HALLENMASTERS WINTERTHUR: Der Luzerner Triumph bleibt aus

Der FC Luzern musste sich am Winterthurer Hallenmasters mit dem vierten Platz zufrieden geben. Fringer setzte auf Jugend, diese war aber zu passiv. Den Titel holte sich der ausländische Gast FC Prishtina.

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Luzerns Dejan Sorgic gegen Thuns Ervin Gashi. (Bild EQ)

Luzerns Dejan Sorgic gegen Thuns Ervin Gashi. (Bild EQ)

Als der FC Prishtina im Final den FC Aarau gleich mit 6:0 vom Platz fegte, war das Turnier für den FC Luzern schon beendet. Denn der FC St.Gallen wusste den Luzerner Finaleinzug zu verhindern. Mit 8:5 verwies dieser die Innerschweizer auf den vierten Platz und sicherte sich dadurch den dritten Rang.

Gerade im Spiel um den dritten Platz zeigte sich deutlich, an was es der Luzerner Mannschaft fehlte. Während die St. Galler zweimal innerhalb von drei Minuten drei Tore verbuchen konnten, brachten die Luzerner zuwenig Dominanz auf das Spielfeld und vermochten den Spielverlauf nie zu ihren Gunsten zu drehen.

Zibungs Spiel mit dem Feuer
Dass Luzerns Schlussmann Zibung öfters den Drang verspürt, den Sechzehner zu verlassen, ist schon aus einigen Meisterschaftsspielen bekannt. Auch heute war er fast mehr an der Mittellinie als auf der Torlinie anzutreffen. Die logische Konsequenz zeigte sich im Gruppenspiel gegen Thun: Kukuruzovic nimmt Zibung den Ball im Mittelfeld ab und läuft auf den leeren Luzerner Kasten zu, in dem er den Ball natürlich ohne Probleme unterbringt.

Trotzdem war Zibung ein starker Rückhalt für seine Mannschaft. Mit spektakulären Paraden verhinderte er so manchen Gegentreffer und liess sich im Spiel gegen St. Gallen gleich noch in die Torschützenliste eintragen, was ihm als einziger Torhüter des Turniers gelang.

Nachwuchsförderung
Luzern-Trainer Fringer nutzte das Turnier um einigen jungen Spieler eine Chance zu geben. So stellte er die jüngste Mannschaft des Turniers. Stellenweise schlug sich diese Zusammenstellung ganz ordentlich, doch im Gesamtbild wirkte sie zu unsicher. Es fehlte an der Entschlossenheit, das Spieldiktat zu übernehmen.

Insgesamt war die Mannschaftsleistung gerade noch passabel, doch fällt der vierte Platz bei Beteiligung von drei Challenge-League Vereinen doch ein wenig enttäuschend aus.

Aus Winterthur: Martin Erdmann / Zisch