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LUZERN - LIVERPOOL 1:2: Liverpool eine Nummer zu gross für Luzern

Im letzten Testspiel vor Saisonbeginn verlor der FC Luzern gegen ein stark spielendes Liverpool mit 1:2. Sforzas Mannschaft spielte gut mit und liess sich vom englischen Rekordmeister nicht dominieren.
Liverpools Degen im Zweikampf mit Luzerns Lustenberger und Gavranovic. (Bild Keystone)

Liverpools Degen im Zweikampf mit Luzerns Lustenberger und Gavranovic. (Bild Keystone)

Im letzten Vorbereitungsspiel vor Sasionauftakt gegen Vaduz traf der FC Luzern auf den Übermannschaft aus Liverpool. Die Attraktivität des Gegners spiegelte sich im Publikum wieder. 9 000 Zuschauer verfolgten eine grösstenteils unterhaltsame Partie im ausverkauften Stadion Brühl in Grenchen.

Das Luzerner Verletzungspech zwang Trainer Ciriaco Sforza zur Umstellung seiner Verteidigung. Daher nahmen Neuzugang Zverotic und Schwegler die Plätze der verletzten Veskovac und Diarra in der Innenverteidigung ein. Die neue Abwehrsituation brachte einige Abstimmungsprobleme mit sich.

Liverpools Voronin und Pacheco kombinierten sich immer wieder durch die Luzerner Hintermannschaft. So gingen die Engländer schon nach 10 Minuten durch Lucas Leiva in Führung, der von einem klugen Pass von Pacheco in den Strafraum profitierte und Torwart Zibung keine Chance liess.

Dauernd unter Druck
Luzern zeigte sich davon unbeeindruckt. Die Zentralschweizer spielten in der ersten Phase der ersten Halbzeit gut mit und machten es dem englischen Topverein schwer, in viel versprechende Abschlusspositionen zu kommen. In der Offensive fehlte zwar oft die Durchsetzungskraft gegen eine gut organisierte Liverpooler Abwehr.

Durch Testspieler Mario Gavranovic kamen die Luzern nur drei Minuten nach dem 0:1 zum Ausgleich: Mesbah behielt in einem schnellen Angriff die Übersicht und köpfte den Ball von rechts in den Strafraum, wo Gavranovic den Ball per Kopf an Liverpool-Keeper Cavalieri zum Ausgleich vorbei ins Tor zirkelte.

Luzerns Glück - Liverpools Tor
Liverpool kontrollierte von nun an das Spiel. Durch den besten Mann auf dem Feld, Andrej Voronin, kamen die Engländer immer wieder zu gefährlichen Chancen und hätten das Spiel schon vor der Pause entscheiden müssen.

Eine Riesenchance bot sich Yossi Benayoun in der 28. Minute: Nach einem Doppelpass mit Pacheco fand er sich völlig frei vor Zibung wieder, vermochte den Ball aber nicht an diesem vorbeizuschieben. Erst in der 37. Minute erzielte Voronin den verdienten Führungstreffer für die Liverpooler: Sein eleganter Heber aus rund 24 Metern liess dem zu weit vor dem Tor postierten David Zibung keine Chance.

Solide in der zweiten Halbzeit
Das Spiel nahm im zweiten Durchgang an Unterhaltungswert ab. Liverpool musste nicht mehr, Luzern konnte nicht mehr. Zu berechenbar spielten die Luzerner nach vorne. So wurden ihre Angriffe immer wieder früh abgefangen. Das Spiel plätscherte darauf über weite Strecken vor sich hin, ohne zwingende Möglichkeiten zu bieten. Positiv zu werten war, dass die Luzerner nun besser mit den Vorstössen des FC Liverpool zurecht kamen. Dadurch kam der Favorit aus der Premier-League in der zweiten Halbzeit zu weniger Abschlüssen.

Einzig Voronins und Pachecos schnelle Durchmärsche durch die Luzerner Abwehr brachten ernsthafte Gefahr. So musste der in der Halbzeit eingewechselte Swen König in der 53. Minute gegen Pacheco klären und hatte in der 79. Minute Glück, dass Voronin nur das Aussennetz des Tores traf.

Guter Auftritt trotz Mängeln
Luzern-Trainer Ciriaco Sforza darf mit seiner Mannschaft zufrieden sein. Angesichts der vielen Verletzungen und des mächtigen Gegners hat sich sein Team tapfer geschlagen. Mehr Akzente in der Offensive hätten dem Luzerner Spiel sicherlich nicht geschadet, und die Abwehr machte nicht immer einen sattelfesten Eindruck. Doch liess sich die Mannschaft nicht unterkriegen und zeigte grosse Einsatzbereitschaft. Der englische Rekordmeister war letztlich einfach eine Nummer zu gross für den Verein aus der Super-League.

Aus Grenchen: Martin Erdmann / Zisch

Video-Stimmen zum Spiel folgen am Donnerstag.

FC Luzern - Liverpool 1:2 (1:2)
Stadion Brühl - 9 500 Zuschauer (ausverkauft) - SR: Claudio Circhetta. – Tore: 10. Leiva 0:1, 13. Gavranovic 1:1, 37. Voronin 1:2.

FC Luzern: Zibung (46' König); Zverotic (23' Lambert), Schwegler, Seoane, Lustenberger (53' Schirinzi); Ferreira(46' Paquito ), Renggli, Hasic, Mesbah (46' Gajic ); Chiumiento (46' Ravasi); Gavranovic (53' Karanovic).

Liverpool: Cavalieri; Degen (46' Darby), Carragher (46' Skrtel), Agger (46' Hyypia), Insua; Benayoun (46' Babel), Leiva, Plessis (63' Spearing), Leto (53' Aurelio); Voronin (81' Kuyt), Pacheco (78' Mascherano).

Bemerkungen: Luzern ohne Diarra, Veskovac, Wiss, Tchouga und Kukeli (alle verletzt). Liverpool ohne Torres, Alonso, Reina, Abelardo (alle noch in den Ferien nach der Euro) und Gerrard (geschont).

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