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LUZERN: FC Luzern muss mehr für Polizeieinsätze zahlen

Der FC Luzern muss sich stärker an den öffentlichen Sicherheitskosten bei Fussballspielen beteiligen. Der jährliche Beitrag erhöht sich um 300'000 Franken.
Nach einem FCL-Spiel sperrt die mit Gummischrot und Gasmasken ausgerüstete Polizei die Zentralstrasse in Luzern ab. (Bild: Philipp Schmidli / Archiv LZ)

Nach einem FCL-Spiel sperrt die mit Gummischrot und Gasmasken ausgerüstete Polizei die Zentralstrasse in Luzern ab. (Bild: Philipp Schmidli / Archiv LZ)

Jedes Jahr zahlt der FC Luzern pauschal 570'000 Franken an den Kanton Luzern für die Sicherheit rund um seine Heimspiele. Das war bisher so. Neu muss sich der Fussballklub pauschal mit 870'000 Franken an den Sicherheitskosten beteiligen. Der Kanton Luzern und der FC Luzern haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Vereinbarung dauert fünf Jahre. «Sie soll zusätzlich weitere Ansätze und Anreize zur Verhinderung von Gewaltausübung und zur Senkung der Polizeikosten bieten», schreibt die Staatskanzlei.

Künftig wird die Abgeltung an den Kanton jährlich neu definiert. Die Höhe richtet sich jeweils nach dem effektiven Aufwand für die Polizeikosten des Vorjahres.

Die neue Vereinbarung hält sich an Vorgaben aus dem Parlament, wie es in der Mitteilung heisst. Diese fordern eine Kostenbeteiligung von annähernd 80 Prozent an den Polizeikosten abzüglich der unentgeltlichen Grundversorgung.

Bis zu 250'000 Franken Rabatt

Der FCL erhält insgesamt bis zu 250'000 Franken pro Jahr Rabatt, wenn die Bewilligungsauflagen vollumfänglich umgesetzt werden, Ausschreitungen ausserhalb des Stadions ausbleiben und der Klub in Sicherheitsinfrastruktur (maximal 50'000 Franken) investiert.

Die Vereinbarung regelt ausserdem die Beteiligung des FC Luzern und der Swissporarena an den Polizeikosten bei Spielen ausserhalb der Meisterschaft. Freundschaftsspiele, Cupspiele, internationale Spiele des FCL oder Länderspiele bleiben bei geringem Sicherheitsrisiko unentgeltlich. Bei einem mittleren Sicherheitsrisiko werden pauschal 25'000 Franken, bei hohem Sicherheitsrisiko pauschal 50'000 in Rechnung gestellt.

Steuerzahler entlasten

Eine höhere Beteiligung des FCL an den öffentlichen Sicherheitskosten geht auf den Willen des Kantonsparlaments zurück. Dieses überwies 2010 und 2013 entsprechende Vorstösse. Im Sommer 2015 revidierte es das Polizeigesetze, sodass der Kanton neu nicht nur bis zu 50 sondern bis zu 80 Prozent der öffentlichen Sicherheitskosten auf private Veranstalter abwälzen darf.

Diverse Anlässe hätten einen immer grösseren Einsatz von Polizeikräften zur Folge, hiess es im Parlament. Dieses will die Steuerzahler entlasten und ein Anreiz für den FCL schaffen, stärker in die Sicherheit zu investieren.

2014 kosteten die Polizeieinsätze wegen FCL-Spielen 1,5 Millionen Franken. 570'000 Franken davon musste der FCL übernehmen – 70'000 Franken wurden dem Verein erlassen.

pd/rem/sda

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