LUZERN: Polizei nimmt vier FCL-Anhänger in Haft

Nach dem Fussballspiel vom Sonntag zwischen dem FC Luzern und dem FC St. Gallen hat die Polizei vier FCL-Anhänger festgenommen. Sie sollen versucht haben, den Extrazug für die St. Galler Fans bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof zu stören.

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Am Sonntagabend nach dem Spiel des FC Luzern gegen den FC St. Gallen hat die Luzerner Polizei drei FCL-Fans in Haft genommen, wie Kurt Graf, Mediensprecher der Luzerner Polizei, auf Anfrage bestätigt.

Sie wollten – nachdem St. Galler Fans den Extrazug kurz nach der Abfahrt zwei Mal per Notbremse gestoppt hatten – die Fans an der Weiterreise hindern. Die Männer hätten sich in Gleisnähe befunden und unter anderem Steine bei sich gehabt.

Am Montag wurde noch eine weitere Person in Haft genommen. Es handelt sich um zwei Jugendliche und zwei Erwachsene, die von der Polizei einvernommen wurden. Inzwischen befinden sich alle wieder auf freiem Fuss. Sie seien bei der Jugend- und der Staatsanwaltschaft wegen Störung des Bahnbetriebs angezeigt worden.

Laut Graf ist es zu keinen gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Fangruppierungen gekommen. Auch bezüglich Sachschäden am Extrazug und den VBL-Bussen seien der Polizei keine Meldungen bekannt. Vereinzelt seien jedoch Böllerschüsse gezündet worden.

Zudem hätten beim Rücktransport zum Bahnhof vermummte Anhänger des FC St. Gallen beim Bundesplatz einen Bus gestoppt und seien zu Fuss zum Bahnhof gelaufen.

cch/sda/rem