LUZERN - LEGIA WARSCHAU 1:1: Luzern trotzt Legia Warschau ein Remis ab

Zum Auftakt des 47. Uhrencups in Grenchen trennten sich der FC Luzern und Legia Warschau in einem ereignis­armen Spiel 1:1. Die Luzerner Führung schoss Jacopo Ravasi nach 9 Minuten.

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Torschütze zum 1:0: Jacopo Ravasi. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Torschütze zum 1:0: Jacopo Ravasi. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Mit dem Eröffnungsspiel zwischen dem FC Luzern und dem polnischen Cupsieger und Vizemeister Legia Warschau trafen zwei ähnlich aufspielende Teams aufeinander: Stark im Verteidigen, aber uninspiriert im Angriff. 

Die beiden Teams boten in diesen 90 Minuten eine insgesamt sehr mässig interessante Partie. Von Champagner-Fussball war weit und breit nichts zu sehen.

Zwei Zufälle – zwei Treffer
So ergaben sich die einzigen zwei Tore durch individuelle Fehler in der Abwehr. Zum einen liess sich Warschaus Blazej von Luzerns stark spielender Sturmspitze Jacopo Ravasi wie ein C-Junior den Ball abnehmen. Der zog darauf alleine auf den polnischen Keeper Skaba und verwertete sicher zum 1:0 nach 9 Minuten. 

Erst eine Unsicherheit der Luzerner Innerverteidiger Diarra und Veskovac ermöglichte dem eingewechselten Grzelak  den Ausgleichstreffer in der 72. Minute. Durch Vukovic herrlich in die Tiefe angespielt, erwischte er Luzerns Torhüter Swen König zwischen den Beinen.

Kaum Chancen – keine Karten
Sowohl auf dem Platz wie auf der Tribüne hätte es mehr vertragen: auf dem Spielfeld Chancen und auf den Rängen Zuschauer. Nur  2'668 Matchbesucher kamen zum Auftakt des Grenchner Traditionsturniers. Viel gab es aber in der Tat nicht zu sehen. Auf beiden Seiten liessen sich die Möglichkeiten an einer Hand abzählen. 

Die Topchance zum Luzerner Führungsausbau in der ersten Halbzeit vereitelte Warschaus Torwart Skaba: In der 33. Minute parierte er Enrico Schirinzis überraschenden Schuss aus der Drehung mirakulös. Vier Minuten danach hatte der Warschauer Kumbew den Ausgleich auf dem Fuss. Dank Swen König – neben Jacopo Ravasi der beste Luzerner an diesem Abend – hielt die Luzerner Führung aber wenigstens bis zur Pause.

Der Kurzauftritt von Janko Pacar
Trainer Ciriaco Sforza schien so ratlos wie seine Spieler auf dem Feld.: Nur zweimal machte er von den vier Wechselmöglichkeiten Gebrauch. In der 61. Minute brachte er den jungen Pacar für Schirinzi – und musste den gleichen Pacar nach nur 9 Minuten verletzungshalber wieder vom Platz nehmen – für ihn kam Goran Karanovic.

Der Ausgleich der Polen begann sich mit dem Start in die zweite Hälfte abzuzeichnen. Der wirblige Rocki scheiterte in der 55. Minute an König, der brachte den Ball nicht unter Kontrolle und Wisocki schoss völlig alleinstehend über das leere Luzerner Gehäuse. Der Ausgleich durch Grzelak nach 72 Minuten war die zwingende Folge des Spielverlaufs und für Legia Warschau letztlich mehr als verdient. 

Luzern gab nach einer akzeptablen ersten Halbzeit zu stark nach, spielte mit der Fortdauer der Partie immer matter und unkonzentrierter. Das mag an der harten Trainingswoche liegen, noch passt aber nicht alles zusammen im Spiel des FC Luzern. 

Aus Grenchen: Martin Erdmann / Zisch

Luzern - Legia Warschau 1:1 (1:0)
Brühl, Grenchen. - 2668 Zuschauer. - SR Kever. - Tore: 9. Ravasi 1:0. 72. Grzelak 1:1.

Luzern: König; Schwegler, Veskovac, Diarra, Lustenberger; Renggli, Seoane; Mesbah, Ferreira, Schirinzi (61. Pacar, 70. Karanovic); Ravasi.

Legia Warschau: Skaba; Bronowicki, Blazej (72. Wawrzyniak), Kumbew (46. Choto), Wisocki; Rocki, Vukowic, Ivanski (46. Giza), Smolinski; Radovic (46. Szalachovski), Arambide (46. Grzelak, 80. Borysiuk).

Bemerkungen: Luzern ohne Wiss, Kukeli, Tchouga (alle verletzt) und Chiumiento (privat abwesend). Euro-Teilnehmer Wawrzyniak (Legia) in der 72. Minute eingewechselt. Euro-Torschütze Roger Guerreiro (Legia) auf der Tribüne (Trainingsrückstand). 72. Grzelak nach dem Tor verletzt ausgeschieden.

Die weiteren Spiele des Uhrencups in Grenchen:
Donnerstag: Luzern - Dortmund (18.00 Uhr), Basel - Legia Warschau (20.45 Uhr). - Samstag: Basel - Dortmund (19.30).