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LUZERN - VADUZ 1:2: Cleveres Vaduz bezwingt müde Luzerner

In einem mässig unterhaltsamen Spiel unterliegt der FC Luzern dem FC Vaduz mit 1:2. Einzig der Luzerner Neuzugang Jacopo Ravasi vermochte gegen den gut eingespielten Aufsteiger zu skoren.
Luzerns Sturmspitze Jacopo Ravasi kurz vor dem Schuss zum 1:1 (im Zweikampf mit Angel Mea Vitali). (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Luzerns Sturmspitze Jacopo Ravasi kurz vor dem Schuss zum 1:1 (im Zweikampf mit Angel Mea Vitali). (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Vor der Partie waren die Rollen klar verteilt: Luzern galt als Favorit, während Vaduz als erste ausländische Mannschaft in der Super-League den Aussenseiter spielte.

Davon war den Teams auf dem Platz aber nichts anzumerken. Vaduz kombinierte sich oft kaum gestört durch die gegnerischen Reihen, während Luzern im Spielaufbau grosse Mühe hatte.

Dabei hatte das Spiel für die Luzerner viel versprechend begonnen. Schon nach vier Minuten hatte Ravasi die Möglichkeit zur Führung: Aus bester Position vor dem Tor schoss er aber Vaduz-Keeper Sommer den Ball in die Hände. Drei Minuten später zeigte Vaduz, wieso es die letzte Saison mit dem ersten Platz in der Challange-League abschloss: Topskorer Gaspar kämpfte sich im Alleingang durch die Luzernern Abwehr und schob den Ball am chancenlosen Zibung zum 0:1 ein. Insbesondere Zverotic und Seoane sahen dabei ziemlich schlecht aus.

Luzerns Reaktion
Dieser frühe Rückstand weckte die Luzerner. Zwar vermochten sie das Spiel nie wirklich in die Hand zu nehmen, dennoch gelangen ihnen einige gute Möglichkeiten. Nach 13 Minuten kam Ferreira nach einer Flanke von Mesbah in eine gute Abschlussposition, schoss aber genau auf Keeper Sommer.

Zwei Minuten später stellte Mesbah abermals sein Talent für weite Bälle unter Beweis: Aus 25 Metern knallte er den Ball in die tiefe rechte Torecke und zwang Sommer zu einer spektakulären Parade.

Erst in der 27. Minute wurde das Engagement des FC Luzern belohnt: Verteidiger-Neuling Elsad Zverotic schlug einen langen Ball vor die Strafraumgrenze. Vaduz' Cerrone wehrte diesen nur ungenügend ab, wovon Ravasi, Luzerns alleinige Sturmspitze, profitierte: Aus der Drehung schoss er den Ball aus 18 Metern in die linke untere Torecke zum verdienten Ausgleich.

Vaduz hatte es eilig
Noch während der Grossteil der 7 822 Zuschauer am Jubeln war, leiteten die Liechtensteiner den nächsten Angriff ein. Dieser resultierte in der 29. Minute zur erneuten Führung des Aussenseiters: Fejzulahi kam 18 Meter vor dem Tor an den Ball und hämmerte diesen am machtlosen Zibung vorbei in die linke obere Torecke zur 1:2-Führung für Aufsteiger und Aussenseiter Vaduz..

Kurz vor der Pause hatte der FC Luzern nochmals die Möglichkeit mit einem Unentschieden in die Kabine zu gehen: Mesbah schoss einen Freistoss aus 30 Metern knapp über das Tor.

Zu schwach für den Ausgleich
In der zweiten Hälfte waren die Ereignisse rarer. Vaduz blieb aber gefährlicher. In der 52. Minute flankte Fischer von links in den Strafraum. Zibung eilte heraus, konnte den Ball aber nicht festhalten. Gaspar profitierte von Zibungs Riesenfehler aber nur teilweise. Sein Schuss endete in den Armen des am Boden liegenden FCL-Keepers.

Vaduz konzentrierte sich nun vermehrt auf die Defensive. Trotzdem gelang es den Luzernern in keiner Weise, auch nur den geringsten Druck auszuüben. Erst in der Schlussphase wurde es nochmals heiss: In der 90. Minute schoss Paquito aus kurzer Distanz über das Tor. Und in der Nachspielzeit vermochte Renggli den Ball, nach schönem Pass von Lustenberger, nicht an Vaduz-Goalie Sommer vorbei.

Und so verliess der FC Vaduz in seiner Super-League-Premiere als verdienter Sieger den Platz in der Fremde. Luzern dagegen musste eine bittere Niederlage zum Saisonauftakt einstecken.

Martin Erdmann / Zisch

Luzern - Vaduz 1:2 (1:2).
Allmend. - 7822 Zuschauer. - SR Rogalla. - Tore: 7. Gaspar 0:1. 27. Ravasi 1:1. 29. Fejzulahi 1:2.

Luzern: Zibung; Zverotic (85. Paquito), Roland Schwegler, Diarra (59. Wiss), Claudio Lustenberger; Renggli, Seoane; Ferreira, Chiumiento, Mesbah (64. Schirinzi); Ravasi.

Vaduz: Sommer; Reinmann, Iten, Dzombic, Cerrone; Polverino; Bellon (61. Grossklaus), Mea Vitali, Fejzulahi, Fischer (91. Ritzberger); Gaspar.

Bemerkungen: Luzern ohne Veskovac, Kukeli und Pacar (alle verletzt) sowie Tchouga (rekonvaleszent), Vaduz ohne Wüthrich, Akdemir und Wieczorek (alle verletzt). 55. Pfostenschuss von Bellon. Verwarnungen: 14. Dzombic (Foul). 28. Cerrone (Foul). 49. Diarra (Foul). 69. Ravasi (Foul). 96. Zibung (Reklamieren).

1. Runde der Super League: Am Sonntag: Neuchâtel Xamax - Zürich 1:2 (0:1). Luzern - Vaduz 1:2 (1:2). - Am Samstag: Aarau - Sion 3:1 (2:0). - Am Freitag: Young Boys - Basel 1:2 (1:0).

Video: Stimmen nach dem Spiel

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