LUZERN – XAMAX 0:1: Die Luzerner Niederlagenserie geht weiter

Der FC Luzern hat vor heimischer Kulisse, 5900 Zuschauer waren auf der Allmend anwesend, gegen Neuchâtel Xamax eine 0:1-Niederlage kassiert. Das warten auf den ersten Punktgewinn geht weiter.

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Luzerns Torhüter David Zibung und Christophe Lambert haben keine Chance gegen Julio Hernan Rossi von Xamax: Er schiesst das 0:1 auf der Luzerner Allmend. (Bild Keystone)

Luzerns Torhüter David Zibung und Christophe Lambert haben keine Chance gegen Julio Hernan Rossi von Xamax: Er schiesst das 0:1 auf der Luzerner Allmend. (Bild Keystone)

Der FC Luzern war in seinem zweiten Heimspiel nach den beiden zuletzt enttäuschenden und indiskutablen Leistungen gegen Vaduz (1:2) und Zürich (0:1) zu einer Reaktion gezwungen. In der dritten Meisterschaftsrunde musste gegen Neuchâtel Xamax das erste Erfolgserlebnis her. Punkte wurden zur Pflicht, für das Schlusslicht der Axpo Super League. Und diese erhofften Zähler blieben wunschdenken, einmal mehr. Das Team von Trainer Ciriaco Sforza, ohne die Verletzten Boubacar Diarra, Jean-Michel Tchouga, Burim Kukeli und Janko Pacar angetreten, verlor mit 0:1. Den Siegestreffer für die Gäste erzielte Julio Hernan Rossi (84.).

Engagierter FCL
Mit einer tollen Choreographie, ?Volle Kraft voraus, Kurs Richtung Europa?, wurden die Spieler von den Fans begrüsst. Und mit dieser moralischen und in dieser Situation sehr wichtigen Unterstützung, kam man bereits in den Startminuten einen anderen FCL zu Gesicht, als noch in den beiden Partien zuvor. Das Team von Trainer Ciriaco Sforza zeigte sich sehr engagiert und gewillt. Nennenswert war der Freistoss von Davide Chiumiento (20.), der von Xamax-Schlussmann Guillaume Faivre allerdings sicher pariert wurde. Drei Minuten später verpasste Jacopo Ravasi, auf herrliches Zuspiel von Claudio Lustenberger, das runde Leder und die Führung für den Gastgeber nur knapp. Doch auch die Neuenburger, die zu Beginn der Partie mehrheitlich mit Abwehrarbeiten beschäftigt waren, erarbeiteten sich durch Ideye Brown (25.) und dem auffälligsten Neuenburger in der ersten Halbzeit, Johnny Szlykowicz (30. und 38.), sehr gute Torszenen. Es blieb zur Pause aber beim leistungsgerechten 0:0.

Xamax wie verwandelt
Die Akteure von Trainer Néstor Clausen waren nicht mehr wieder zu erkennen und nahmen das Spieldiktat nach dem Pausentee in die Hand. Thierno Bah (47.) sorgte mit einem Lattenknaller für grosses Aufsehen. Doch auch in der Folge waren es die Westschweizer, die spielbestimmend waren. Den Luzernern fehlte es an Spielwitz, Cleverness und Ideen. Und vor allem an nennenswerten Chancen. Mit individuellen Fehlern im Spielaufbau machten sich die Platzherren das Leben immer wieder selber schwer. Vieles war nun Zufall. Es dauerte 19 (!) Minuten, bis zur ersten FCL Chance im zweiten Durchgang. Der Freistoss von Djamel Mesbah war allerdings alles andere als gefährlich. Harmlos, so konnte man es auch taxieren. Eigentlich symptomatisch für den Auftritt der Luzerner nach der Pause. Glück hatten die Luzerner in der 80. Spielminute, als der Xamaxien Tariq Chihab nur knapp mit seinem Kopfballversuch vor Zibung scheiterte. Doch vier Minuten später durften die Westschweizer jubeln. Julio Hernan Rossi, der während der gesamten Partie eigentlich unauffällig war, skorte für sein Team. Freistehend vor Zibung und völlig unhaltbar versenkte er das runde Leder. Die Neuenburger-Akteure und ihre rund 200 mitgereisten Supporter bejubelten die nicht ganz unverdiente Führung. Und diesen knappen Vorsprung rettete Xamax über die 95 Minuten. Über die gesamte Partie betrachtet, lieferte das Team von Trainer Sforza eine weitere enttäuschende Leistung ab. An diesem Abend waren nur die Fans, die ihr Team lautstark unterstützen, Axpo Super League tauglich.

Wegweisende Partien
Mit dem Aufsteiger Bellinzona (Sonntag, 3. August 16 Uhr Stadio Comunale) und Aarau (Samstag, 9. August, 17.45 Uhr Brügglifeld) warten in den nächsten beiden Wochen zwei weitere schwere Gegner auf die Luzerner. Gegen den Aufsteiger aus der Südschweiz lautet die Devise ganz klar: verlieren verboten! Eine weitere Niederlage, in der jetzigen Situation, darf sich das Schlusslicht der Axpo Super League nicht mehr leisten. 

Von der Luzerner Allmend: Michael Wyss / Zisch

Luzern – Neuchâtel Xamax 0:1 (0:0)

Allmend. - 5874 Zuschauer. - SR Busacca. - Tor: 84. Rossi 0:1.

Luzern: Zibung; Zverotic (54. Lambert), Veskovac, Seoane, Lustenberger; Renggli, Wiss; Ferreira, Chiumiento (86. Paquito), Mesbah (82. Schirinzi); Ravasi.

Neuchâtel Xamax: Faivre; Nuzzolo, Furios, Besle, Edjenguele; Rossi (90. Rak), Bah, Chihab, Szlykowicz; Brown (64. João Paulo), Taljevic (64. Niçoise).

Bemerkungen: Luzern ohne Diarra, Tchouga, Kukeli, Pacar (alle verletzt), Xamax ohne Coly, Quennoz und Wüthrich (alle verletzt) sowie Souleymani (nicht spielberechtigt). 48. Lattenschuss von Bah. Verwarnungen: 35. Bah, 39. Rossi, 67. Lambert (alle Foul).