LUZERN - SION 3:5 N.P.: Luzerns Traum vom Cupfinal ist geplatzt

Der FC Luzern muss sich dem FC Sion nach einem zweistündigen Abnützungs­kampf und acht Elfmetern geschlagen geben. Monterrubios Führungstreffer glich Lustenberger nach 95 Minuten mit dem allerletzten Angriff aus.

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Die Luzerner Spieler während dem Penaltyschiessen. (Bild EQ)

Die Luzerner Spieler während dem Penaltyschiessen. (Bild EQ)

Es war kein Spiel für Fusball-Ästheten – und es war auch kein Spiel mit allzu vielen Torszenen. Zu viel stand für den FC Luzern und den FC Sion auf dem Spiel. Zwei Mannschaften im Keller der Tabelle wollten hier wohl mit dem Einzug in den Cupfinal ihre teilweise missratenen Saisons retten. Was daraus folgte, war ein 120-minütiger Abnützungskampf, der einzig und allein von der Spannung lebte.

Immerhin, die Stimmung in der mit 12'500 Zuschauern erstmals ausverkauften Luzerner Allmend war der Cup-Affiche zwei Stunden lang würdig. Leider kam es im Anschluss an die Partie zu wüsten Szenen auf dem Fussballfeld: Rund zwei Dutzend Anhänger beider Teams gingen aufeinander los, ehe die Polizei auf den Platz trat und die Keilereien beendete (siehe Artikelverweis).

Prügelnde Fan-Chaoten nach Spielschluss. (Bild EQ)

Lustenbergers Lucky-Punch in letzter Sekunde
Zum Spiel: Einsame Höhepunkte waren die beiden Tore kurz vor Ablauf der normalen Spielzeit. Nach 86 Minuten setzte sich der schnelle Reset auf der rechten Seite durch und flankte punktgenau in die Mitte zu Monterrubio, der Zibung mit einem herrlichen Volleyschuss keine Chance liess.

Luzerns Ausgleich fiel, als wirklich keiner mehr mit ihm rechnete. 95 Minuten waren bereits gespielt, als die Luzerner zum letzten Mal zum Angriff bliesen: Gajic flankte vor das Tor, dort sprang Verteidiger Lustenberger am höchsten und lenkte den Ball mit dem Kopf zum vielumjubelten Ausgleich ins Netz.

Es kam zur Verlängerung. Die beste Chance vergab Luzerns Renggli mit einem Weitschuss nach schönem Zuspiel von Ferreira. Doch das wars dann auch schon. Den Rest entschieden die Elfmeter. Und da waren die Walliser eindeutig besser: Sie verwerteten alle vier Strafstösse souverän, während auf Luzerner Seite Paiva und Pacar scheiterten.

Von der Luzerner Allmend: Gusti Gretener / Zisch

Mehr zum Cup-Out gegen Sion und die Stimmen nach dem Spiel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.

Luzern - Sion 1:1 n.V. (1:1, 0:0). - Sion 4:2-Sieger im Penaltyschiessen

Allmend. - 12 500 Zuschauer (ausverkauft). - SR Zimmermann. - Tore: 85. Monterrubio 0:1. 95. Lustenberger 1:1.

Penaltyschiessen: Gajic 1:0. Obradovic 1:1. Paiva 1:1 (Beney hält). Fermino 1:2. Pacar 1:2 (Beney hält). Afonso 1:3. Renggli 2:3. Paito 2:4.

Luzern: Zibung; Lukmon, Seoane, Schwegler, Lustenberger; Gajic; Frimpong, Zverotic (86. Pacar), Scarione (64. Renggli), Ferreira; Tchouga (64. Paiva).

Sion: Beney; Vanczak, Sarni, Kali (75. Nwaneri), Paito; Fermino, Serey Die (94. Bühler); Reset, Obradovic, Monterrubio; Saborio (66. Afonso).

Bemerkungen: Luzern ohne Chiumiento, Lambert (beide verletzt) und Diarra (krank). Sion ohne Dominguez (gesperrt), Adhesina, Brellier (beide verletzt) und El Hadary (abwesend). Verwarnungen: 9. Fermino (Foul), 62. Gajic (Foul), 90. Schwegler (Foul), 91. Afonso (Unsportlichkeit).

Rolf Fringer, Christian Constantin, Claudio Lustenberger und Michel Renggli mit Stimmen zum Out im Cup-Halbfinal gegen Sion: