LUZERN - LOCARNO 2:0: Luzern schlägt Locarno ohne Mühe

Im letzten Test bevor es gegen Xamax wieder ernst gilt, schlägt der FC Luzern den harmlosen Gast aus Locarno mit 2:0. Mit einem neuen Testspieler versucht Trainer Fringer, die von Verletzungen geschwächte Innenverteidigung zu verstärken.

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Luzerns Burim Kukeli (links) versucht, den Spielern des FC Locarno den Ball abzunehmen. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Luzerns Burim Kukeli (links) versucht, den Spielern des FC Locarno den Ball abzunehmen. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Das Spiel auf dem Wartegger Kunstrasen war nach 45 Minuten bereits entschieden: Da Frimpong mehrere ausgezeichnete Chancen vergab, zeigte ihm Renggli in der 22. Minute, wie es gemacht wird und hämmerte den Ball aus 15 Metern in die tiefe, linke Torecke – unhaltbar für Locarnos Keeper Auregli. Drei Minuten später profitierte Frimpong von einem Fehlpass von Kuhl und leitete sofort weiter in die gegnerische Strafraummitte, von wo aus sein Sturmpartner Paiva nur noch zum 2:0 einzuschieben brauchte.

Während die erste Halbzeit durchaus über einen gewissen Unterhaltungswert verfügte, tat es die Luzerner Spielkultur in der zweiten Hälfte der Sonne gleich – und ging langsam unter. Daher blieben die nach der Pause eingesetzten Stürmer Tchouga und Ravasi praktisch chancenlos. Nur Janko Pacar vermochte auf der rechten Seite für einige überraschende Momente zu sorgen.

Krisengebiet Innenverteidigung
Gestern ist er in Luzern angekommen, heute bildete er zuerst mit Schwegler und in der zweiten Halbzeit mit Lukmon die Innenverteidigung: Der Deutsch-Türke Ümit Celik. Er spielte über 90 Minuten eine solide Partie und könnte eine willkommene Notlösung für die vom Verletzungspech verfolgte Luzerner Innenverteidigung sein.

Sein Auftritt war zwar zu Trainer Fringers Zufriedenheit, aber ob Celik auch am nächsten Sonntag gegen Neuchatel Xamax auf dem Platz stehen wird, ist noch ungewiss. Denn die Westschweizer Abstiegskonkurrenten werden mit Sicherheit weniger zaghaft zur Sache gehen als der unterklassige Gegner aus dem Tessin.

Martin Erdmann / Zisch

FC Luzern – FC Locarno 2:0
Sportplatz Wartegg, 200 Zuschauer. Tore: 22. Renggli 1:0. 26. Paiva 2:0.

Luzern: Zibung (46. König); Zverotic, Celik, Schwegler (Lukmon), Kukeli; Ferreira (46. Pacar), Renggli (75. Lambert), Gajic (75. Lustenberger), Scarione (46. Chiumiento); Frimpong (46. Ravasi), Paiva (46. Tchouga).

Locarno: Auregli; Riccio, Ziccardi, Kuhl, Stoller; Milosevic, Reyes, Frigomosca, Osella; Senger, Pollini.