gajic und Zverotiv im Mittelfeld neben Wiss und Chiumiento. Und Seoane kämpfte neben Schirinzi, Veskovac und Diarra in der Verteidigung.

Die Rechnung schien zumindest bis zum Pausenpfiff aufzugehen – allerdings bloss, was das Resultat betraf. Luzern spielte bis dahin ohne jegliche Inspiration und kam zu keiner einzigen Torchance. Dann – kurz vor der Pause – gelang den Zentralschweizern die erste Ballstafette überhaupt: Schirinzi lancierte Paquito, dieser spielte steil auf Wiss in den Strafraum, den Rest besorgte GC-Haudegen Smiljanic mit einem klaren Foul: Penalty. Chiumiento traf souverän in die rechte Torecke zur glücklichen Pausen­führung für Luzern.

Kommt nun endlich das Glück?
Zur Pause durfte man sich fragen, ob mit Morinini und Tchouga nun endlich auch das Glück in die Luzerner Mannschaft gekommen sei. Eine Art Winnermentalität vielleicht. Leider hielten sich diese Gedanken nicht allzu lange. Was nach Tchougas überraschendem 2:1-Führungstreffer nach gut einer Stunde von der Luzerner Mannschaft zu sehen war, liess einen fast ein bisschen Angst und Bange werden. Es wartet noch viel Arbeit auf Roberto Morinini und seine Männer.

Aus Zürich: Gusti Gretener / Zisch

Grasshoppers - Luzern 4:2 (0:1).
Letzigrund. - 4700 Zuschauer. - SR Bertolini. - Tore: 45. Chiumiento (Foulpenalty) 0:1. 61. Cabanas 1:1. 62. Tchouga 1:2. 66. Bobadilla 2:2. 70. Mikari 3:2. 84. Bobadilla 4:2.

Grasshoppers: Jakupovic; Voser, Vallori, Smiljanic, Mikari; Colina, Salatic; Callà, Cabanas, Lulic (77. Zuber); Bobadilla.

Luzern: Zibung; Veskovac, Seoane, Diarra (56. Mesbah); Zverotic, Gajic (46. Renggli), Wiss, Schirinzi (79. Ravasi); Chiumiento; Paquito, Tchouga.

Bemerkungen: GC ohne Colomba, Daprelà, Dos Santos, Gabriel, Sutter, Zarate (alle verletzt) und Feltscher (U21). Luzern ohne Lustenberger (gesperrt), Kukeli, Pacar und Schwegler (alle verletzt). 59. Gelb-Rote Karte Wiss (Foul). -- Verwarnungen: 18. Chiumiento (Reklamieren), 27. Bobadilla (Reklamieren, im nächsten Spiel gesperrt), 44. Smiljanic (Foul), 51. Wiss (Foul).

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