LUZERN - KRIENS 2:3: SC Kriens stellt dem grossen Bruder ein Bein

Der FC Luzern stolperte in einem Testspiel gegen den SC Kriens und verlor 2:3. Aufkommende Krienser Windböen setzten dem Super-League-Club nach der Pause mächtig zu.

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Glückloser FC Luzern: Kukeli bei einem Freistoss. (Bilder René Meier/Zisch)

Glückloser FC Luzern: Kukeli bei einem Freistoss. (Bilder René Meier/Zisch)

Ein Tief über dem Horwer Seefeld sorgte für schwarze Wolke vor Spielbeginn und just beim Anpfiff zum Derby öffnete Petrus seine Schleusen. Eine Kaltfront schlich über den Rasen, Luzern schien beflügelte und schoss sich locker ein, mit Chiumiento auf Penalty (14.) und Paiva (19.) zog der FCL 2:0 davon. Und die Spieler hatten noch viele Möglichkeiten, in der ersten Halbzeit das Score zu erhöhen, denn die Spieler waren so geladen, dass dies selbst der Schiedsrichter zu spüren bekam: Nach einem Foul an Chiumiento wollte Kukeli den Freistoss schnell ausführen und schoss den Ball statt in den Krienser Strafraum mit voller Wucht Schiedsrichter Speranda an den Kopf. Dieser ging zu Boden, konnte aber nach kurzer Pflege wieder mittun. Für den Lacher des Abends war aber der Platzspeaker verantwortlich, der nach einem Offside-Tor Ianus (31.) überzeugt bereits das 3:0 verkündete, während die Partie längst weiterlief. Tadic schoss kurz vor der Pause den Anschlusstreffer, ebenfalls auf Penalty zum Erstaunen der knapp 700 Zuschauer.

Wechselhaft und windig

Als zu Beginn der zweiten Halbzeit der Himmel auflockerte, fegte nicht mehr der Wind, sondern Kriens über das Horwer Seefeld. Der (Luzerner) Dauerregen liess nach, starke Krienser Böen zogen auf. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich Thiagos (51.) stand Bucheli in der 87. Minute goldrichtig, machte im Strafraum eine Drehung an Freund und Feind vorbei und schoss das Leder aus spitzem Winkel an Zibung vorbei in die Maschen zum 3:2.
Nach dem Spiel stürmten die Kleinen den Platz und belagerten den Grossen, stellten Fragen zur Niederlage und wollten nur eines: eine Unterschrift. Derweil machte sich beim FC Luzern eine zum Tief gehörende Kaltfront breit.

Luzern – Kriens 2:3 (2:1) 
Sportanlage Seefeld, Horw - 700 Zuschauer - SR Speranda - Tore: 14. Chiumiento (Penalty) 1:0, 19. Paiva 2:0, 41. Tadic (Penalty) 2:1, 54. Thiago 2:2, 87. Bucheli 2:3

Luzern: Zibung; Lambert, Wiss, Veskovac, Lustenberger; Renggli (73. Secli), Chiumiento (73. Imholz), Kukeli; Ianu (73. Pacar), Paiva, Ferreria (73. Frimpong).

Kriens: Djukic; Barmettler, Büchli, Ribeiro, Fanger (46. Stadelmann); Foschini (46. Masiero), Ferricchio (46. Bucheli), Thüring (63. Souto), Darbellay, Mangold; Tadic.

Bemerkungen: Luzern ohne Diarra, Seoane, Sorgic, Lukmon und Tchouga (alle verletzt); Etter (Grippe), Yakin (A-Nationalmannschaft), Zverotic (Nationalmannschaft Serbien-Montenegro). Kriens ohne Meier, Grasseler, Souto und Colacino (alle verletzt).

rem

Schiedsrichter Speranda ging kurz zu Boden, nachdem er den Ball mit voller Wucht ins Gesicht bekam.