LESERREAKTIONEN: «Sforza soll Bier mit der Mannschaft trinken»

Nach einer Niederlagenserie hat der FC Luzern am vergangenen Sonntag den ersten Punkt heimgeholt. Zisch-Leser haben nun am Telefon ihre Meinung zur Lage des Fussballklubs geäussert.

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Jetzt wird Kritik gegen ihn laut: Trainer Ciriaco Sforza im Gespräch mit einem Spieler. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Jetzt wird Kritik gegen ihn laut: Trainer Ciriaco Sforza im Gespräch mit einem Spieler. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Trotz des etwas überraschenden Unentschiedens gegen Bellinzona am vergangenen Sonntag nutzten nur wenige Leser die Gelegenheit, ihre Gedanken auf die Zisch-Vox-Box zu sprechen.

Walter Schürmann aus Beromünster beispielsweise gab als langjähriger FCL-Fan seinem Frust Ausdruck. Er sieht «grosse mentale Schwächen» bei der Mannschaft und findet, «Ciriaco Sforza soll lieber mal ein Bier oder zwei mit der Mannschaft trinken gehen, anstatt immer gleich nach Hause nach Wohlen zu fahren.» Hanspeter Esthermann aus Rheinfelden findet noch direktere Worte: «Der Abgang von Sforza würde viele freuen.» Dies sieht Franz Lichtsteiner aus Weinfelden anders: «Bitte Ruhe bewahren und keine Trainerentlassung provozieren! Der FC Luzern wird schon noch auf Touren kommen.»

Aber hören Sie selbst, was unsere Leser sonst noch für Meinungen haben:

Diese Reaktion hat uns zudem per Brief erreicht:

Dem neuen FCL fehlt (noch) das Selbstvertrauen

Wer das Spiel des FC Luzern gegen die AC Bellinzona verfolgen konnte, sah einen engagierten und kämpferischen FC Luzern, der aber über die gesamte Spieldauer die Verunsicherung in der Mannschaft nach dem Fehlstart in die Meisterschaft nie ablegen konnte. Auch nach der relativ frühen und überraschenden 2:0-Führung kam das Selbstvertrauen nicht zurück. Und man spürte es förmlich, in der Nachspielzeit musste noch etwas «passieren». Was, ist bekannt.

Eines hat das Spiel im heissen Tessin gezeigt. Die Defensive ohne Veskovac und Diarra ist zu sehr verunsichert. Schwegler nur noch ein Schatten seiner selbst. Der kämpferische und beste Spieler auf dem Platz, Davide Chiumiento ist der veritable Spielmacher der Mannschaft. Diese Rolle muss ihm der Trainer aber auch übertragen. Da muss das System noch präziser werden. Die Neuzuzüge Ferreira und Renggli müssen endlich die Hemmungen ablegen und auch mit mehr Mut in den Abschluss gehen. Ravasi ist ein viel versprechender Stürmer. Er zusammen mit Tchouga wird noch für Musik im Sturm sorgen.

Es liegt jetzt an Trainer Ciriaco Sforza, der Mannschaft seine Handschrift aufzudrücken und das Selbstvertrauen zurückzugeben. Es geht aber auch nur über Disziplin und Kampf. Und für das Spiel gegen den überraschenden Leader FC Aarau vom kommenden Samstag kann die Devise nur lauten: «Hallo, wir sind der FC Luzern, wir schlagen den Leader als erste Mannschaft!» Es ist aber auch eine Sache der mentalen Einstellung, das Selbstvertrauen zurückzuholen und an sich und die eigenen Fähigkeiten zu glauben.

Silvio Panizza, Ebikon

ana