LUZERN - ST. GALLEN 1:4: Cup-Aus: Luzern scheitert an St. Gallen

St. Gallen erreichte nach einem diskussionslosen 4:1-Triumph im Stadion Gersag den Cup-Halbfinal. Der FC Luzern verschoss zwei Penaltys.

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Enttäuscht nach dem Spiel (von links): Zverotic, Kukeli und Lustenberger. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Enttäuscht nach dem Spiel (von links): Zverotic, Kukeli und Lustenberger. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Endstation Cup-Viertelfinal: Der FC Luzern konnte seinen hervorragenden Lauf aus der Meisterschaft nicht nutzen und deshalb auch nicht zum vierten Mal seit 2005 in den Cup-Halbfinal einziehen. Zu schwach war die Vorstellung des FCL in der ersten Halbzeit. St. Gallen seinerseits bot den Luzernern in den ersten 45 Minuten eine Lektion in Sachen Effizienz: Vier Torchancen reichten den Ostschweizern zu drei Treffern.

Nach 13 Minuten verwertete Mario Frick eine Hereingabe von Pa Modou zum 0:1. Dann folgte der St. Galler Doppelschlag kurz vor der Pause: Zweimal trat Moreno Costanzo einen Freistoss. Den ersten verwertete Lang mit dem Fuss (40.) zum 0:2, den zweiten köpfte Pa Modou (42.) zum 0:3 ein. Die Partie schien entschieden.

Luzerns Hoffnung und zwei verschossene Penaltys
FCL-Trainer Rolf Fringer reagierte: Yakin und Siegrist sollten nach der Pause für frischen Wind in der Luzerner Offensive sorgen. Und das taten sie auch: Gerade mal vier Minuten waren gespielt, als Yakin den schönsten Angriff des Abends einleitete: Die Ballstaffette führte über Kukeli und Lustenberger direkt zu Youngster Siegrist, der den Ball nur noch einzuschieben brauchte – 1:3. Die Luzerner konnten wieder hoffen.

Als dann Michel Renggli nach 63 Minuten zum Penalty antreten konnte, lag die Wende spürbar in der Luft. Doch Renggli – ansonsten ein sicherer Schütze – schoss den Ball an den Pfosten. Die darauffolgende Luzerner Sturm- und Drangperiode beendete St. Gallens Zauberfuss Moreno Costanzo nach 74 Minuten mit seiner dritten Tor-Vorlage per Freistoss: Dieses Mal traf Jiri Koubsky per Kopf zum 1:4. Die Partie war entschieden. Daran hätte auch Yakins Penalty nach 86 Minuten nichts geändert, wenn er denn reingegangen wäre.

Aus Emmenbrücke: Gusti Gretener / Zisch

Mehr zum Luzerner Cup-Aus und die Stimmen zum Spiel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.

Luzern - St. Gallen 1:4 (0:3)
Gersag, Emmen. - 6535 Zuschauer. - SR Zimmermann. - Tore: 13. Frick 0:1. 40. Lang 0:2. 43. Pa Modou 0:3. 49. Siegrist 1:3. 74. Koubsky 1:4.

Luzern: Zibung; Zverotic, Seoane, Veskovac, Lustenberger; Renggli, Kukeli; Ianu (81. Ferreira), Chiumiento, Frimpong (46. Yakin); Tchouga (46. Siegrist).

St. Gallen: Bolli; Zellweger, Koubsky, Schenkel, Fernando; Nushi, Lang, Costanzo, Pa Modou (73. Winter); Abegglen (80. Frei), Frick (61. Merenda).

Bemerkungen: Luzern ohne Diarra, Etter, Lambert, Sorgic und Wiss (alle verletzt). St. Gallen ohne Zé Vitor (krank), Haas, Cacéres, Muntwiler, Knöpfel und Kollar (alle verletzt). 63. Renggli schiesst Foulpenalty an den Pfosten. 87. Yakin verzieht Foulpenalty. 25. Freistoss von Renggli an den Pfosten. Verwarnungen: 22. Lang (Foul), 33. Nushi (Foul) und Chiumiento (Reklamieren). 50. Pa Modou (Zeitspiel). 56. Bolli (Zeitspiel). 62. Fernando (Foul).

Die Stimmen zum Spiel (Beitrag Martin Erdmann):