Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

LUZERN: FCL-Frauen können weiter jubeln

Am Donnerstagabend hat die Generalversammlung des FC Luzern Breitensport über den Verbleib der Frauen in ihrem Verein entschieden. Der Entscheid fiel zugunsten der Spitzenfussball-Frauenteams.
FCL-Spielerinnen bejubeln ein Tor gegen den FC St. Gallen. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (13. März 2016))

FCL-Spielerinnen bejubeln ein Tor gegen den FC St. Gallen. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (13. März 2016))

Simon Wespi

sport@luzernerzeitung.ch

An der Vereinsversammlung sagten die Mitglieder des Vereins FC Luzern klar Ja zu Frauen-Spitzenfussball. Damit haben das NLA-Team sowie die Nachwuchsmannschaften U19, U17 und U15 weiterhin eine Zukunft unter dem Namen FC Luzern. Das Abstimmungsresultat war mit 76:4 Ja-Stimmen eine deutliche Angelegenheit.

An der Versammlung vom Donnerstagabend wurde beschlossen, dass der Frauen-Spitzenfussball nun eine eigenständige Sektion im Verein ist und nicht mehr der Sektion Breitensport angegliedert ist, wie dies bisher der Fall war. Der neue Vorstand mit dem designierten Präsidenten Thomas Bluntschli hat nun drei Monate Zeit, eine ordentliche Vereinsstruktur zu schaffen sowie Anpassungen bei den Statuten vorzunehmen. Bluntschli arbeitet bei einer Grossbank, seine Tochter spielt bei den FCL-Juniorinnen. Als neuen Trainer der NLA-Mannschaft konnte Glenn Meier vom FC Eschenbach verpflichtet werden, der auch als technischer Leiter fungiert.

Budget wird um 30 Prozent gekürzt

Als eigenständige Sektion des Vereins gelte es nun, den Frauenfussball in den nächsten drei Jahren weiterzuentwickeln, sagt Hans Meyer, Präsident des Vereins FCL. «Die Sektion hat jetzt eigene Rechte und Pflichten und kann Werbeverträge selbstständig abschliessen.» Bis dato mussten alle Vorgänge dem Breitensport Fussball rapportiert werden. Gemäss dem designierten Präsidenten Thomas Bluntschli wird das Budget für das Frauen NLA-Team um gut 30 Prozent reduziert und beläuft sich somit auf zirka 300 000 Franken. Dieses werde hauptsächlich durch Sponsoren, Gönner und Investoren generiert. «Die Sponsorensuche ist noch nicht beendet, die Türen bei uns stehen weiterhin offen», so Bluntschli. Laut Meyer lautet die Devise: «Es dürfen keine roten Zahlen zu Stande kommen, Einnahmen minus Ausgaben gleich null.» Ein Platzproblem gebe es nicht, der Trainingsbetrieb könne weitergeführt werden wie bisher. Die Kabinen der Leichtathletikanlage stellt die Stadt Luzern weiterhin zur Verfügung.
Hans Meyer ist glücklich mit der neuen Lösung, zu der auch Philipp Studhalter, Verwaltungsratspräsident der FC Luzern-Innerschweiz AG, am Donnerstagabend sein Ja-Votum abgab.

Dem Frauen-Spitzenfussball beim FCL drohte das Aus, weil der gesamte bisherige Vorstand per Ende Juni seinen Rücktritt erklärt hatte. Grund dafür war, dass der Frauen-Spitzenfussball nicht in die FC Luzern-Innerschweiz AG integriert wurde. Die AG argumentierte, die Integration sei aus finanziellen und räumlichen Gründen nicht möglich (Ausgabe vom 16. Mai). Die Vorgaben, die 2014 in einer Absichtserklärung festgehalten wurden, seien nicht erfüllt worden. Der bisherige Vorstand ist hingegen der Ansicht, er habe alle Auflagen für die Integration erfüllt.

Der designierte Vorstand des FCL-Frauen-Spitzenfussballs: Präsident: Thomas Bluntschli. Vizepräsident/Administration: Robert Schürch. Sport: Ruggiero Pelliccione. Marketing/Sponsoring/Kommunikation: Erwin von Moos. Finanzen: Stefan Konzett.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.