Kann Captain Schwegler dem FCL bald wieder mehr Aggressivität geben?

Statt des geplanten Testspiels bei den Grasshoppers hat der FC Luzern am Freitag zu Hause auf der Allmend einen internen Match ausgetragen. Besonders aufgefallen sind dabei die Routiniers Christian Schwegler und Claudio Lustenberger.

Daniel Wyrsch
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Christian Schwegler (links) und Martin Frydek (Mitte) gegen den ballführenden Testspiel-Torschützen Ibrahima Ndiaye

Christian Schwegler (links) und Martin Frydek (Mitte) gegen den ballführenden Testspiel-Torschützen Ibrahima Ndiaye

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 13. November 2020)

Christian Schwegler kickte beim internen Trainingsmatch in alter Frische mit. Der 36-jährige Ettiswiler hatte sein letztes Pflichtspiel vor fast neun Monaten am 22. Februar 2020 auswärts gegen Thun (1:1) bestritten. Das war die letzte Super-League-Runde ohne Corona-Massnahmen gewesen. Schwegler musste damals in der Stockhorn-Arena nach 45 Minuten draussen bleiben. Ein erneuter Innenbandanriss am Knie zwang den Luzerner Rechtsverteidiger zur langen Zwangspause.

Nun ist der Captain zurück, er hat in den letzten Wochen offensichtlich grosse Fortschritte erzielt. «Ich bin bereit, stehe zur Verfügung», antwortete Christian Schwegler auf eine entsprechende Reporterfrage nach dem internen Testspiel auf der Allmend. Seine Erfahrung, Aggressivität und sein Biss würden dem FC Luzern gewiss gut tun. Am vergangenen Samstag im Auswärtsspiel gegen den FC Zürich (0:2-Niederlage) fehlten der Mannschaft von Fabio Celestini Kampfbereitschaft, Intensität und Leidenschaft.

Assistenztrainer Lustenberger macht eine gute Figur

In Abwesenheit des österreichischen Nationalspielers Louis Schaub und des Schweizer U21-Internationalen Silvan Sidler sowie Filip Ugrinic (Quarantäne) fiel übrigens ein anderer Routinier beim FCL-Testkick besonders auf: Claudio Lustenberger. Er bewies die gleiche Bissigkeit wie Christian Schwegler. Nur ist der 33-jährige Linksverteidiger im Sommer 2019 nach 13 Super-League-Saisons für die Innerschweizer zurückgetreten. Anschliessend arbeitete Claudio Lustenberger zuerst als FCL-Talentmanager. Seit Januar ist der Krienser neben Genesio Colatrella zweiter Assistent von Fabio Celestini.

Übrigens: Auch verbal zeigte sich Claudio Lustenberger im Testkick aggressiv, schnauzte einen Gegenspieler nach einer überharten Intervention an.

Assistenztrainer Claudio Lustenberger (rechts) passt den Ball vor Varol Tasar: CL7 spielte dynamisch wie zu seinen besten Zeiten.

Assistenztrainer Claudio Lustenberger (rechts) passt den Ball vor Varol Tasar: CL7 spielte dynamisch wie zu seinen besten Zeiten.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 13. November 2020)

In einer Woche muss gegen Vaduz der erste Saisonsieg her

Vielleicht müssten die jüngeren FCL-Profis an Lustenberger und Schwegler ein Vorbild nehmen. Am Samstag in einer Woche im Kellerduell gegen Aufsteiger FC Vaduz muss in der Swisspor-Arena in der siebten Saisonpartie endlich der erste Sieg her. Der senegalesische Flügel Ibrahima Ndiaye bewies, dass er immer noch torgefährlich ist. Er schoss im Testmatch den einzigen Treffer, der 22-Jährige umkurvte Stammgoalie Marius Müller und netzte gekonnt ein.

Das geplante Testspiel vom Freitag im GC-Campus in Niederhasli hatte abgesagt werden müssen, weil bei den Zürchern mehrere Profis positiv auf Covid-19 getestet worden waren und die ganze Mannschaft in Quarantäne gesetzt wurde.