Der FC Luzern holt auswärts in Basel einen Punkt – torlose Partie mit wenig Höhepunkten

Der FC Luzern schliesst die Super-League-Saison versöhnlich ab. Eine in der zweiten Halbzeit immer jünger werdende Mannschaft spielt gegen Basel 0:0.

Janick Wetterwald
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Kurzbericht

Der FCL – mit Debütant Simon Enzler zwischen den Pfosten und Lino Lang im Sturm – ist in den Anfangsminuten präsenter, spielt sich aber keine nennenswerte Torchance heraus. Der FC Basel übernimmt danach das Spieldiktat, hat mehr Ballbesitz, bleibt aber in der Anfangsphase ebenfalls ungefährlich vor dem FCL-Tor. Nach 20 Minuten die erste Chance für das Heimteam – es bleibt abgesehen von einem Kopfball aus Abseitsposition die einzige Möglichkeit. Die erste Halbzeit erwärmt die Herzen der Fussballfreunde im kühlen «Joggeli» nicht.

Die zweite Halbzeit gleicht den ersten 45. Minuten. Basel hat den Ball, versucht sich Chancen zu erspielen, doch das gelingt nur selten. Die beste Chance vergibt Dimitri Oberlin nach 68. Minuten. Der FC Luzern gelegentlich mit Nadelstichen. Francesco Margiotta vergibt die beste FCL-Chance nach einer Stunde. Trainer Celestini bringt bei Luzern in der zweiten Halbzeit seine jungen Auswechselspieler Ardon Jashari, Nenad Zivkovic – die beide gegen Zürich zu Kurzeinsätzen kamen – sowie Ashvin Balaruban und Julian Hermann, der sein Debüt in der Super League gibt.

Simon Enzler feiert im Tor des FC Luzern ein mehrheitlich ruhiges Debüt in der Super League.

Simon Enzler feiert im Tor des FC Luzern ein mehrheitlich ruhiges Debüt in der Super League.

Bild: Marc Schumacher / freshfocus

Stimmen zum Spiel

Simon Enzler: «Es freute mich mega, als ich erfuhr, dass ich gegen den FC Basel spielen darf. Über das Resultat ohne Gegentreffer bin ich überglücklich.»

Stefan Knezevic: «Wir probierten in der ersten Halbzeit mitzuspielen und haben das bis zum letzten Drittel hin auch geschafft. In der Defensive haben wir nur wenig zugelassen.»

Knezevic trug beim FC Luzern die Kapitänsbinde.

Knezevic trug beim FC Luzern die Kapitänsbinde.

Bild: Marc Schumacher / freshfocus

Fabio Celestini: «In der ersten Halbzeit versuchten wir mehr, in der zweiten Halbzeit wechselte ich einige Spieler mit Blick auf das YB-Spiel aus. Gegen Ende der Partie waren wir darauf aus, das Unentschieden zu halten.»

Die wichtigsten Szenen der Partie

Die FCL-Startelf auswärts gegen Basel:

19. Minute – Chance FCB: Der schnelle Dimitri Oberlin läuft auf links dem FCL-Verteidiger Silvan Sidler davon und sucht mit seiner Flanke den grossen Kemal Ademi. Dieser fliegt aber am Ball vorbei und FCL-Goalie Simon Enzler kann den Ball wegfausten. Fabian Frei nimmt den zweiten Ball direkt und schiesst am Tor vorbei.

24. Minute – Chance FCB: Nach einer präzisen Flanke von Frei köpft Ademi gefährlich aufs Tor und Enzler kann nur mit dem Körper abwehren. Der Stürmer stand jedoch knapp im Abseits – ein allfälliger Treffer wäre von Schiedsrichter Urs Schnyder nicht anerkannt worden.

52. Minute – Chance FCB: Tician Tushi tankt sich über die linke Angriffsseite durch und zieht ab. Sein Schuss streift am langen Eck die Latte, da wäre Enzler machtlos gewesen.

59. Minute – Chance FCL: Nach einem FCB-Eckball kontert Luzern über Simon Grether und Francesco Margiotta. Der Italiener profitiert von einem Fehler des jungen Orges Bunjaku und kann auf das Basler Tor losziehen. Der Stürmer lässt aber Kaltblütigkeit und Übersicht vermissen. Sein Schuss zentral aus Tor ist für Nikolic im FCB-Goal kein Problem – Lino Lang wäre mitgelaufen.

68. Minuten – Chance FCB: Dimitri Oberlin steht alleine vor Enzler und schiesst knapp am weiten Pfosten vorbei. Zuvor behauptet sich Oberlin nach einem Zuspiel von Bunjaku gegen Marvin Schulz.

85. Minute – Chance FCL: Nenad Zivkovic läuft über rechts durch und will den Ball im kurzen Eck versorgen. Der junge FCL-Angreifer schiesst allerdings am Tor vorbei.

89. Minute – Chance FCB: Ricky van Wolfswinkel schiesst zentral im Strafraum direkt in die Arme von Simon Enzler.

Resultate und Tabelle

Der FC Sion entscheidet das Fernduell gegen den FC Thun für sich und überholt die Berneroberländer in der letzten Runde. Thun spielt somit in der Barrage gegen den FC Vaduz.

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