LUZERN – VADUZ 3:1: Die Hoffnung kehrt auf die Allmend zurück

Der FC Luzern erkämpfte sich gegen Vaduz drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Über 10'000 Zuschauer sahen ein Nervenspiel, das die Luzerner letztlich verdient für sich entschieden.

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Paiva, Lukmon und Frimpong jubeln nach dem Tor zum 2:0. (Bilder EQ)

Paiva, Lukmon und Frimpong jubeln nach dem Tor zum 2:0. (Bilder EQ)

Es lief bereits die Nachspielzeit: Lukmon erkämpfte sich nach dem letzten Eckball der anstürmenden Gäste den Ball, Gajic leitete ihn an Lustenberger weiter – und der lief mit dem Leder auf und davon, liess alle hinter sich und schob den Ball schliess­lich aus fünf Metern ins leere Tor zum alles entscheidenden 3:1. Vaduz-Goalie Kirschbaum hatte sein Tor längst verlassen, um im Luzerner Strafraum sein letztes Glück zu versuchen.

Das war die definitive Entscheidung in einem Zitterspiel, dass die Nerven von Spielern und Zuschauern während 94 Minuten gleichermassen strapazierte. Es ging um viel in diesem Duell der beiden Letzten, und es waren die Luzerner, die nach einer halben Stunde wie die sicheren Sieger aussahen.

Zibungs Fehler und Lustenbergers Schuss ins Glück
Nach vier Minuten brachte Gajic den FC Luzern mit einem überlegten Schuss aus 18 Metern mit 1:0 in Führung. Eine halbe Stunde später düpierte Paiva Goalie Kirschbaum elegant zum 2:0. Alles lief wie erhofft aus Sicht der Fringer-Truppe. Doch dann leistete sich Luzern-Keeper David Zibung einen kapitalen Fehler, als er einen 40-Meter-Freistoss von Fejzulahi völlig falsch einschätzte und den Ball einfach ins Tor passieren liess.

Danach verloren die Luzerner ihre Sicherheit. Es kam zu besagtem Nerven­spiel. Richtig spektakulär wurde die Partie dann in den letzten 10 Minuten: Erst prüfte Vaduz-Torjäger Gaspar Zibung zur Parade des Tages, dann zog Frimpong los und wurde von Polverino im letzten Moment gefoult, wofür dieser zurecht die rote Karte erhielt.


Die Tat zum Platzverweis: Vaduz' Polverino foult Frimpong als letzter Mann.

Die Angst der Luzerner vor einem Gegentreffer in letzter Minute blieb diesmal unbegründet: Für einmal waren sie es, die mit dem Schlusspfiff ein Tor erzielten.

Von der Luzerner Allmend: Gusti Gretener / Zisch

Analysen zum Sieg des FC Luzern und die Stimmen nach dem Spiel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.

FC Luzern - FC Vaduz 3:1 (2:1)
Allmend. - 10'173 Zuschauer. - SR Busacca. - Tore: 4. Gajic 1:0. 34. Paiva 2:0. 37. Fejzulahi 2:1. 93. Lustenberger 3:1.

Luzern: Zibung; Lukmon, Seoane, Schwegler, Lustenberger; Gajic, Renggli; Frimpong, Scarione (86. Zverotic), Ferreira (80. Chiumiento); Paiva (75. Tchouga).

Vaduz: Kirschbaum; Ritzberger, Rudan, Iten, Cerrone; Polverino, Senna; Fejzulahi (53. Galbi), Gaspar, Rivaldo (10. Bellon/79. Thordarson); Dadi.

Bemerkungen: Luzern ohne Kukeli, Lambert (beide verletzt), Veskovac und Wiss (beide rekonvaleszent). Vaduz ohne Nickenig (gesperrt), Dzombic, Fischer, Mea Vitali, Reinmann und Willian (alle verletzt). 6. Rivaldo-Kopftor wegen Offside nicht anerkannt. 10. Rivaldo nach Zusammenprall mit Zibung ins Spital verbracht (Kopfverletzung). 47. Tor von Rudan wegen Offside nicht anerkannt. Platzverweis: 79. Polverino (Notbremse an Frimpong). Verwarnungen: 36. Fejzulahi (Foul), 39. Ritzberger (Foul), 72. Seoane (Unsportlichkeit), 73. Gaspar (Unsportlichkeit), 74. Zibung (Unsportlichkeit).

Stimmen zum 3:1-Sieg gegen Vaduz: