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HORW: Bewegende Trauerfeier für FCL-Meistertrainer Friedel Rausch

Mehrere hundert Personen haben am Montag am Trauergottesdienst für den verstorbenen FCL-Meistertrainer Friedel Rausch in Horw teilgenommen. Nebst Familie und Freunden waren viele Wegbegleiter aus dem Fussball anwesend.
In der Pfarrkirche Horw erinnert ein Porträt an Friedel Rausch – vor dem Altar steht seine Urne. (Bild: Timmy Memeti (Horw, 27. November 2017))

In der Pfarrkirche Horw erinnert ein Porträt an Friedel Rausch – vor dem Altar steht seine Urne. (Bild: Timmy Memeti (Horw, 27. November 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Neun Tage nachdem der bekannte und beliebte Trainer Friedel Rausch im Alter von 77 Jahren unerwartet an einem Herzversagen zu Hause in Kriens verstorben war, fand am Montag in Horw der Trauergottesdienst mit anschliessender Urnenbeisetzung auf dem Friedhof statt.

Neben der Trauerfamilie Rausch, Freunden und Bekannten hatten sich auch viele ehemalige Wegbegleiter aus dem Fussball in der katholischen Pfarrkirche St. Katharina eingefunden.

Die Meisterhelden gedenken ihres Trainers

Aus der Mannschaft der Saison 1988/89, die Friedel Rausch zum einzigen Schweizer-Meister-Titel der Luzerner Vereinsgeschichte geführt hatte, nahmen Roger Wehrli, Hansi Burri, Urs «Longo» Schönenberger, Herbert Baumann, Stefan Marini, Hanspeter Kaufmann, Roger Tschudin, Heinz Moser sowie Rauschs langjähriger Assistenztrainer Ignaz Good an der Trauerfeier teil. Vom Cupsiegerteam von 1992 gesellte sich der ehemalige Nationalspieler Adrian Knup zu den FCL-Meisterspielern.

Auf dem Friedhof hatten sie einen Kranz niedergelegt, auf der blauweissen Schleife stand: «Danke Friedel, dein Meisterteam.» Ein deutscher Spitzenverein machte seine Aufwartung. «Ein letzter Gruss, FC Schalke 04», stand auf einem Kranz. Beim Traditionsclub aus dem Ruhrpott hatte Rausch ab 1963 in der neugegründeten Bundesliga gespielt. Seine Trainerkarriere begann auch auf Schalke, 1977 wurde er dort Vizemeister.

Ebenfalls nach Horw waren die Ex-FCL-Spieler Gody Waser, Walter Fischer, Roli Widmer und Stefan Wolf gekommen. Vom aktuellen Team waren David Zibung, Claudio Lustenberger, Markus Babbel und Patrick Rahmen anwesend.

Die früheren Luzern-Präsidenten Romano Simioni, Walter Stierli und Mike Hauser zählten ebenso zu den Trauergästen wie der heutige FCL-Präsident Philipp Studhalter. Letztgenannter hatte Friedel Rausch nicht persönlich gekannt, würdigte den erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte aus Erlebnissen anderer. «Die Spieler schwärmten von seinen Ansprachen vor dem Match. Er sprach so eindringlich auf das Team ein, bis auch der Hinterste für die Partie parat war.»

Der reformierte Pfarrer von Horw, Jonas Oesch, sagte in seiner Predigt, dass Friedel Rausch mit seiner ansteckenden Lebensfreude, seinem Charisma und dem Interesse für die Mitmenschen ein Vorbild gewesen sei. «Ein Berufener wurde abberufen», betitelte er die Predigt über den Mann, der mit Leib und Seele Trainer war. «Er blieb sich selbst, war echt, ein Original mit Ecken und Kanten.»

Der Familienmensch Friedel Rausch

Sohn Ingo Rausch las den reich erfüllten Lebenslauf seines 1940 in Duisburg im Ruhrpott geborenen Vaters vor. Er erzählte, wie dieser in den sehr einfachen Verhältnissen der Nachkriegszeit aufwuchs, den Fussball liebte und sich den Traum vom Profi erfüllte. Ein Thema war auch das Weltenbummlerleben der Trainerfamilie Rausch – bis sie 1985 in Luzern angekommen ist. «Eine der schönsten Städte der Welt», so Ingo. Die Rauschs sind hier heimisch geworden.

Stolz sei der Vater gewesen, dass ihn Kanzler Helmut Kohl vor einem Spiel mit Kaiserslautern anrief und Glück wünschte. Sohn Ingo schätzt und betont, wie sehr Friedel Rausch ein Familienmensch war. Nach dem Ende der Trainerkarriere hätte er die Zeit mit seiner Frau, den beiden Söhnen, deren Frauen und besonders mit den vier Enkeln sehr genossen. Die Enkelinnen Caroline und Vivienne umrahmten die bewegende Trauerfeier mit Liedern am Klavier.

Enkel Léon erzählte, wie Opa ihm immer gerne beim Fussballspielen zuschaute, «obwohl ich nicht talentiert war und keine Tore schoss». So war Friedel Rausch, ein Mann mit grossem Herz.

Aus der Mannschaft der Saison 1988/89, die Friedel Rausch zum einzigen Schweizer Meistertitel der Luzerner Vereinsgeschichte geführt hatte, nahmen Roger Wehrli (links), Hansi Burri (Mitte) und Urs «Longo» Schönenberger teil. (Bild: Nadia Schärli (Horw, 27. November 2017))

Aus der Mannschaft der Saison 1988/89, die Friedel Rausch zum einzigen Schweizer Meistertitel der Luzerner Vereinsgeschichte geführt hatte, nahmen Roger Wehrli (links), Hansi Burri (Mitte) und Urs «Longo» Schönenberger teil. (Bild: Nadia Schärli (Horw, 27. November 2017))

Der heutige FCL-Trainer Markus Babbel (links mit Mütze) und der langjährige FCL-Torhüter David Zibung (mit weissem Hemd) bei der Ankunft zur Trauerfeier für Friedel Rausch. (Bild: Nadia Schärli (Horw, 27. November 2017))

Der heutige FCL-Trainer Markus Babbel (links mit Mütze) und der langjährige FCL-Torhüter David Zibung (mit weissem Hemd) bei der Ankunft zur Trauerfeier für Friedel Rausch. (Bild: Nadia Schärli (Horw, 27. November 2017))

Der ehemalige FCL-Spieler Adrian Knup (links) und der ehemalige FCL-Präsident Walter Stierli begrüssen sich an der Beerdigung von Friedel Rausch. (Bild: Nadia Schärli (Horw, 27. November 2017))

Der ehemalige FCL-Spieler Adrian Knup (links) und der ehemalige FCL-Präsident Walter Stierli begrüssen sich an der Beerdigung von Friedel Rausch. (Bild: Nadia Schärli (Horw, 27. November 2017))

«Danke Friedel, Dein Meisterteam» und «Ein letzter Gruss, FC Schalke 04» steht auf den blau-weissen Schleifen des Trauerflors. (Bild: Nadia Schärli (Horw, 27. November 2017))

«Danke Friedel, Dein Meisterteam» und «Ein letzter Gruss, FC Schalke 04» steht auf den blau-weissen Schleifen des Trauerflors. (Bild: Nadia Schärli (Horw, 27. November 2017))

Blick in die Pfarrkirche St. Kathrina in Horw, wo die Trauerfeier für Friedel Rausch stattfand. (Bild: Timmy Memeti (Horw, 27. November 2017))

Blick in die Pfarrkirche St. Kathrina in Horw, wo die Trauerfeier für Friedel Rausch stattfand. (Bild: Timmy Memeti (Horw, 27. November 2017))

Fans und Spieler nahmen am Samstagabend kurz vor 19 Uhr vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen den FC Basel Abschied von Friedel Rausch. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 25. November 2017))

Fans und Spieler nahmen am Samstagabend kurz vor 19 Uhr vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen den FC Basel Abschied von Friedel Rausch. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 25. November 2017))

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