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LUZERN: FCL hofft auf Prellbock aus Sydney

Der FC Luzern steckt am Tabellenende fest, und heute (16 Uhr) sind die Young Boys in der Swisspor- Arena zu Gast. Gegen den Leader mit dem besten Angriff der Liga ist ein Spiel mit offenem Visier zu erwarten.
Daniel Wyrsch
Sollte wieder bei Kräften sein: FCL-Stürmer Tomi Juric (rechts). (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Thun, 1. Oktober 2017))

Sollte wieder bei Kräften sein: FCL-Stürmer Tomi Juric (rechts). (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Thun, 1. Oktober 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Markus Babbel mag den Auftritt der Young Boys. Wie schon nach dem 1:4 vor einem Monat in Bern schwärmt der FCL-Coach im Vorfeld der heutigen Partie vom neuen Fussball des Hauptstadtklubs: «Die Berner haben sich gewaltig gesteigert im Vergleich zu den Vorjahren. Sie haben nicht nur ein gutes Umschaltspiel, sondern können das Spiel mittlerweile auch ganz gut selber machen.»

Babbel erwartet eine schwierige Partie. Da YB nicht nur spielerisch überzeugt. «YB ist physisch sehr robust und zweikampfstark.» Für den Luzern-Trainer aus Bayern ist das Team des Vorarlbergers Adi Hütter «der Topfavorit auf die Meisterschaft» – also besser als Titelhalter Basel.

Doch hat sich Babbel gegen den Leader Young Boys einen Plan zurechtgelegt. Er verlangt von sich und seiner Equipe, «dass wir noch enger zusammen­rücken». Physisch und taktisch sei eine Topleistung notwendig, um gegen YB dagegenhalten zu können. Zudem habe sein Team Lösungen und Möglichkeiten, um das eigene Spiel im heimischen Stadion durchzubringen.

Juric und Demhasaj erzielen die Hälfte aller Luzern-Tore

Näher wollte der FCL-Teamchef auf die erwähnten Lösungen nicht eingehen. Neue spielerische Möglichkeiten bietet sicher Sturmtank Tomi Juric (26). Als Prellbock kann der Mann aus Sydney vorne auch mal den Ball halten, damit die Mitspieler nachrücken können. Der Australien-Kroate wurde von Babbel im letzten Match auswärts gegen GC (1:1) bis 19 Minuten vor Schluss geschont, da er in der Woche zuvor für das australische Nationalteam in der WM-Qualifikation unter anderem kräfteraubende Flugreisen zu bewältigen hatte. «Jetzt hat Tomi eine Woche Zeit gehabt, sich aufs Spiel vorzubereiten. Wir hoffen, er gibt wieder Gas», so Babbel.

Vier Tore hat Juric in dieser Meisterschaft bislang geschossen, Sturmpartner Shkelqim Demhasaj (21) kommt auf deren drei. Zusammen hat das Duo die Hälfte aller Treffer der Innerschweizer erzielt. Das Total von 14 Toren ist nach elf Runden mit elf Punkten für den Tabellenvorletzten sicher unbefriedigend.

Angesichts des Offensivpotenzials von YB (2,4 Tore pro Ligamatch) wäre es für den FCL kaum ein erfolgversprechendes Rezept, sich hinten reinzustellen. YB ist derzeit zu spielstark, agil und schnell. Bestes Beispiel dafür ist Roger Assalé. Der nur 1,67 Meter grosse Stürmer schoss am Donnerstag in der Europa League beide Berner Tore zum 2:2 auswärts gegen Dynamo Kiew. Beim zwischenzeitlichen 2:1 reagierte der Ivorer aus nächster Nähe schneller als Captain Morosjuk und Torhüter Kowal.

Babbel zitiert aus der Hymne «You’ll Never Walk Alone»

Die Luzerner müssen sich auf eine geballte Angriffspower der Gäste gefasst machen. Assalé und Christian Fassnacht haben in der Meisterschaft je fünf Treffer markiert, der in Kiew erst kurz vor Schluss eingewechselte Jean-Pierre Nsame bereits sechs Tore. Weil der neue FCL-Abwehrchef Reto Ziegler in der Partie gegen GC eine Überdehnung im rechten Oberschenkel erlitt, steht das Heimdebüt des Ex-Sitteners auf der Kippe. «Ich muss überlegen, ob ich ihn pausieren lassen soll, damit er am Donnerstag im Cup-Achtelfinal in Echallens wieder fit wäre», erklärt Babbel.

Weitere fünf verletzte Spieler hat der FCL-Coach zu beklagen, er kämpft derzeit mit viel Ungemach. Sieben Spiele dauert die Serie ohne Sieg. Der Ex-Liverpool-Profi fordert Klubstolz und Kampf, zitiert aus dem Liverpool-Fanlied «You’ll Never Walk ­Alone»: «Gerätst du einmal in einen Sturm, dann halt den Kopf oben.»

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