LUZERN – YOUNG BOYS 0:3: Luzerner Unvermögen brutal bestraft

Der FC Luzern wurde eiskalt erwischt. Ein verschossener Penalty, ein aber­kanntes Tor und ein Lattenschuss waren die klägliche Ausbeute an diesem frostigen Abend auf der Allmend. Die weit effizienteren Young Boys landeten mit dem klaren 3:0-Erfolg ihren fünften Sieg in Serie und stehen erstmals in dieser Saison an der Tabellenspitze.

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Mauro Lustrinellis Fall zum Penalty. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Mauro Lustrinellis Fall zum Penalty. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Für die Luzerner lief für einmal gar nichts nach Plan. Für die Young Boys, dem Team der Stunde, dagegen alles. Mit dem ersten Schuss auf das Luzerner Tor nach 34 Minuten hiess es gleich 0:1 für die Berner. Varela flankte von halb links in den Luzerner Strafraum, die Verteidigung brachte den Ball nicht weg und Torschützenleader Hakan Yakin brachte es irgendwie fertig, den Ball über Goalie Zibung ins Tor zu drücken. Es war bereits sein 16. Treffer in der laufenden Saison. Eine kalte Dusche für die Luzerner, die das Spiel bis zu diesem Zeitpunkt kontrollierten und zudem mit dem Lattenschuss von El Idrissi nach 17 Minuten viel Pech hatten.

Der verschossene Penalty
Die wohl entscheidende Szene des Spiels folgte nur vier Minuten nach dem Berner Führungstor: Lustrinelli wurde im Strafraum gefoult – Penalty. Chiumento hätte seine gute Leistung gegen seine Ex-Kollegen mit einem Tor krönen können, doch er scheiterte am Berner Goalie Marco Wölfli. Danach schien der Wille der Luzerner gebrochen. Die Berner Effizienz in der ersten Halbzeit war dagegen kaum zu überbieten.

Häberli zerstörte Luzerner Hoffnungen
In diesem Stil ging es weiter. Die Luzerner rannten gegen die gut organisierten Berner an, kamen allerdings nur vereinzelt zu Torchancen – Chiumento und Lustrinelli vergaben jedoch. In der 81. Minute fiel die Entscheidung: Berns Mittelfeld-Talent Xavier Hochstrasser lief bis zur Grundlinie durch und Thomas Häberli, der Mann der Stunde, schloss dessen Hereingabe mit seinem 15. Saisontreffer eiskalt zum 0:2 ab. Das Offside-Tor von Mauro Lustrinelli eine Minute danach war der Beweis dafür, dass es für Luzern an diesem Abend definitiv nichts zu gewinnen geben würde. Das 0:3 von Frimpong war bloss noch Zugabe für den eiskalten und souveränen Auftritt der Berner Young Boys, die in dieser Form und Effizienz ein ernsthafter Kandidat für den Meistertitel sind.

Gusti Gretener / Zisch

Luzern  Young Boys 0:3 (0:1)
Allmend. - 7466 Zuschauer. - SR Circhetta. - Tore: 34. Yakin 0:1. 81. Häberli 0:2. 86. Frimpong 0:3.

Luzern: Zibung; Roland Schwegler, Veskovac, Diarra, Lustenberger; Seoane; El Idrissi (54. Shi), Kukeli (77. Wiss), Bättig, Chiumento; Lustrinelli.

Young Boys: Wölfli; Christian Schwegler, Portillo, Ghezal; Hochstrasser, Doubai; Yapi (85. Baykal), Varela (56. Schneuwly), Yakin (61. Frimpong), Raimondi; Häberli.

Bemerkungen: Luzern ohne Tchouga (verletzt). Young Boys ohne Liechti (gesperrt) und Zayatte (verletzt). 17. Lattenschuss El Idrissi. 38. Chiumento verschiesst Penalty (Wölfli hält). 82. Tor von Lustrinelli aberkannt (Offside). Verwarnungen: 5. Veskovac (Foul). 60. Yakin (Unsportlichkeit). 74. Diarra (Foul). 85. Wiss (Foul).