Kommentar
Es gibt kein Wenn und Aber: Jetzt muss für den FC Luzern der Kübel her

In der Meisterschaft wird es dem FC Luzern höchstens zum Ligaerhalt reichen. Doch in Cup kann der FCL nach 29 Jahren Wartezeit endlich wieder einen Titel holen. Das muss gelingen.

Turi Bucher
Turi Bucher
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In der Meisterschaft hat der FC Luzern lediglich das Minimalziel mehr oder weniger erreicht, den Ligaerhalt. Es war – bis jetzt – ein unbefriedigendes Super-League-Jahr. Doch der FCL hat noch einen Trumpf in den Füssen, kann die Saison retten: Nach dem 2:1-Halbfinalsieg im Schweizer Cup gegen den FC Aarau kann Luzern im Cupfinal nach 29 Jahren Wartezeit endlich wieder einen Titel holen. Es gibt kein Wenn und Aber: Jetzt muss der Kübel her!

Die Freude kennt nach dem Finaleinzug keine Grenzen.

Die Freude kennt nach dem Finaleinzug keine Grenzen.

Bild: Martin Meienberger / Freshfocus (Aarau, 4. Mai 2021)

Dabei hatte vor diesem Halbfinal beim unterklassigen Aarau zumindest die Statistik ziemlich gegen Luzern gesprochen: Vier Halbfinals in den letzten neun Jahren hatten die Luzerner verbockt. Diesmal hat es geklappt, diesmal hat es der FCL im Cup nicht «verhalbfinalt». 1:0 in Thun; 2:1 in Chiasso; 2:1 nach Verlängerung in Lugano; 2:1 in Aarau – dass es der FCL Partie um Partie mit mehr Ach und Krach und weniger spielerischer Brillanz in den Final geschafft hat, das ist vergessen, ist egal. Und dass es in Aarau wieder Superjoker (Ball-)Tasar richten musste, dass am Schluss auch noch ein wenig Dusel mit dabei war: auch egal.

Die Feierlichkeiten in Luzern

Der Cupsieg wäre viel mehr als die in den letzten Tagen zitierte Kirsche auf der Torte. Der Pokal würde nach den Cupsiegen von 1960 und 1992 markant in der FCL-Vereinsgeschichte glänzen. Ganz gleich, wie der Gegner am Pfingstmontag, dem 24. Mai, heisst, ob Servette oder St.Gallen: Ja, jetzt muss der Cupsieg, der Kübel her.